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Winzer klagen über Engpass bei Weinflaschen
· Wahlkreis Wiesbaden · Wirtschaftsstandort Wiesbaden
"Seit mehreren Jahren beklagen Winzer in Wiesbaden und dem Rheingau zunehmende Lieferprobleme sowie steigende Preise bei Weinflaschen. Winzer haben mich um Hilfe gebeten, weil sie zunehmend unter wirtschaftlichen Druck geraten, am Markt immer schwieriger anbieten können und keine Sicherheit für ihre Investitionen haben", berichtet Kristina Köhler, Wiesbadener Bundestagsabgeordnete (CDU). Winzer kamen beispielsweise in die Bürgersprechstunde der Bundestagsabgeordneten und gaben an, in den vergangenen Jahren in Abfüllanlagen investiert zu haben, die Form und Verschlüsse für die Flaschen vorgeben. Mittlerweile hätten Sie große Probleme, die benötigten Weinflaschen geliefert zu bekommen. "Hier drängt sich der Verdacht auf, dass Glashütten möglicherweise ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen", sagte Köhler, die daraufhin das Bundeskartellamt eingeschaltet hat.
Zum Hintergrund: Gab es früher viele kleinere Glashütten, die ihre Kunden in der Region bedarfsgerecht beliefern konnten, hat hier eine starke europaweite Marktkonzentration stattgefunden. Große Glashütten haben länderübergreifend kleine Unternehmen aufgekauft und zum großen Teil geschlossen. Dadurch müssen Glasflaschen und anderes Abfüllglas zunehmend importiert werden, was zu langen Lieferwegen und steigenden Transportkosten führt. Nach Auskunft von Winzern und Zulieferbetrieben seien aber generell zu wenig Flaschen auf dem Markt erhältlich.
Köhler hat das Bundeskartellamt gebeten zu prüfen, ob sich durch die Konzentration des Glasmarktes in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung wichtiger Glaslieferanten gebildet hat, und ob es sich bei den Lieferengpässen und den Preiserhöhungen auf dem Glasmarkt in Deutschland um Verstöße gegen das Kartellrecht handelt.







