05.02.2010 | Pressemitteilungen

Köhler unterstützt Initiative progressiver Migrantinnen // Ansprechpartner auch für Migratinnen aus Wiesbaden

Sie stehen für ein modernes Bild von Migrantinnen, das geprägt ist durch Freiheit, Selbstbestimmung, eine Berufsausbildung und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau: Die Mitglieder der neuen Frankfurter Initiative progressiver Frauen (fraInfra). Die Mitglieder des Netzwerkes engagieren sich als Sprachrohr von integrierten Migrantinnen, die Religion als Privatsache betrachten.

Die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Köhler begrüßt die Gründung der Initiative, und hofft, dass sich dem Netzwerk möglichst viele Frauen auch aus Wiesbaden anschließen "Gut ausgebildete Migrantinnen mit modernem Lebensstil fühlen sich oft durch die bestehenden Migrantenverbände nicht repräsentiert. Diese Gruppen definieren sich meist über die Religion oder die Herkunft", sagte Köhler. Die Frankfurter Initiative wolle Gesprächspartner in Integrationsgremien sein und dort säkular lebende Migranten vertreten, so Köhler.

Die Initiative gründete sich Ende Januar 2010 und ist ein Netzwerk aus bislang 20 Frauen, meist Akademikerinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die Frauen wollen Integration durch Bildung und Chancengleichheit erreichen. Für sie ist die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens unsere freiheitlich demokratische Gesellschaftsordnung, die geprägt ist von Pluralität, individueller Freiheit, Gleichheit von Frau und Mann, unabhängig von Herkunft und Religion.

Diese Haltung stimme mit dem Integrationsgedanken der Stadt Wiesbaden und der Bundesregierung überein, urteilte Köhler, die lange Jahre Fachpolitikerin für Integration der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war. "Solche Vorbilder brauchen wir, um zu zeigen, wie Integration gelingen kann", so Köhler.

Laut Dr. Ezhar Cezairli, Mitgründerin des Netzwerks, wollen die Frauen die junge Generation dazu ermutigen, die Chancen für Bildung und Ausbildung zu nutzen. Dadurch könne jeder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und es mitgestalten. Gesellschaftliches Miteinander könne in Vielfalt gelingen, ohne die eigene kulturelle Identität abzulegen, so Cezairli. Das Netzwerk ist unabhängig und überparteilich. Weitere Informationen unter www.frainfra.de

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Bislang ein Leserbrief

Die Redaktion weist darauf hin, dass der Inhalt der Leserbriefe die Ansicht der Einsender wiedergibt, die nicht unbedingt mit der Meinung Kristina Schröders oder der Redaktion übereinstimmt.

  • Zeliha Dikmen am 06.02.2010: (1330 Zeichen)

    Liebe Frau Dr. Köhler, ich bedanke mich recht herzlich für Ihren Beitrag zur Unterstützung unserer Initiative. Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, dass ein erfolgreiches Miteinander nur gemeinsam gelingen wird. Wie auch Sie wissen, nutzt ein Großteil der Zuwanderer die bestehenden Angebote und nimmt bereits seit Jahrzehnten erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teil. Dies zu zeigen stellt einen Aspekt unserer Initiative dar. Zuwanderer aus bildungsfernen und/oder sozial schwachen Schichten wiederum schaffen es nicht, ihre Kinder zu motivieren und sie gezielt zu fördern. Bei dieser Gruppe der Zuwanderer ist eine gezielte Förderung bereits im Kindergartenalter und während der Schulzeit ein wichtiges Element, um eine Generation von jungen Menschen für diese Gesellschaft zu gewinnen. Nicht nur die Eltern dieser Kinder müssen für die Themen künftiger Chancen ihrer Kinder sensibilisiert werden, sondern auch Institutionen (wie z.B. Kindergarten, Schulen, Berufsberatungen etc.) entsprechend auch Verantwortung übernehmen. An dieser Stelle ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die in der Vergangenheit leider vernachlässigt wurden. Mit freundlichen Grüßen Zeliha Dikmen (Mitgründerin der „Frankfurter Initiative progressiver Frauen – fraINfra“)

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