Dr. Kristina Schröder

Für Wiesbaden in Berlin

Aktuelles
Plädoyer für einen späteren Schulbeginn

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Liebe Abonnenten,

mit unserem Schulbeginn um 8 Uhr oder sogar noch früher muten wir unseren Kindern einiges zu. Spätestens im Jugendalter werden die meisten Kinder chronobiologisch zu sogenannten Eulen, also Spätaufstehern, die abends lange fit bleiben und erst spät einschlafen können. Für sie bedeutet der frühe Schulbeginn, dass sie gegen 6.30 Uhr mitten aus ihrer Tiefschlafphase gerissen werden und in den ersten Schulstunden oft noch nicht voll leistungsfähig sind – so das Ergebnis wissenschaftlicher Studien. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, einen späteren Schulbeginn zu wählen und damit allen Kindern die Chance zu geben, ihre Leistungen auch voll abrufen zu können.

Um dieses Thema ausführlich zu diskutieren, habe ich gemeinsam mit der Wiesbadener Schuldezernentin Rose-Lore-Scholz zu einer Veranstaltung ins Bürgerhaus Sonnenberg geladen. Als Referenten konnte ich den renommierten Chronobiologen Prof. Till Roenneberg von der Ludwig-Maximilians-Universität München gewinnen. Er erforschte als einer der ersten Wissenschaftler die verschiedenen Chronotypen und den sogenannten "zirkadianen Rhythmus" des Menschen. In seinen Ausführungen hat er eindrucksvoll gezeigt, dass nicht jeder "frühe Vogel den Wurm fängt", wie das bekannte Sprichwort nahe legt. Das konnten auch viele der anwesenden Schüler und Eltern in der sich anschließenden, äußert lebhaften Diskussion bestätigen.

Besonders gefreut habe ich mich über die Reaktion einiger Wiesbadener Schulrektoren, die angedeutet haben, dass eine Umstellung des täglichen Schulbeginns zumindest für Ganztagsschulen durchaus möglich sei. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir in Wiesbaden eine Schule finden, die ihren Schulbeginn zumindest für die höheren Klassen auf 8.30 Uhr oder 9 Uhr verschiebt.

Was darüber hinaus in den letzten Wochen passiert ist, lesen Sie wie immer in diesem Politikbrief. Viel Spaß!

Dr. Kristina Schröder, MdB

Aus dem Bundestag

Gruppenantrag zum Thema Sterbebegleitung vorgestellt

In der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat Kristina Schröder einen von ihr unterstützten Gruppenantrag vorgestellt, der die ärztliche Beihilfe zum Suizid erstmals explizit zivilrechtlich regeln will. Gesetzlich ist eine solche Suizidbeihilfe in Deutschland bereits heute erlaubt. Einige Landesärztekammern drohen Ärzten jedoch mit dem Verlust ihrer Approbation, was zur Verunsicherung von Ärzten und Patienten führt. "Wir wollen für Menschen, die extremes physisches Leid erleben, deren Krankheit unumkehrbar zum Tod führt und bei denen die Palliativmedizin versagt, bei einem Wunsch nach einem ärztlich assistierten Suizid Rechtssicherheit schaffen", betonte Schröder. Gleichzeitig will Schröder sogenannte Sterbehilfevereine in Deutschland verbieten. Zum selben Thema sprach die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete auch bei der Juristenvereinigung Lebensrecht e.V. in der Katholischen Akademie in Berlin. Weiter

Bundestag erinnert an 50-jähriges Bestehen diplomatischer Beziehungen mit Israel

Der Deutsche Bundestag hat den 50. Jahrestag der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel gewürdigt. Kristina Schröder erklärte anlässlich des Festakts, dass jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegengetreten werden müsse: "Heute sind wir stolz auf ein enges Netz von Beziehungen in allen gesellschaftlichen Bereichen, das gerade wegen der gemeinsamen Erinnerung an die Schoah einzigartig ist. Gerade deshalb dürfen wir auch nicht akzeptieren, dass sich Juden ausgerechnet in Deutschland bedroht fühlen! Deswegen müssen wir nicht nur dem rechtsextremen und dem islamistischen Antisemitismus, sondern auch dem einschlägigen Antiisraelismus, der in Wahrheit eben auch oft verbrämter Antisemitismus ist, mit allen Mitteln des demokratischen Rechtsstaats entgegentreten."

