Dr. Kristina Schröder

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Schnelle Integration durch Bundesfreiwilligendienst / Schröder: "Sinnstiftende Tätigkeit beugt auch Konflikten vor"

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Bund und Länder haben den Vorschlag von Kristina Schröder (CDU) aufgegriffen, den Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive zu öffnen. Beim gemeinsamen Gipfel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik im Bundeskanzleramt am 24. September 2015 wurde beschlossen, bis zu 10.000 zusätzliche Stellen im Bundesfreiwilligendienst für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive zu schaffen.

Im offiziellen Beschlussdokument heißt es unter 4.4: „Das große ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger wird gestärkt, indem bis zu 10.000 zusätzliche Stellen für den Bundesfreiwilligendienst geschaffen werden, die Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive ebenfalls offen stehen.“

Kristina Schröder, die den Bundesfreiwilligendienst 2011 als Familienministerin einführte, hatte einige Tage zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die Chancen des BFD hingewiesen: „Mit dem Bundesfreiwilligendienst haben wir die einzigartige Chance, Flüchtlinge, die länger in Deutschland bleiben können, möglichst schnell in unsere Gesellschaft zu integrieren. Denn bei allen akuten Herausforderungen, die wir derzeit stemmen müssen, liegt die größte und bedeutendste Aufgabe noch vor uns: Die soziale, wirtschaftliche und vor allem auch kulturelle Integration der neuen Bürger.“

Im Bundesfreiwilligendienst besteht die Möglichkeit, Flüchtlingen mit Bleibeperspektive, die nicht direkt auf dem ersten Arbeitsmarkt unterkommen, einen beispielsweise 18monatigen Bundesfreiwilligendienst anzubieten: Zunächst ein halbes Jahr ein Sprachkurs im Rahmen der vorgesehenen pädagogischen Begleitung, danach Einsatz in Behinderteneinrichtungen, Seniorenheimen, Krankenhäusern und anderen Orten, wo Unterstützung benötigt wird. „Flüchtlinge, die länger in Deutschland bleiben können, sollten als Bundesfreiwilligendienstler die Chance haben, dem Land, das ihnen Schutz bietet, etwas zurückzugeben“, so Schröder weiter.

Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte in Flüchtlingsunterkünften sei die Initiative wichtig. „Wir erleben gerade, dass die Unterbringung vieler Menschen auf engem Raum auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen kann. Daher müssen wir möglichst schnell dafür sorgen, dass die Flüchtlinge nicht weiter herumsitzen, sondern einer sinnvollen und sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen“, sagt die ehemalige Bundesfamilienministerin. „Die gesetzlichen Voraussetzungen sind alle vorhanden, wir könnten in wenigen Wochen im großen Stil beginnen. Daher freue ich mich, dass Bund und Länder meinen Vorschlag aufgegriffen haben und zunächst einmal 10.000 zusätzliche Stellen für den Bundesfreiwilligendienst für Flüchtlinge schaffen wollen.

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