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Vor Ort: Köhler erkundigt sich bei Pendler
· Wahlkreis Wiesbaden · Infrastruktur und Verkehr
Nach Mitteilungen der Bahn sollen die ICEs 713 und 716 der Linie 45 Köln-Stuttgart künftig nicht mehr in Wiesbaden halten, sondern nur noch über Mainz führen. Die ICEs seien nur zu 25 Prozent ausgelastet und damit unwirtschaftlich. Als Ersatz sollen Fahrgäste aus Wiesbaden mit einem IC nach Mainz fahren und dort umsteigen.

Kristina Köhler wollte das Argument nicht einfach hinnehmen, und bestieg am Freitag, dem 01. September 2006, zusammen mit dem Wiesbadener Stadtkämmerer, Dr. Helmut Müller, den ICE um 7:33 Uhr in den Süden.
Die Betroffenen erklärten fast einstimmig, sie würden auf das Auto umsteigen, wenn die ICEs gestrichen würden, weil die Fahrt nach Mainz und das Umsteigen viel zuviel Zeit in Anspruch nehmen würde. Das waren auch Argumente für den Erhalt der ICE-Verbindungen nach Wiesbaden, die Kristina Köhler in ihrem offenen Brief an den Bahnchef Hartmut Mehdorn geschildert hatte.
In einem Brief an den regionalen Bevollmächtigten der Bahn, Dr. Vornhusen, hatte sie zudem nach den genauen Plänen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Bahn für die beiden ICE-Verbindungen gefragt, aber nur eine lapidare Antwort erhalten.
Köhlers und Müllers Fazit: Die Bahn will Wiesbaden zur Verkehrs-Provinz degradieren. Dagegen werden wir weiterhin Sturm laufen.







