Faire Chancen für Frauen und Männer
Frauen und Männern sollen in allen Phasen ihres Lebens die gleichen Chancen haben. Deshalb müssen wir vor allem bei gesellschaftlichen Organisationsstrukturen - etwa in der Arbeitswelt - ansetzen. Denn nach wie vor sind Frauen hier deutlich schlechter gestellt: Sie verdienen im Schnitt weniger als ihre männlichen Berufskollegen. Sie sind seltener in Führungspositionen anzutreffen. Und sie haben es schwer, nach einer familiären Auszeit wieder in ihren alten Job zurückzukehren.
Maßnahmen und Ziele
Um die Ursachen ungleicher Chancen in der beruflichen Entwicklung zu bekämpfen, bedarf es vielfältiger Maßnahmen – einen Überblick finden Sie hier. Dazu zählen solche, die mehr Zeit für familiäre Verantwortung ermöglichen, wie es uns mit den "Vätermonaten" beim Elterngeld gelungen ist. Aber auch Maßnahmen, die Zeit für Familie ins Erwerbsleben integrieren, so wie es die von mir eingeführte Familienpflegzeit tut. Und nicht zuletzt erfordert eine Politik der fairen Chancen im Berufsleben auch, der männlich dominierten Unternehmenskultur den Kampf anzusagen. Deshalb habe ich den Stufenplan "Frauen in Führungspositionen" und die FlexiQuote auf den Weg gebracht. Hinzu kommen die Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“, das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" und das Programm "Logib-D" zur Verbesserung der Entgeltgleichheit.
Für eine neue Jungen- und Männerpolitik
Moderne Gleichstellungspolitik darf aber nicht nur Frauenpolitik umfassen, sondern muss gleichermaßen die Lebenswelten von Jungen und Männern in den Blick nehmen. Daher trete ich für eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik ein, die es Männern ermöglicht, ihre Rolle in Familie und Gesellschaft selbst zu definieren. Die aber auch danach fragt, welchen besonderen Unterstützungsbedarf Jungen heutzutage haben, wie es der vom mir berufene "Beirat Jungenpolitik" derzeit erforscht. Nur durch das Zusammenspiel aller Maßnahmen kann es gelingen, die gesellschaftliche Gleichstellung von Frau und Mann zu erreichen - nicht als Ergebnisgleichheit, sondern als Chancengleichheit!
Neuigkeiten
Anlässlich des internationalen Weltfrauentages hielt Bundesfrauenministerin Kristina Schröder eine Rede im Deutschen Bundestag. Sie sprach sich dafür aus, die Diskussion über mehr Frauen in Führungspositionen nicht als reine Elitendiskussion zu führen. Es ginge nicht nur um Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen, sondern um faire Chancen für Frauen auf allen Führungsebenen.
Am Wochenende fand in Wiesbaden die Bundesdelegiertenversammlung der Frauen Union (FU) der CDU Deutschlands statt. Bundesfrauenministerin Kristina Schröder warb in ihrer Rede für mehr Gleichberechtigung von Frau und Mann, einen Wandel in der deutschen Unternehmenskultur sowie ihr Modell der Flexiquote zur Förderung von Frauen in Führungspositionen.
"Mein Gestaltungsanspruch für eine familienfreundliche Gesellschaft lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Familie zuerst! Menschen in Deutschland sollen es sich leisten können, ihrer Familie den Stellenwert im Leben einzuräumen, den sie aus ihrer Sicht verdient - und zwar auch und gerade dann, wenn sie berufstätig sind", so Kristina Schröder
Der Deutsche Bundestag hat den Antrag der Regierungsfraktionen "Neue Perspektiven für Jungen und Männer" debattiert. In ihrer Rede sprach sich Kristina Schröder als zuständige Ministerin für eine zeitgemäße Gleichstellungspolitik aus, in der sich Frauen- und Männerpolitik gegenseitig stützen. Auch Männern müsse die Chance gegeben werden, sich in Familie und Arbeitswelt von Rollenmustern zu lösen.
Der Deutsche Bundestag debattierte anlässlich des 100. Weltfrauentags grundsätzliche Fragen der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Die Bundesfrauenministerin Kristina Schröder sagte: „Die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu fördern, nicht als Gleichsetzung, nicht als Ergebnisgleichheit, sondern als Chancengleichheit in unserer Gesellschaft, das bleibt unsere gemeinsame Aufgabe.“ Außerdem stellte sie ihren Plan für eine flexible Frauenquote vor.
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