Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aktuelles
Schnelle Datenverbindung für Medenbach voranbringen

· Wahlkreis Wiesbaden · Infrastruktur und Verkehr

Wie in vielen ländlichen Regionen ist auch Wiesbaden-Medenbach nicht an die Breitbandkabel der Telekom angeschlossen, weil dies nicht wirtschaftlich genug sei. Die Medenbacher Bewohner und Geschäftsleute können von einem schnellen Datennetz über Kabel oder von günstigen Angeboten für Internet-Flatrates wie in Großstadtzentren nur träumen. "Das ist für Medenbach und andere betroffene Orte oder Regionen ein enormer Standortnachteil. Die Suche nach Anbietern, die die Anbindung an das breitbandige Internet so rasch und so erschwinglich wie möglich umsetzen können, muss deshalb im Vordergrund stehen", sagt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler.

Köhler hatte deshalb bei ihrem Besuch bei der Hessen Agentur das Problem Medenbachs angesprochen. Jetzt hat Köhler die bei der Hessen Agentur angesiedelte Hessen-IT um Unterstützung für Medenbach gebeten. Hessen-IT ist eine Aktionslinie des Hessischen Wirtschaftsministeriums und steht im Rahmen der Initiative "Mehr Breitband für Hessen" als Informationsplattform mit Breitbandanbietern und -Nutzern im Dialog und wird sich jetzt mit den Verantwortlichen in Medenbach in Verbindung setzen.

Köhler hofft, dass Hessen-IT die Suche nach geeigneten Anbietern unterstützt und so dazu beitragen kann, dass Medenbach an das schnelle Internet angebunden wird. Voraussetzung ist ein entsprechend großes Nutzerpotential und die Bereitschaft auch alternative Breitbandtechnologien zu nutzen.

Mit Ihrem Vorstoß setzt sich Köhler dafür ein, die Initiative der Großen Koalition vom April 2008 zur Verbreitung schneller Datennetze in ländlichen Regionen für Wiesbaden voranzutreiben.

In Deutschland haben zur Zeit ca. 700 Gemeinden keinen Zugang zu einem Breitbandanschluss. In Wiesbaden beträgt die Abdeckung mit kabelgestütztem Breitbandnetz 95 Prozent, allerdings nicht in allen Stadtteilen gleichermaßen. Die Telekommunikationsanbieter argumentieren, dass wie in Medenbach die Verlegung von Breitbandkabel zum nächsten DSL-Hauptverteiler wegen der hohen Kosten unrentabel sei, und die Haushalte eine schnelle Datenleitung z. B. über Satellit beantragen könnten.

Köhler habe durchaus Verständnis für wirtschaftliche Argumente der Anbieter, die Politik müsse aber auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Auge behalten und im Rahmen der Möglichkeiten fördern. "Daher müssen wir alles tun, um leistungsfähige und bezahlbare Alternativen zu realisieren", so Köhler.

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