Dr. Kristina Schröder

Für Wiesbaden in Berlin

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Schröder stellt sich der Frage „Sterbehilfe, was darf, was sollte, was muss gesetzlich geregelt werden?“

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Bei einer Veranstaltung der Juristenvereinigung Lebensrecht e.V. hat Kristina Schröder ihre Position zum Thema Sterbehilfe dargelegt. In den Räumen der Katholischen Akademie Berlin stellte sie den Gruppenantrag vor, den sie gemeinsam mit ihren Kollegen Peter Hintze, Karl Lauterbach und Carola Reimann in den Deutschen Bundestag einbringen wird.

„Wir wollen Menschen, die extremes physisches Leid erleben, deren Krankheit unumkehrbar zum Tod führt und bei denen die Palliativmedizin versagt, einen ärztlich assistierten Suizid ermöglichen“, sagte Schröder. Dabei stellte sie klar, dass die ärztliche Suizidbeihilfe in Deutschland bereits heute erlaubt ist. Allerdings herrsche für Ärzte eine große Rechtsunsicherheit, denn jede Landesärztekammer trifft hierzu unterschiedliche Regelungen. Das geht bis zur Androhung, die Approbation zu verlieren.

„Die aktuelle Situation gleicht einem standesrechtlichen Flickenteppich und führt zu einer Verunsicherung von Ärzten und auch Patienten“, so Schröder. „Das wollen wir ändern und die ärztliche Suizidbeihilfe für todkranke Menschen erstmals explizit zivilrechtlich regeln.“
Derzeit gibt es im Bundestag mehrere fraktionsübergreifende Gruppen, die Gesetzesvorschläge erarbeiten, um Sterbehilfe in Deutschland künftig zu regeln. Es sei sehr begrüßenswert, das die Abgeordneten nun eine solch offene und ehrliche Debatte über dieses Thema führten, sagte Schröder. Sie stellte fest, dass es im Parlament noch kein abgeschlossenes Meinungsbild gebe. Deshalb sei es gut möglich, dass sich noch neue Gruppen zusammenschließen und Vorschläge ergänzt und kombiniert werden.

Die meisten Abgeordneten sind sich jedoch darin einig, Organisationen die geschäftsmäßig Sterbehilfe leisten, zu verbieten. Ein breiter Konsens besteht auch darin, die Sterbebegleitung und Palliativmedizin zu verbessern. Diese Ansicht teilt auch Kristina Schröder: „Ich halte das für dringend erforderlich und bin froh, dass dies nun durch das Gesetz von Bundesgesundheitsminister Gröhe auf den Weg gebracht ist.“ Erst kürzlich wurde ein Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland vom Bundeskabinett beschlossen.

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