Für familienfreundliche Arbeitsbedingungen
Bei der Verwirklichung einer familienfreundlichen Lebenswelt hat die Arbeitswelt einen entscheidenden Anteil. Denn sie ist der Taktgeber für den Alltag junger Eltern und ihrer Kinder. Insbesondere wenn beide Partner berufstätig sind, müssen Beruf und Familie in Einklang gebracht werden. Dabei sollte die Frage nach der Vereinbarkeit nicht länger lauten: Welche Anstrengungen müssen Familien unternehmen, um im Berufsleben erfolgreich sein zu können? Viel eher muss danach gefragt werden, wie sich unsere Arbeitswelt auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern mit familiärer Verantwortung einstellt. Denn nur eine solche Arbeitswelt ist zukunftsfähig! Immerhin profitieren nicht allein die Beschäftigten, sondern auch die Unternehmen von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen: Sie erhöhen ihre Arbeitgeberattraktivität, tragen zur stärkeren Motivation der Mitarbeiter bei und können diese besser an sich binden.
Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil
Dabei reichen die Maßnahmen für familienfreundliche Arbeitsbedingungen vom leichten Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit über die Existenz von Betriebskindergärten bis hin zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. Als Bundesfamilienministerin möchte ich den Mentalitätswandel zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur unterstützen. Ich will mit dazu beitragen, Familienfreundlichkeit als Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu etablieren.
Von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen profitieren alle: Beschäftigte, ihre Familien und Unternehmen.
Die von meinem Haus gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften vereinbarte „Allianz für Familie“ bündelt verschiedene Initiativen – etwa das 2006 gestartete Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie. Dieses vereint rund 3.700 deutsche Unternehmen, die sich zur Familienfreundlichkeit bekennen. Zudem wirken bundesweit rund 5.000 Betriebe in über 650 Lokalen Bündnissen für Familie mit. Und gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag werbe ich für „Familienbewusste Arbeitszeiten“. Mein Ziel ist es, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der Zeit für Verantwortung und faire berufliche Chancen für alle möglich sind.
Neuigkeiten
Vor 450 Gästen sprach die Ministerin im sachsen-anhaltischen Sandersdorf-Brehna über zeitgemäße Familienpolitik. Dazu gehöre eine familienfreundliche Arbeitswelt ebenso wie der Abschied von starren Geschlechterrollen, die Anerkennung von Erziehungsleistungen und der Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder.
Zum CDU-Bundesparteitag in Leipzig ist eine neue Broschüre erschienen. Darin geht es um das Wesen christdemokratischer Politik. Kristina Schröders Beitrag "Familienpolitik im Zeichen des C" findet sich auf Seite 90. mehr
Auf dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig wurde gestern die Einführung und Ausgestaltung des Betreuungsgelds diskutiert. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder machte deutlich, dass Mütter und Väter Wertschätzung und Unterstützung verdienten, unabhängig davon, wie sie leben. Die Debatten um die verschiedenen Lebensentwürfe insbesondere von Frauen seien unerträglich. Damit müsse endlich Schluss sein.
In Wiesbaden gibt es viele Unternehmen und Institutionen, die ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Sie bieten flexible Arbeitszeiten an, ermöglichen den beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit oder unterstützen Mitarbeiter, die Angehörige pflegen. Von diesen Angeboten profitieren beide Seiten - Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.
Kristina Schröder hat heute im Bundestag die Einführung des Betreuungsgeldes verteidigt. Mütter und Väter kleiner Kinder hätten in Zukunft mehr Wahlfreiheit, das Familienleben so zu gestalten, wie sie es selbst für am besten halten. Das Parlament diskutierte anlässlich der Einigung des Koalitionsausschusses in einer Aktuellen Stunde über die geplante Familienleistung.
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