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Tandem bietet Kommunikation zwischen Nationen // Kristina Köhler besucht den Integrationskurs der vhs Wiesbaden
· Wahlkreis Wiesbaden · Integration von Migranten
Eine Fremdsprache lernt man nicht allein durch Vokabeln und Grammatikübungen, sondern am besten über persönliche Kontakte mit Muttersprachlern, Erfahrungen und Geschichten. Auch Integration in eine Gesellschaft ist am erfolgreichsten durch persönliche Beziehungen. Das Projekt "Tandem" ist in Wiesbaden seit langem erfolgreich mit diesem Konzept. Es ist daher mehr als ein Konversationskurs. Kristina Köhler informiert sich über das Konzept von "Tandem" bei einem Besuch in der Evangelischen Bergkirchengemeinde, wo sich regelmäßig Teilnehmer aus 14 Nationen treffen.

Es riecht nach Plätzchen und Tee und alles ist weihnachtlich dekoriert in den Räumen der Bergkirchengemeinde Wiesbaden, wo sich einmal wöchentlich rund 12 fremdsprachige und drei bis vier deutschsprachige Wiesbadener im Rahmen des Projektes "Tandem" treffen. Kristina Köhler ist begeistert von dem "Graswurzelkonzept" des Integrationskurses. Das Thema dieses Tages: Glück und was jeder Einzelne darunter versteht. "So kann Integration in unsere Gesellschaft gelingen: Die Sprache wird durch interessante Themen aus Gesellschaft, Religion, Politik und Alltag vermittelt und das Ganze ist mit freundschaftlichen Beziehungen verknüpft. Dadurch erhalten beide Seiten einen tiefen Einblick, Verständnis und Wissen über die jeweils andere Person und Nation – viel besser als in einem üblichen Sprachkurs. Außerdem wird auch gemeinsam gegessen und getrunken, so dass man die Sprache auch über alle Sinne lernt", sagt Köhler. "Meistens sind die Themen nur der Einstieg in interessante Gespräche. Hier findet Kommunikation zwischen den Nationen statt", sagt Ulrich Pickel, der seit vielen Jahren bei Tandem mitmacht.
Seit zwanzig Jahren bietet die vhs Wiesbaden in Kooperation mit der evangelischen und katholischen Kirchen Wiesbadens die kostenlosen Gesprächsangebote an. Das Einwohner- und Integrationsamt Wiesbaden fördert die Kurse. An fünf verschiedenen Standorten treffen sich ehrenamtlich Tätige und Migranten mit einer Lehrerin, die Gesprächsvorschläge macht und Fragen dazu vorbereitet hat. Die Teilnehmer in der Bergkirche kommen aus 14 Nationen z. B. aus China, Polen, Eritrea, Russland oder dem Libanon.







