Dr. Kristina Schröder

Für Wiesbaden in Berlin

Schirmherrschaften
Weltkindertag Wiesbaden 2010

Seit den 1950er Jahren schließen sich immer mehr deutsche Städte dem Weltkindertag der Unicef mit Veranstaltungen an. Sie machen damit auf Rechte und Anliegen von Kindern aufmerksam. In Wiesbaden fand daher am Sonntag, 19. September, auf dem Wiesbadener Schloßplatz von 13 bis 18 Uhr ein großes Kinder- und Familienfest statt. Die Veranstaltung stand unter dem Slogan "Arm & Reich". Es gab zahlreiche Spiel- und Spaßaktionen und ein Kinder-Bühnenprogramm zum Thema Kinderrechte "Arm & Reich".

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinder,

heute ist ein besonderer Tag. Denn heute ist der Schlossplatz, das Herz unserer Stadt, ganz für Kinder reserviert! Alle Kinder können hier spielen und toben, viel entdecken und ausprobieren. Das macht Kindern Spaß, fordert und fördert sie aber auch.

Eine unbeschwerte und glückliche Kindheit ist ein Geschenk, von dem man ein Leben lang zehrt. Das ist meine persönliche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin und die ich im Hinblick auf meine politische Arbeit auch als Verpflichtung empfinde: Fürsorge, Geborgenheit und Unterstützung zu erfahren, darf kein Privileg für Kinder starker Eltern sein!

Mit dem Thema "Arm und Reich" greift das Wiesbadener Weltkindertagfest daher ein wichtiges Thema auf. Als Bundesjugendministerin und Wiesbadener Bundestagsabgeordnete habe ich sehr gern die Schirmherrschaft übernommen.

Was brauchen Kinder, um sich zu starken Persönlichkeiten mit guten Lebensperspektiven zu entwickeln? Diese Frage steht am Anfang aller Überlegungen zur Bekämpfung von Kinderarmut. In vielen Familien, auch hier in Wiesbaden, leben Kinder in einem Teufelskreis aus relativer Armut, geringen Bildungschancen und in der Folge schlechten Berufs- und Zukunftschancen. Oft fehlen sozial benachteiligten Kindern auch Vorbilder, die ihnen zeigen:

Es lohnt sich, wenn Du Dich anstrengst!

Familienpolitik muss deswegen verlässliche Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass jedes Kind in unserer Gesellschaft - unabhängig von der sozialen Herkunft - eine faire Chance hat. Wo die Eltern allein nicht für ein entsprechendes Lebensumfeld sorgen können, muss der Staat sie dabei unterstützen. Gute Wohnbedingungen, eine Familien unterstützende Infrastruktur und frühkindliche Bildungsangebote sind für das Aufwachsen der Kinder unabdingbar. Wichtig sind auch gezielte Familienleistungen: Kindergeld, Kinderzuschlag für Familien mit niedrigem Einkommen, das Schulbedarfspaket oder der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende tragen erheblich zur Reduktion von Armutsrisiken bei.

Viel schwerer noch als materielle Not wiegt die Armut an Bildungschancen. Ein Mangel an Bildung verbaut Kindern aus sozial schwachen Familien dauerhaft Lebensperspektiven. Bildung ist für diese Kinder die einzige Chance, der schwierigen Lage später aus eigener Kraft zu entkommen. Deshalb ist jeder Euro, den wir in den qualitätsorientierten Ausbau der Kindertagesbetreuung und in die frühkindliche Bildung investieren, gut angelegtes Geld.

Gemeinsam müssen wir daran arbeiten, jedem Kind eine faire Chance zu geben. Denn Kinder sind unsere Zukunft. Und Kinder haben Rechte - dafür stehen wir alle in der Pflicht!

Das Wiesbadener Amt für Soziale Arbeit hat in seinem aktuellen Bericht zum Thema Kinderarmut konkrete Handlungsansätze aufgezeigt. Das verdeutlicht: Unsere Stadt schaut nicht weg, sondern geht die Probleme gezielt an. Und das freut mich außerordentlich!

Insofern wünsche ich dem Weltkindertag 2010 die Aufmerksamkeit, die unsere Kinder und ihre Bedürfnisse verdienen. Und allen kleinen und großen Besuchern viel Spaß auf dem Kinderfest.

Kontakt

http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft/kinder/content/weltkindertag.php

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