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SCHUFA-freie Kredite: Gefahr für den Verbraucher
Aktuell werden in den Medien Verbraucherkredite beworben, die laut Anbieter SCHUFA-frei, also ohne die übliche Bonitätsprüfung der Kreditnehmer, vermittelt werden. Die SCHUFA Holding AG, die ihren Sitz in Wiesbaden hat, leistet bezüglich dieser Angebote Aufklärung und warnt die Verbraucher: Oft sind solche Angebote sehr unseriös. Die SCHUFA hat auch Kristina Köhler um Unterstützung bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit gebeten.
"Diese Werbeangebote sind tatsächlich gefährlich. Es ist wichtig, dass der Verbraucher weiß, dass als SCHUFA-frei beworbene Kredite nur in knapp 2% der Fälle tatsächlich zustande kommen. Oft werden die ahnungslosen Antragsteller aber dennoch zu unberechtigten Zahlungen bewegt", so Köhler. Dabei handele es sich um Kreditvermittlungsbetrug.
Köhler beruft sich auf eine Studie der SCHUFA mit dem Titel "SCHUFA-frei: Statt Kredit nur draufgezahlt", die die Verbreitung unseriöser Praktiken bei der Vermittlung von Verbraucherkrediten untersucht. Im Zuge dieser Studie wurde eine Medienbeobachtung durchgeführt und die Angebote der werbenden Kreditvermittler untersucht. Zum großen Teil sind die Antragsunterlagen rechtswidrig, weil die Antragsteller zu Zahlungen bewegt werden, noch bevor es zur Vermittlung kommt. Die SCHUFA weist daraufhin, dass grundsätzlich in diesem Marktsegment keine Kredite ohne Bonitätsprüfung angeboten werden und ein SCHUFA-freier Kredit nahezu ausgeschlossen ist. Nach über 130 Testanfragen bei 49 Anbietern wurden lediglich zwei Kreditverträge tatsächlich vermittelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein beantragter sogenannter SCHUFA-freier Kredit tatsächlich vermittelt und ausgezahlt wird, beläuft sich also auf unter zwei Prozent. Dennoch werden Schätzungen zufolge jährlich ca. 394.000 Privatpersonen pro Jahr in Deutschland Opfer eines Kreditvermittlungsbetrugs. Das Schadensvolumen beträgt dabei 150 Millionen Euro.
Gesetzgeberischen Handlungsbedarf sehen Regierung und CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum jetzigen Zeitpunkt nicht. "Ich persönlich bevorzuge nichtgesetzliche Maßnahmen, denn es gehört zu meinem Freiheitsbegriff, dass die Menschen auch die Freiheit zu Dummheiten haben. Die Aufgabe der Politik ist es nicht, den Verbraucher qua Gesetz vor jeglicher Unvernunft zu schützen", sagte Köhler.
"Aber wir brauchen Aufklärung, denn ein informierter Verbraucher fällt auf solche windigen Geschäfte nicht rein", so Kristina Köhler, die die Initiative der Wiesbadener SCHUFA unterstützt.
Weitere Informationen:
- Studie im Auftrag der SCHUFA







