Dr. Kristina Schröder

Für Wiesbaden in Berlin

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Schröder diskutiert zum Thema „Was ist ein würdevoller Abschied“

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Eine Woche nachdem der Deutsche Bundestag über die künftige Regelung der Sterbehilfe abgestimmt hat, war Kristina Schröders Meinung zu den Auswirkungen des Gesetzes gefragt. Auf einer Veranstaltung des Berliner CDU Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf diskutierte sie zum Thema „Was ist ein würdevoller Abschied? Sterbehilfe oder Sterbebegleitung?“ Damit folgte sie der Einladung ihres Bundestagskollegen Klaus-Dieter Gröhler in das Charlottenburger „Café Wahlkreis“.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung machte Schröder klar, was sie unter einem „würdevollen Sterben“ versteht: „In Würde zu sterben, das bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Für mich schließt das ein, die Wünsche eines Schwerstkranken bezüglich seines eigenen Sterbeprozesses zu beachten.“ Diese Wünsche sähen aber individuell verschieden aus: „Für viele Menschen steht der Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit in ihren letzten Stunden an erster Stelle. Anderen ist es besonders wichtig, selbstbestimmt und möglichst ohne körperliche Schmerzen aus dem Leben zu scheiden.“ Folglich könne keine Form des Sterbens gegenüber einer anderen als die „Würdigere“ gelten. Daher müsse man in der ganzen Diskussion immer von den unmittelbar Betroffenen her denken. Das heißt: von den schwerstkranken Patienten, aber auch von den behandelnden Ärzten, die als „empathische Profis“ mit Sachverstand an der Seite des Patienten stünden.

Während der Diskussion mit den anwesenden Gästen bedauerte Kristina Schröder den Ausgang der Bundestagsabstimmung zur Regelung der Sterbehilfe: „Der angenommene Gesetzentwurf sieht vor, die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe unter Strafe zu stellen und einen entsprechenden Paragrafen im Strafgesetzbuch zu schaffen. Damit werden allerdings nicht nur kommerzielle Sterbehilfeorganisationen erfasst, sondern auch Ärzte, die wiederholt Suizidbeihilfe leisten. Das finde ich problematisch.“

Gemeinsam mit Peter Hintze und anderen Kollegen hatte sich Schröder gegen eine Strafrechtsverschärfung und Kriminalisierung der Ärzte eingesetzt. Stattdessen sollte das Selbstbestimmung der Patienten und die Gewissensfreiheit der Ärzte gestärkt werden. „Ich denke, wir sollten Menschen zutrauen, in ureigenen Angelegenheiten wie dem Wunsch nach einem würdevollen Sterben, eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen zu können – gemeinsam mit ihren Ärzten und Angehörigen“, bekräftigte Schröder. Nun müsse sehr genau beobachtet werden, wie sich die beschlossene Strafrechtsverschärfung in der Praxis auswirke.

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