Kristina Schröder vor Ort

Kristina Schröder besucht das Bundeskriminalamt in Wiesbaden

Im Bundeskriminalamt hat sich Kristina Schröder über aktuelle Schwerpunkte bei der Verbrechensbekämpfung informiert. BKA-Vize-Präsident Peter Henzler erläuterte Hintergründe zu verschiedenen Themen wie Cyber-Kriminalität, Wohnungseinbrüche und islamistischem Terror in Deutschland. Beide sprachen auch über die geplanten Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung, die im Juni in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten werden sollen. "Ich bin sehr froh, dass wir unseren Sicherheitsbehörden nun mit der Vorratsdatenspeicherung ein weiteres wichtiges Ermittlungsinstrument an die Hand geben", so Schröder. Weiter

Themenabend zum späteren Schulbeginn in Sonneberg

Gemeinsam mit Kristina Schröder und der Wiesbadener Schuldezernentin Rose-Lore Scholz diskutierte der Chronobiologe Prof. Till Roenneberg, warum eine Verschiebung des täglichen Schulbeginns vor allem für ältere Schüler sinnvoll wäre. Unter den zahlreichen Besuchern des Themenabends, zu dem Schröder und Scholz eingeladen hatten, befanden sich viele Schulrektoren, Eltern und Schüler. Weiter

Grundschüler interviewen ihre Bundestagsabgeordnete

Im Rahmen des Projekts "Schüler lesen Zeitung" der Rhein-Main-Verlagsgruppe haben Schüler der Adolf-Reichwein-Schule in Rambach Kristina Schröder interviewt. Sie berichtete von ihrem Arbeitsalltag und stellte ihre aktuelle Initiative für einen späteren Schulbeginn vor. Dabei wurde auch über die Schlafgewohnheiten der Schüler gesprochen, wobei sich eine fast gleichmäßige Aufteilung in Früh- und Spätaufsteher ergab. Weiter

Nächste Bürgersprechstunde in Kastel

Am Montag, den 22. Juni 2015, lädt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder ab 16 Uhr zur Bürgersprechstunde im Stadtbezirksverband Kastel. Gemeinsam mit dem dortigen CDU-Vorsitzenden André Weck gibt sie den Wiesbadener Bürgerinnen und Bürgern hier die Gelegenheit, ihre Anliegen im persönlichen Gespräch zu schildern. Termine werden telefonisch vergeben. Weiter

Kristina Schröder informiert sich über Hospizarbeit in Erbenheim

Noch vor der parlamentarischen Sommerpause wird der Deutsche Bundestag über ein Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung beraten. Vor diesem Hintergrund besuchte die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder das Hospiz Advena in Erbenheim. Dort sprach sie mit dem Leiter des Hospizes, Lothar Lorenz, der Leiterin des Arbeitskreises Gesundheit und Soziales des Wiesbadener Seniorenbeirats, Hannelore Becht, sowie mit dem ersten Vorsitzendes des HospizPalliativNetzes, Dr. med. Thomas Nolte, über die täglichen Herausforderungen bei der palliativen Versorgung von Patienten. Weiter

Besuch beim Wiesbadener Pfingstturnier

60.000 Zuschauer verfolgten auch in diesem Jahr wieder spannenden Reitsport beim Internationalen Pfingstturnier im Biebricher Schlosspark. Auch Kristina Schröder nahm an der renommierten Veranstaltung teil und besuchte die Spring-und Dressurprüfungen gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Oliver Franz. Beim so genannten Jokerspringen kamen über 6.000 Euro für die Welthungerhilfe zusammen. Weiter

Treffen mit dem Präsidenten des Deutschen Arbeitgeber Verbandes

In Wiesbaden, dem Sitz des Deutschen Arbeitgeber Verbandes, hat sich Kristina Schröder mit dessen Präsidenten, Peter Schmidt, getroffen. Themen waren unter anderem die aktuelle Wirtschaftspolitik und der Subsidiaritätsbegriff Ludwig Erhards, der Leitidee des Verbandes ist. Weiter

Kristina Schröder unterwegs

Schlenderweinprobe in der Hessischen Landesvertretung

Auch in diesem Jahr fand in der Hessischen Landesvertretung in Berlin die traditionelle Schlenderweinprobe statt, bei der sich die Weinanbaugebiete Rheingau und Bergstraße präsentieren. Auch Kristina Schröder probierte den guten Rheingauer Riesling gemeinsam mit Staatsministerin Lucia Puttrich, den amtierenden Hessischen Weinköniginnen und dem Rheingauer Weinbaupräsidenten Peter Seyffardt. Weiter

Frage und Antwort

Warum wird sich der aktuelle G7-Gipfel auch mit dem Thema Antibiotikaresistenzen befassen?

