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Wiesbaden ist vorbildlich in Sachen Solarenergie // Kristina Köhler und Staatsministerin Lautenschläger besuchen Solarprojekt
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Huhle Stahlbau baut seit Jahren Stahlträger für Solaranlagen. Da die beiden Geschäftsführer Siegfried und Gunter Huhle einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollten, haben sie 2006 auf dem eigenen Firmendach die bislang größte private Photovoltaikanlage Wiesbadens gebaut. Außerdem investieren sie stark in Maßnahmen zur Wärmedämmung und effizienten Energienutzung in der Firma.

Sie sind überzeugt, dass sich die Investition auch für andere Unternehmen und Privatpersonen rechnet. Daher ist die Firma Gründungsmitglied der Initiative Ökoprofit, einem Zusammenschluss von mittlerweile 30 Unternehmen, die aktiv Umweltschutz betreiben wollen oder andere dabei beraten.
Kristina Köhler freute sich, Staatsministerin Silke Lautenschläger zu einer so bemerkenswerten Firma einladen zu können, die nicht nur sehr viel Wert auf Umweltschutz legt, sondern auch hinsichtlich der Beschäftigung und Förderung von Menschen mit Behinderungen sowie bei der Ausbildung sehr engagiert ist. Dafür wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet.
"Wiesbaden spricht nicht vom Umweltschutz, es handelt auch", sagt Kristina Köhler. Davon zeuge das erste bundesweite Solarkataster, Kooperationen des städt. Energiebetriebes mit Schulen zur Installation von Solaranlagen wie bei der Elly-Heuss-Schule oder der Inbetriebnahme zweier großer Solaranlagen auf ehemaligen Deponien im Stadtgebiet.
Das im Sommer eingerichtete Solarkataster ist eine online verfügbare Datenbank. Sie gibt für jede Dachfläche an, auf wie viel Quadratmetern Solarstrommodule oder Kollektoren effizient installiert werden können, mit welchem Stromertrag zu rechnen ist und welches CO2–Einsparpotenzial vorliegt.
So können sich Hauseigentümer informieren, ob sich die Einrichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Hausdach rechnet. Rund 35.000 Gebäude in Wiesbaden eignen sich laut einer Studie für die Errichtung einer Solaranlage. Sie bieten mit einer Fläche von über 2,2 Millionen Quadratmetern Dachfläche Potenzial für einen Ertrag von rund 290.000 Megawattstunden Strom pro Jahr. Damit ließen sich über 180 Millionen Kilo Kohlendioxid (CO2) einsparen.
Ministerin Lautenschläger hält das Energiesparpotential in Bestandsimmobilien für besonders groß und zukunftsträchtig. Hier müsse viel mehr Aufklärungs- und Mobilisierungsarbeit geleistet werden, damit private Eigentümer sowie Immobilienfirmen und Hausgemeinschaften z. B. Maßnahmen zur Wärmedämmung nutzen und öffentliche Fördergelder abrufen.







