23.07.2009 | Unterwegs

Kristina Köhler beim Christopher-Street-Day in Frankfurt

Seit Jahren hat sie es sich vorgenommen, endlich hat es geklappt: Kristina Köhler fuhr beim Frankfurter CSD auf dem Wagen der LSU (Lesben und Schwule in der Union) Hessen mit. "Konservativ, aber sexy", unter diesem Motto setzt sich die LSU innerhalb der Union für die Anliegen von Lesben und Schulen ein. "Die Mitglieder der LSU verdienen großen Respekt. Denn manchmal werden sie immer noch als Schwule und Lesben in der Union schief angesehen. Und als überzeugte Christdemokraten haben sie es auch in der homosexuellen Szene nicht immer leicht.", so Kristina Köhler. Sie selbst vertritt die Überzeugung, daß den Pflichten bei eingetragenen Lebenspartnerschaften endlich auch mehr Rechte folgen müssen.

"Gerade als Christdemokratin freue ich mich über schwule und lesbische Paare, die in einer Lebenspartnerschaft dauerhaft füreinander Verantwortung tragen wollen. Hier werden konservative Werte gelebt!", sagt Kristina Köhler. Natürlich sehe das in der Union noch nicht jeder so. "Aber immer mehr!", so Kristina Köhler.

Die zweistündige Tour durch Frankfurt zu den Klängen von "Er gehört zu mir" und "I am what I am" hat ihr riesigen Spaß gemacht. "Wenn es irgendwie zeitlich geht, bin ich nächstes Jahr wieder dabei", sagte sie zum LSU-Vorsitzenden Alexander Schart.

Bislang 2 Leserbriefe

Die Redaktion weist darauf hin, dass der Inhalt der Leserbriefe die Ansicht der Einsender wiedergibt, die nicht unbedingt mit der Meinung Kristina Schröders oder der Redaktion übereinstimmt.

  • Timo Görner am 24.07.2009: (219 Zeichen)

    Herzlichen Dank, liebe Kristina! Deine Teilname war und ist uns sehr viel wert. Ganz zu schweigen von deiner Einstellung - manch einer könnte und sollte sich davon eine Scheibe abschneiden. Beste Grüße, Timo Görner
  • Thomas Kaufmann am 26.07.2009: (2574 Zeichen)

    Liebe Frau Dr. Köhler, ich teile die Meinung meines Vorredners leider nicht. Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Sie sich mit Ihrer Teilname am CSD vor den Karren der linken Schwulenbewegung spannen ließen. Ich hoffe auch, dass sich nicht all zu viele CDUler davon „eine Scheibe abschneiden“. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass Sie und weite Teile der CDU-Mitglieder und -Anhängerschaft die Ziele der politischen Demonstration (und nichts anderes ist der CSD im Kern) CSD nicht teilen. Oder fordern Sie nun eine Grundgesetzänderung, um Homosexuelle unter den besonderen Schutz der Verfassung zu stellen? Und wollen Sie jetzt auch, wie Frau Zypries, für homosexuelle Paare das volle Adoptionsrecht durchsetzen? Sind Sie jetzt für das AGG? Wenn Sie dies alles weiterhin zu recht ablehnen, sollten Sie m. E. Auch nicht auf Demonstrationen mit marschieren, wo genau dies gefordert wird. Damit macht man sich dann nämlich unglaubwürdig! Wir sollten als Konservative doch lieber dort Verbesserungen für Homosexuelle einfordern, wo es tatsächlich noch Diskriminierungen gibt, die unserem christlichen Menschenbild widersprechen und nicht den paranoiden Forderungen der linken Schwulenbewegung nachlaufen, die damit ihre gesellschaftspolitischen Ziele erreichen will. Ich teile durchaus ihre Ansichten im Hinblick auf die Achtung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und natürlich werden in diesen Partnerschaften viele konservative Werte gelebt. Genau das gilt es heraus zu stellen. Aber halten Sie die Form des CSD tatsächlich als beispielgebend hierfür? Mir scheint der CSD eher eine peinlich obszöne Demonstration zu sein, die gerade nicht Lebenspartnerschaften mit konservativen Werten propagiert. Nicht jede Veranstaltung, die dem vermeintlichen Zeitgeist huldigt muss durch die CDU und ihre Organisationen unterstützt werden. Wir alle fanden es doch richtig, dass sich die Schüler Union nicht am Bildungsstreik beteiligt hat, weil er von fragwürdigen Organisatoren mit fragwürdigen Zielen auf fragwürdige Art und Weise veranstaltet wurde. Ich würde mir wünschen, die CDU und die LSU würden die diversen CSD auch mal darauf hin prüfen, ob der Rahmen der Veranstaltung und die dort geäußerten politischen Forderungen mit einer konservativen Grundhaltung übereinstimmen, bevor sie daran teilnehmen. Liebe Frau Dr. Köhler, vielleicht überdenken Sie ja nun noch einmal Ihre Teilnahme am CSD 2010, ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen. Viele Grüße und vor allem viel Erfolg im Wahlkampf, Thomas Kaufmann

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