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Werte für die Zukunft Deutschlands
Leistungsbereitschaft und -gerechtigkeit, Eigenverantwortung und Familienfreundlichkeit sind zentrale Werte, die Deutschland in Zukunft braucht", erklärte Kristina Köhler, Wiesbadener Bundestagsabgeordnete der CDU, bei einer Diskussion am Dienstag auf dem Sonnendeck des Karstadt Kaufhauses in Wiesbaden. An der Veranstaltung, zu der die CDU und die Senioren Union eingeladen hatten, nahmen rund 60 Zuhörer mit einer regen Diskussion teil. Köhler ist dafür, in Deutschland wieder eine Diskussion über die Leitkultur zu beginnen: "Gerade weil es auf der Welt verschiedene Wertsysteme gibt, müssen wir darüber reden, welche Werte unsere Gesellschaft zusammen halten und uns Orientierung und Motivation geben." Für Köhler gehören zur deutschen Leitkultur unsere Verfassung, die deutsche Sprache, die Trennung von Kirche und Staat und ein Grundkonsens über gesellschaftliche Gepflogenheiten. Köhler hält es für gefährlich, Werte als beliebig anzusehen, weil dann am Ende nichts mehr etwas wert sei. "Unsere Werte sind so, wie sie sind, weil wir ein christlich geprägtes Land sind, weil es hier den Humanismus, die Renaissance, die Aufklärung und die Reformation gab. Wer hier leben will, muss sie anerkennen.", so Köhler.
"Ich höre sehr oft, in Deutschland gäbe es einen Verfall der Werte. Das stimmt aber so nicht. Auch Eigennutz und Leistungsfeindlichkeit sind Werte - aber die falschen", so Köhler. Leistungsbereitschaft und Leistungsgerechtigkeit, Eigenverantwortung und Familienfreundlichkeit sind zentrale gesellschaftliche Werte, die die Politik der CDU aufgreift."
Bei einer Veranstaltung zu Integration habe ein türkischstämmiger Muslim die Deutschen aufgefordert, selbstbewusster mit den eigenen Werten und Religion umzugehen. "Was in anderen Nationen selbstverständlich ist, muss doch auch für Deutschland gelten", forderte Köhler. Sie wünscht sich, dass die CDU die Partei der Leistungsbereiten wird, denn Deutschland brauche mehr Leistungsbereitschaft, um die Schwachen unterstützen zu können. Leistungsbereit ist für Köhler die Mutter, die ihre Kinder erziehe, ebenso wie die Kassiererin im Supermarkt oder der Hartz IV-Empfänger, der einen "Ein-Euro-Job" gewissenhaft ausfülle.
Sie fordert daher Leistungsgerechtigkeit statt sozialer Gleichmacherei, die sich am niedrigsten, statt am höheren Niveau orientiert. "Wie soll denn sonst Lust auf Leistung entstehen? Wir brauchen Leistungsbereite, sonst können wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten. Fünf Millionen Arbeitslose sind sozial zutiefst ungerecht", mahnte die Politikerin.
Auch die Eigenverantwortung müsse wieder mehr wertgeschätzt werden statt sich auf staatliche Gängelung zu verlassen: Die Menschen wüssten selbst am besten, was für sie gut sei, und gingen mit ihrem Geld meist verantwortungsbewusster um als mit öffentlichen Mitteln.
Außerdem plädierte sie für mehr Familienfreundlichkeit und unterstützte die hessische Initiative ´Kinderlärm ist Zukunftsmusik´, die dafür stehe, Kinder in der Gesellschaft wieder mehr wert zu schätzen.
Letztlich sei auch der Beitritt der Türkei in die EU eine Frage der Werte, so Köhler und stieß dabei auf breite Zustimmung im Publikum. "Werte sind nicht überall auf der Welt gleich. Unsere Werte sind vom Christentum, vom Humanismus, der Renaissance, der Aufklärung und der Reformation geprägt", sagte Köhler. "Damit unterscheiden wir uns von der Türkei. Der Islam hat beispielsweise noch keine umfassende und nachhaltige Aufklärung erlebt. Ebenso streitet man sich innerhalb der islamischen Lehre tatsächlich noch immer, ob und wie andere Religionen anerkannt werden sollen." Sie plädierte daher erneut für eine privilegierte Partnerschaft der Türkei.







