Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Schwerpunkte
Demographischer Wandel

Die größte Herausforderung der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist der demographische Wandel: Unsere Gesellschaft schrumpft, sie wird älter und vielfältiger. Schon jetzt spüren wir deutlich die Auswirkungen auf unsere Lebens- und Arbeitswelten. Um diesen Veränderungen zu begegnen, brauchen wir eine Gesellschaftspolitik, die jedem Menschen die Möglichkeit gibt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen!

Der Demographische Wandel und seine Folgen

Bereits seit 40 Jahren liegt in Deutschland die Sterberate über der Geburtenrate. Unsere Gesellschaft schrumpft und ihr Altersgefüge verschiebt sich immer mehr. So wird es im Jahr 2025 - Dank einer gestiegenen Lebenserwartung - in etwa genauso wahrscheinlich sein, einem unter 5-jährigen Kind auf der Straße zu begegnen wie einem über 85-Jährigen. Die Folgen sind nicht zu übersehen: In einigen Branchen besteht ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, der Wohlstand und Wachstum gefährdet. Aber die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird weiter steigen - schon im Jahr 2020 werden dies etwa drei Millionen sein.

Welche Antworten muss Gesellschaftspolitik auf diese Veränderungen geben? Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns in einer alternden, schrumpfenden Gesellschaft von der Illusion verabschieden müssen, politischen Herausforderungen ausschließlich mit mehr Geld begegnen zu können. Denn die Zahl derer, die die Kosten schultern, wird immer kleiner – im Gegensatz zu den Kosten selbst. Mit staatlicher Umverteilung allein wird der gesellschaftliche Zusammenhalt deshalb nicht nachhaltig zu sichern sein.

Für eine Gesellschaftspolitik der fairen Chancen

Ob unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten zusammenhält, entscheidet sich vor allem dort, wo es um die Verteilung von Chancen geht! Deswegen trete ich für eine Chancengesellschaft ein, in der sich wieder jeder durch eigene Leistung und wenn nötig durch Unterstützung der Gemeinschaft Aufstiegschancen erarbeiten kann. Menschen müssen die Chance haben, Verantwortung für sich, für ihren Nächsten und für die Gemeinschaft zu übernehmen! Ich meine daher: Nur eine Gesellschaftspolitik der fairen Chancen kann dem demographischen Wandel begegnen.

Familienpolitik, Seniorenpolitik sowie Kinder- und Jugendpolitik gehören in die erste Reihe!

Deshalb wünsche ich mir eine Familienpolitik der fairen Chancen, die Menschen dabei unterstützt, ihren Kinderwunsch zu realisieren, ihre Vorstellungen von Familie zu leben und mit ihrem Berufsleben in Einklang zu bringen. Dazu gehört es auch, dass wir das wichtige Thema der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in den Mittelpunkt stellen, wie ich es mit der Familienpflegezeit getan habe.

Wir brauchen außerdem eine Seniorenpolitik der fairen Chancen, die es älteren Menschen ermöglicht, ihr Wissen und ihre Kompetenzen auch nach dem Erwerbsleben einzubringen. Denn Senioren wollen aktiv bleiben, sich weiterbilden und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Eine große Chance dazu bietet der neue Bundesfreiwilligendienst, der – anders als der Zivildienst – auch älteren Menschen offen steht.

Und wir brauchen eine Kinder- und Jugendpolitik der fairen Chancen, die gewährleistet, dass Kinder von klein auf an der Gesellschaft teilhaben und ihre Talente entwickeln können. Kurzum: Familienpolitik, Seniorenpolitik sowie Kinder- und Jugendpolitik gehören in die erste Reihe. Das ist die richtige Antwort auf den demographischen Wandel und insofern ein Gebot der Stunde!

Neuigkeiten

Demografischer Wandel birgt auch Chancen // Kristina Schröder diskutiert mit Senioren-Union Wiesbaden über Familienpolitik

Die Themenpalette war breit: Bedeutung des demografischen Wandels für die Gesellschaft und politische Konsequenzen wie die geplante Familienpflegezeit, Zukunft des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Zivildienstes. Kristina Schröder stellte der Senioren Union Wiesbaden ihre familienpolitischen Ziele vor und beantwortete viele Fragen.

Rede im Plenum

Zum Tagesordnungspunkt 27 der Sitzung des Deutschen Bundestages am 19. März 2009 äußerte sich Kristina Köhler als zuständige Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion in ihrer Rede zur Notwendigkeit und den Hintergründen des für 2011 geplanten Zensus in Deutschland.

Kristina Köhler beim Statistischen Bundesamt Wiesbaden

Die Daten zur Bevölkerungszahl in Deutschland sind völlig veraltet, sie basieren immer noch auf der letzten Volkszählung im Jahr 1987 . Genaue Bevölkerungszahlen sind aber für eine Vielzahl von Bereichen von zentraler Bedeutung: Zum Beispiel für den Finanzausgleich zwischen den Bundesländern, die Einteilung der Bundestagswahlkreise anhand der Einwohnerzahlen, aber auch für die Planung neuer Schulen, Krankenhäuser oder Senioreneinrichtungen. Fehlen verlässliche ...

Kristina Köhler bei Podiumsdiskussion in Bierstadt

"Mehr Zeit im Wandel der Zeit", so lautete das Motto einer Veranstaltung des Förderkreises "Erhalten helfen" zugunsten der Evangelischen Kirche Bierstadt am Sonntag Abend. Kristina Köhler, die selbst Mitglied des Förderkreieses ist, nahm im Rahmen dieser Veranstaltung an einer Podiumsdiskussion teil. Kontrovers diskutiert wurde die Rolle der modernen Technik.

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