Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
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Sozialkaufhaus "Fast wie neu" – ist keine "Hartz IV-Bude" // Kristina Köhler informiert sich über Projekte der BauHaus Werkstätten Wiesbaden

· Wahlkreis Wiesbaden · Arbeitsmarktpolitik

Die BauHaus Werkstätten sind seit zwanzig Jahren eine wichtige Wiesbadener Institution, die Arbeitslose mit starken Vermittlungshemmnissen qualifizieren und in Ausbildung oder in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Daneben betreiben sie u. a. ein Sozialkaufhaus, in dem jeder günstige Waren aus zweiter Hand erstehen kann, oder haben kürzlich ein familienfreundliches Café im Westend eröffnet. Michael Lechner, Geschäftsführer Bauhaus Werkstätten, führte Kristina Köhler durch das Second Hand-Kaufhaus, das seine Waren professionell und in angenehmer Atmosphäre präsentiert.

"Uns war es wichtig, dass unser Kaufhaus, das allen offen steht, aber besondere Rabatte für "Hartz IV"-Empfänger gewährt, eine Wohlfühlatmosphäre bietet und keine "Hartz-IV-Bude" ist", sagte Lechner.

Für Kristina Köhler ist BauHaus ein gutes Beispiel für den Erfolg von Optionskommunen wie Wiesbaden, da nur sie solche sehr erfolgreichen und kreativen Projekte zur Qualifizierung und Wiedereingliederung gerader junger Langzeitarbeitsloser ermöglichen.

Sie lernen Fahrräder zu reparieren und einen Verleih zu organisieren oder stellen einen Brötchenservice auf die Beine. Sie lernen, was es heißt, in der Gastronomie zu arbeiten oder arbeiten defekte Möbel für den Verkauf auf: Bei den BauHaus Werkstätten haben Jugendliche und Erwachsene ohne Schulabschluss oder mit anderen schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen die Möglichkeit, diese Hemmnisse zu überwinden und sich auf eine regelmäßige Berufstätigkeit vorzubereiten. "Wir sind – gemessen an der schwierigen Zielgruppe, mit der wir arbeiten – sehr erfolgreich bei der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt: Rund 30 Prozent unserer Klientel können wir auf Ausbildungsplätze oder in Arbeitsverhältnisse vermitteln", so Lechner. Wichtige Gründe hierfür seien der hohe Anteil an Meistern und anderen Fachanleitern, die Projekte mit hohem Praxis- und Arbeitsweltbezug und die gute kommunale Vernetzung. "Alles Vorteile, die nur in einer Optionskommune möglich sind", fasste Köhler zusammen. "Wäre die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in Wiesbaden anders geregelt, gäbe es solche Projekte nicht. Menschen, die sehr starke Vermittlungshemmnisse haben, brauchen mehr als nur eine Stellenvermittlung. Sie brauchen viel mehr psychologische, soziale Betreuung und Anleitung, um einem Arbeitsverhältnis gewachsen zu sein. Eine Organisation wie BauHaus kann das erfolgreich leisten," so Köhler.

Sie will sich auch zukünftig für das Optionsmodell im Bund stark machen. Dabei übernehmen die Kommunen oder Landkreise die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in eigener Verantwortung. Wiesbaden ist unter den 69 "Optierern" in Deutschland die einzige kreisfreie Stadt.

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