Jeder von uns wünscht sich von ganzem Herzen, dass die eigenen Eltern so lange wie möglich gesund bleiben. Zwar haben wir heute - dem medizinischen Fortschritt sei Dank - eine deutlich höhere Lebenserwartung. Aber leider ist Gesundheit im Alter nicht selbstverständlich. Daher stellt sich in vielen Familien irgendwann die Frage: Was tun, wenn Mutter, Vater oder Lebenspartner auf Pflege angewiesen sind? Eine generationenübergreifende Politik darf Menschen mit einer solchen Frage nicht allein lassen. Daher verfolgt mein Konzept der Familienpflegezeit das Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und häuslicher Pflege zu verbessern.
Die Familienpflegezeit sieht vor, dass Berufstätige ihre Arbeitszeit beispielsweise von 100 auf 50 Prozent reduzieren, um mehr Zeit für Verantwortung zu haben. Dabei bekämen sie während der maximal zweijährigen Pflegephase 75 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Anschließend erfolgt die Wiederaufnahme der Tätigkeit im alten Umfang bei weiterhin reduziertem Lohn, um das Wertkonto wieder auszugleichen.
Von der Familienpflegezeit profitieren alle: Die Pflegebedürftigen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in den eigenen vier Wänden von ihren Angehörigen umsorgt zu werden. Die Pflegenden, weil sie ohne größere Einkommenseinbußen weiter arbeiten und ihren Familienmitgliedern einen würdigen Lebensabend schenken können. Aber auch die Arbeitgeber, weil ihnen keine zusätzlichen Kosten entstehen und die gesteigerte Familienfreundlichkeit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschafft. Damit ist Familienpflegezeit ein wegweisendes Modell, das auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen des demographischen Wandels reagiert. Wir dürfen nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müssen Familien praktikable Lösungen anbieten.
Kristina Schröder hat am 23. Januar Vertreter der ersten Unternehmen und Institutionen, die die Familienpflegezeit anbieten, im Bundesfamilienministerium empfangen. Darunter war auch Dieter Schlempp, ehrenamtlicher Stadtrat Wiesbadens. Denn: Wiesbaden bietet seinen rund 4.700 Mitarbeitern als erste Kommune Deutschlands an, die Vorteile der Familienpflegezeit zu nutzen und so Beruf und Pflege besser vereinen.
Die rund 4.700 Mitarbeiter der Wiesbadener Verwaltung können seit dem 1. Januar 2012 die Regelungen der Familienpflegezeit in Anspruch nehmen, wenn sie einen Angehörigen pflegen. "Wiesbaden ist damit wieder einmal richtungsweisend, weil es als erste Kommune in Deutschland die Familienpflegezeit eingeführt hat und damit ein Zeichen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf setzt", sagt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder.
Zum CDU-Bundesparteitag in Leipzig ist eine neue Broschüre erschienen. Darin geht es um das Wesen christdemokratischer Politik. Kristina Schröders Beitrag "Familienpolitik im Zeichen des C" findet sich auf Seite 90. mehr
"Berufstätige, die einen Angehörigen pflegen möchten, haben es ab dem nächsten Januar leichter, Arbeit und familiäre Verantwortung zu vereinbaren", sagte die Wiesbadener CDU-Bundestagsabgeordnete und Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder. Das von ihr vorgelegte Gesetz zur Familienpflegezeit ermöglicht pflegenden Angehörigen, die Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre zu reduzieren, wobei der Einkommensverzicht abgefedert wird.
Der Deutsche Bundestag hat heute die Einführung der Familienpflegezeit beschlossen und somit die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf maßgeblich verbessert. Kristina Schröder erläuterte als Initiatorin der Gesetzes die Vorteile des Modells im Plenum. Schröder sagte, ihr ginge es darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, anstatt Schuldenpolitik zu betreiben. Die Familienpflegezeit ermögliche es Familien, Verantwortung zu übernehmen und die Pflege von Angehörigen mit Berufstätigkeit zu ...