23.10.2009 | Pressemitteilungen
Kristina Köhler: Es gibt keine guten Extremisten
Zu den Plänen der neuen Bundesregierung, im Rahmen der Extremismusbekämpfung künftig auch gegen Linksextremismus und Islamismus vorzugehen, erklärt die zuständige Berichterstatterin für Extremismus der CDU/CSU, Dr. Kristina Köhler:
"Eine Unterscheidung zwischen bösen und guten Extremisten ist absurd. Ein freiheitlicher Rechtsstaat muß sich gegen alle seine Feinde wehren, egal ob es sich dabei um Rechtsextremisten, Linksextremisten, Islamisten oder andere Verfassungsfeinde handelt. Zwischen den einzelnen Extremismusformen aufzurechnen und die Bekämpfung des Islamismus und des Linksextremismus zu tabuisieren verhöhnt alle Opfer extremistischer Gewalt. Der Bundesverfassungsschutzbericht verzeichnet für das Jahr 2008 insgesamt 1042 Gewalttaten mit rechtsextremen und 701 Gewalttaten mit linksextremen Hintergrund. Die Straßenschlachten zwischen Rechtsextremisten und Linksextremisten werden immer brutaler - auch gegenüber unbeteiligten Dritten. Insbesondere in Berlin steht der Staat dem Anzünden von Fahrzeugen hilflos gegenüber.
In der Großen Koalition war es nicht möglich, in der Extremismusbekämpfung einen antitotalitären Konsens zu erzielen. Einigkeit bestand nur über die Bekämpfung des Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus wurden von der SPD systematisch verharmlost, verdrängt und tabuisiert. Ich bin froh, daß die neue Bundesregierung etwas an sich Selbstverständliches tun wird: Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gegen alle verteidigen, die sie bekämpfen."
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Bislang 3 Leserbriefe
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Frank Schemainda am 29.11.2009: (380 Zeichen)
Holger Kulick, Berlin am 31.12.2009: (1555 Zeichen)
Sebastian Schmitz am 08.01.2010: (425 Zeichen)