Als Praktikant in der Werkstatt auch an edlen Autos arbeiten zu dürfen und im Büro alle Arbeiten kennen zu lernen wird der Arbeitsalltag der Praktikanten des Projektes "Brücke in die Arbeitswelt" sein. Köhler und Scholz besuchten die Schüler und informierten sich über ihre Arbeit." />

Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aktuelles
Start des Praktikanten-Projektes Brücke zur Arbeitswelt

· Wahlkreis Wiesbaden · Bildung und Betreuung, Arbeitsmarktpolitik

Blaumann, ölige Hände, Rußfleck auf der Nase - so kommt Benjamin H. aus der Werkstatt auf Kristina Köhler und seine Lehrerin, Rose-Lore Scholz, zu. Benjamins Augen leuchten, denn er erzählt stolz, dass er heute Morgen einen Elektronikfehler an einem Schloss eines Rolls Royce beheben durfte.

Er ist Schüler der Adalbert-Stifter-Schule und nimmt als Praktikant an dem Projekt "Brücke in die Arbeitswelt" teil, das Köhler und Scholz, die schulpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion, zusammen mit Unternehmern aus AKK durchführen. Benjamin berichtet, er fühle sich sehr wohl in der KfZ-Werkstatt von Autohaus Hollmann in Kostheim. KfZ-Mechatroniker zu werden sei sein Ziel. Er sei auch nicht ganz unbedarft, sondern schraube auch gerne an seinem Moped in der Freizeit. Hier würde er richtig in die Arbeit einbezogen, wäre gerade dabei einen Ansaugstutzen zu reparieren. Frank Hollmann, der das Projekt unterstützt, hört soviel Engagement gerne. Auch die beiden Praktikantinnen im Bürobereich, Tugba S. und Nadine N., werden richtig in die Arbeit einbezogen berichten sie. Sie würden Rechnungsarbeiten erledigen, lernten kennen, wie man Daten richtig ablegt und müssten auch Telefondienst übernehmen. Tugba ist in einem Betrieb untergekommen, bei dem fast alles auf Englisch abläuft. Ihr gefällt es und Englisch scheint kein großes Problem darzustellen. Alle drei wollen die drei Wochen Schulpraktikum nutzen, um den Betrieben zu zeigen, was in ihnen steckt, denn nach dem Haupt- bzw. Realschulabschluss wollen alle möglichst als Azubis übernommen werden.

Das Projekt "Brücke in die Arbeitswelt"
Das Projekt soll Haupt- und Real- und Förderschülern helfen, ein qualifiziertes Praktikum bei einem Unternehmen zu absolvieren, das auch ausbildet und damit bereit ist, Praktikanten, die sich bewährt haben, als Azubis zu übernehmen.

"Das war für uns die Voraussetzung, die Unternehmen in das Projekt aufzunehmen, aber es war auch nicht leicht, solche Unternehmen zu finden", sagt Kristina Köhler im Gespräch mit Wolfgang Wenzel, Redakteur der Allgemeinen Zeitung Mainz, der auch den Wiesbadener Kurier vertrat. Köhler und Scholz haben im September alle entsprechenden Wiesbadener Schulen kontaktiert, um sie über das Projekt zu informieren. "Die erste Resonanz war super, aber schließlich ahben nur 3 Schulen uns Praktikanten vermittelt, wir hoffen, dass sich in Zukunft auch andere Schulen beteiligen, denn das ist eine riesige Chance für die Schule", sagte Rose-Lore Scholz. Insgesamt haben sich rund 20 Schüler beworben. Die meisten für den Bereich Bürokaufmann/ -frau. Von diesen wurden 11 Schüler in das Projekt aufgenommen. Die ersten Praktikanten haben ihre Praktika diese Woche angetreten, die letzten werden im Juni 2007 folgen. Die restlichen neun Schüler wollten nicht auf einen der Handwerksberufe umschwenken oder hatten sich zwischenzeitlich anders entschieden. Ein Bewerber wurde aufgefordert, bessere Leistungen in den Bereichen Arbeits- und Sozialverhalten und weniger Fehltage zu zeigen, dann würde er gerne in das Projekt aufgenommen und unterstützt.

"Der Wille Leistung und Interesse zu zeigen, sich in das Arbeitsleben zu integrieren und pünktlich und freundlich zu sein, muss schon vorhanden sein", erklärte Köhler.

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