Karrierewege sind auf Männer zugeschnitten
Obwohl Frauen teilweise sogar bessere Qualifikationen besitzen als Männer, ist weibliches Know-How in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert. Die Gründe hierfür liegen meines Erachtens in der Unternehmenskultur: Wer familiäre Verantwortung übernimmt und im Job kürzer tritt, landet schnell auf dem beruflichen Abstellgleis. An höhere Führungspositionen ist da kaum zu denken - es sei denn, man delegiert die Fürsorge für die Kinder oder verzichtet ganz auf eine Familie.
Für einen Wandel der Unternehmenskultur
Solange Unternehmen diese familienfeindlichen Strukturen nicht aus eigener Überzeugung bekämpfen, wird es keine Chancengleichheit geben. Aus diesem Grund halte ich es auch für falsch, starre, gesetzlich festgelegte Einheitsquoten einzuführen – von der Stahlindustrie bis zur Medien- und Kommunikationsbranche. Denn von ihr würden lediglich jene Frauen profitieren, die sich am besten in die männlich geprägte Unternehmenskultur einpassen.
Chancengerechtigkeit erfordert mehr als eine starre Quote!
Was unsere Gesellschaft braucht, ist ein Paradigmenwechsel zu einer familienfreundlichen Arbeitswelt! Unternehmen müssen dazu gezwungen werden, sich individuell und tiefgründig mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinanderzusetzen.
Flexible Quote für mehr Chancengleichheit
Hier setzt mein Modell der FlexiQuote an: Es verpflichtet Unternehmen, einen individuellen Anteil von weiblichen Führungskräften festzulegen, diese Quote zu veröffentlichen und einzuhalten – sonst drohen Sanktionen. Das schafft Transparenz, fördert den wirtschaftlichen Wettbewerb und befeuert die öffentliche Diskussion über faire Chancen. Schließlich wird daran schnell ersichtlich, wer bei der Herstellung von Chancengerechtigkeit besonders ambitioniert ist. Dabei entfällt die gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtungen für solche Unternehmen, die für Aufsichtsrat und Vorstand eine Quote von 30 Prozent erreicht haben. Damit führt mein Modell der FlexiQuote zu einer deutlichen Verbesserung der Chancengleichheit von Männern und Frauen im Erwerbsleben.

