12.01.2010 | Vor Ort

Bahn zahlt falsch abgerechnete Millionen zurück // Kristina Köhler will weiter bessere Bahnanbindung Wiesbadens

Die Deutsche Bahn AG hat 1,7 Millionen Euro an den Bund zurückgezahlt, die sie für die Verlängerung des Bahnsteigs am Wiesbadener Hauptbahnhof doppelt abgerechnet hat. Außerdem wird sie bis zu 44 Millionen Euro für die nie gebaute ICE Strecke von Wiesbaden nach Mainz zurückzahlen. Dazu handelt der Bund derzeit einen Vergleich mit der Bahn aus. Das gab die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Dr. Kristina Köhler (CDU) heute bekannt. Köhler hatte sich nach dem Regierungswechsel beim neuen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) für die Rückzahlung der falsch abgerechneten Millionen eingesetzt und jetzt diese Antwort erhalten.

"Ich freue mich sehr, dass die Bahn jetzt endlich die Millionen an die Steuerzahler zurückzahlt", sagte Köhler. Seit Jahren setze sie sich für eine wirtschaftlich bessere Nutzung des ICE-Abzweigs nach Wiesbaden, und, seit die falschen Abrechnungen bekannt wurden, für die Transparenz der Baukosten und die Rückzahlung von Geldern ein. "Der frühere SPDBundesverkehrsminister Tiefensee hat sich in meinen Augen nicht vehement genug dafür stark gemacht", urteilte Köhler. "Jetzt kommt endlich Bewegung in die Angelegenheit." Ramsauer stellte allerdings klar, dass die Bahn aufgrund der Nachfrage durch Fahrgäste selbst bestimmen müsse, wie viele Züge auf der Strecke fahren würden.

"Wallauer Spange" weiter im Gespräch halten

"Die ICE-Strecke kann zukünftig besser ausgelastet und Wiesbaden besser an das Rhein-Main-Verkehrsnetz angebunden werden, wenn die 'Wallauer Spange' realisiert werden sollte", so Köhler. Im Gespräch sind dabei Ost-West-Verbindungen von Fulda über Wiesbaden nach Koblenz oder von Darmstadt nach Wiesbaden. Köhler will diese zukunftsweisende Lösung trotz hoher Baukosten weiter verfolgen, da sie der ganzen Region zugute käme. Gleichzeitig setzt sich Köhler für schnellere Verbindungen über die bestehenden Bahnlinien ein.

Eigenen Leserbrief schreiben

Nutzen Sie die Möglichkeit, diesen Bericht aus dem Wahlkreis zu kommentieren. Direkt und unverblümt, Lob und Kritik - ich freue mich über jeden neuen Leserbrief! Allerdings bitte ich um Verständnis, dass nur ernst gemeinte Beiträge, solche, die die "Netikette" wahren, und solche, die den presserechtlichen Vorgaben entsprechen, freigeschaltet werden. Zudem behalte ich mir vor, einzelne Passagen nicht zu veröffentlichen.

Ich bin mit der Veröffentlichung des Leserbriefes einverstanden.
Um automatisch generierte Kommentare, wie beispielsweise Spam, verhindern zu können, müssen Sie leider eine einfache Frage beantworten und die richtige Lösung in das nachfolgende Formularfeld schreiben. Die Frage lautet: Welches Datum schreibt man morgen, wenn heute der 31.07.2010 ist? Ihre Antwort:

zurück