Antibiotika sind seit der Entdeckung des Penicillins im Jahr 1928 zu einem der wichtigsten Instrumente in der Behandlung von Infektionskrankheiten geworden. Die weltweite Zunahme von multiresistenten Keimen, also von Bakterien, die gegen unsere bekannten Medikamente resistent sind, ist daher ein ernst zu nehmendes Problem. Sie führt dazu, dass bakterielle Infektionen schwerer, im schlimmsten Fall gar nicht mehr behandelbar sind. Krankheiten, die bislang gut heilbar sind, können dann zu schweren Gesundheitsschäden – möglicherweise sogar zum Tod – führen. Schon jetzt sterben in deutschen Krankenhäusern 12.000 bis 15.000 Menschen im Jahr an den resistenten Bakterien.

Weil dies ein ausschlaggebendes Thema für die Menschheit insgesamt ist, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel es auf die Agenda des G7-Gipfels gesetzt. Die Bundesregierung möchte die Entwicklung der Superkeime eindämmen – etwa durch eine stärkere Überwachung und Dokumentation sowie die Verschärfung der Hygiene in Krankenhäusern. Außerdem soll die Forschung an neuen Antibiotika erhöht werden und ihr Einsatz in der Tiermast verringert werden (Deutschen Antibiotika Resistenzstrategie). Merkel wird hierfür auf dem Gipfel um die Unterstützung der übrigen G7 werben, um für das Problem eine globale Lösung zu finden.

Ich persönliche beschäftige mich im Wirtschaftsausschuss als für Gesundheitswirtschaft zuständige Fachpolitikerin insbesondere mit der Frage, wie die Pharmaindustrie unterstützt werden kann, neue Antibiotika zu entwickeln. Denn die wirtschaftlichen Anreize für Antibiotika-Forschung in Deutschland sind derzeit äußerst gering. Zum einen würde einem neuen Ersatzantibiotikum in unserem Preisfindungsverfahren für neue, patentgeschützte Medikamente vermutlich kein entscheidender therapeutischer Zusatznutzen im Vergleich zu dem etablierten Altpräparat attestiert werden. Dies führt in unserem System dazu, dass die ausgehandelten Preise, die die gesetzliche Krankenversicherung erstattet, nicht ausreichend hoch liegen, um die Antibiotika-Forschung für ein Pharma-Unternehmen rentabel zu betreiben. Zum anderen müssen die Präparate aus medizinischen Gründen bewusst sparsam eingesetzt werden, um die Entwicklung neuerlicher Resistenzen zu unterbinden. Folglich werden die Hersteller also auch keine großen Mengen absetzen können. Deswegen ist es mein Ziel, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Antibiotika-Forschung zu verbessern, etwa durch Sonderregelungen für die Preisbildung und einen längeren Patentschutz.

Besuchergruppen

Delegation aus Brasilien besucht den deutschen Bundestag

Im Rahmen der deutsch-brasilianischen Tagung zum Steuerrecht besuchte eine Delegation aus Brasilien auf Einladung von Kristina Schröder den Deutschen Bundestag. Zu der Gruppe gehörten auch ein Abgeordneter des Nationalparlamentes und zwei Abgeordnete aus bundesstaatlichen Parlamenten. Weiter

Schüler der Wiesbadener Humboldt-Schule treffen Kristina Schröder

Ein Gespräch mit ihrer Wahlkreisabgeordneten stand für die Schülerinnen und Schüler der Wiesbadener Humboldt-Schule auf dem Programm. Dabei wurde unter anderem ausführlich über den von Kristina Schröder eingebrachten Vorschlag gesprochen, den Schulbeginn auf 8.30 oder 9 Uhr zu verschieben. Weiter

Und sonst?

Tweet des Monats

Kristina Schröder ‏@schroeder_k 17. Mai

"Viele #Mietspiegel spiegeln nichts, sondern rechnen Mieten künstlich klein. Auf dieser Basis wird #Mietpreisbremse keinen Bestand haben."

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Kristina Schröder im TV

In der ARD-Sendung "Hart aber fair" sprach Kristina Schröder mit Frank Plasberg über ihre Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie erklärte ihre Entscheidung, für ihr Kind beruflich zurückzutreten, und zum Anfang der neuen Legislaturperiode nicht mehr als Bundesministerin zur Verfügung zu stehen. Weiter

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