Aktuelles 
Neue Aufgaben im neuen Amt
In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitung der CDU Wiesbaden hat Kristina Schröder einen Beitrag über ihre neuen Aufgaben im neuen Amt veröffentlicht.
Artikel
Liebe Leserinnen und Leser von Wiesbaden Extra,
wie Sie der Presse entnommen haben werden, hat sich mein politisches Leben vor einem Monat urplötzlich stark verändert. Meine Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war auch für mich überraschend. Ich freue mich sehr, als Kabinettsmitglied nun die Politik der Bundesregierung mitgestalten zu können und blicke gespannt aber auch voller Tatendrang auf meine neuen Aufgaben.
Wiesbaden stellt mit mir nun erneut ein Mitglied der Bundesregierung. Das begreife ich auch als gemeinsamen Erfolg unserer Stadt. Denn ohne das große Vertrauen, das die Wähler mir bei den Bundestagswahlen vor zwei Monaten entgegengebracht haben, stünde ich heute nicht in diesem Amt. Und ohne Sie, die aktiven Mitglieder der CDU Wiesbaden, die einen außergewöhnlich engagierten Wahlkampf geführt haben, hätte ich den Wahlkreis nicht gewinnen können. All meinen Wählern, Unterstützern und Wegbegleitern gilt deshalb mein persönlicher Dank.
Die ersten Tage und Wochen nach dem unvorhergesehenen Anruf von unserer Bundeskanzlerin waren sehr ereignisreich: Ich habe im Schloss Bellevue die Ernennungsurkunde von Bundespräsident Horst Köhler überreicht bekommen und konnte im Anschluss meinen neuen Arbeitsplatz im Ministerium am Alexanderplatz beziehen. Dort wurden mir von meiner Vorgängerin Ursula von der Leyen die Amtsgeschäfte übergeben. In meiner Rede vor der Personalversammlung sagte ich, dass es Ministerin von der Leyen gelungen ist, die Familienpolitik von der Sphäre des Redens in die Sphäre des Handelns zu heben. Dahinter steht ein leistungsfähiges Ministerium. Ich freue mich sehr, ein solches Haus zu übernehmen. Genauer gesagt sind es sogar zwei Häuser, denn das Familienministerium ist aufgeteilt in einen Bonner und einen Berliner Sitz.
Zwei Tage später habe ich zum ersten Mal an der Kabinettssitzung im Kanzleramt teilgenommen. Im Anschluss nahm mir Bundestagspräsident Norbert Lammert im Deutschen Bundestag den Amtseid ab. Damit wurde der Wechsel an der Spitze des Familienministeriums endgültig vollzogen. Wichtig waren in meinen ersten Tagen im Amt neben dem Vertrautwerden mit den Strukturen und Abläufen des Ministeriums auch Personalentscheidungen. So musste beispielsweise der Posten des Staatssekretärs im Familienministerium neu besetzt werden. Von hoher Bedeutung waren zudem die Antrittsbesuche beim Bonner Dienstsitz sowie beim Bundesamt für den Zivildienst in Köln, das ebenfalls dem Ministerium untersteht. Hier konnte ich mich meinen Mitarbeitern vorstellen und erste Gespräche führen.
Nun geht es darum, die erfolgreiche Arbeit des Familienministeriums fortzusetzen, aber zugleich auch neue Akzente zu setzen. Die Gesellschaft entwickelt sich ständig weiter, deshalb muss sich auch die Gesellschaftspolitik ständig weiterentwickeln. Deutschland ist in den vergangenen Jahren familienfreundlicher geworden, keine Frage. Es ist daher umso wichtiger, jetzt nicht auf der Stelle zu treten, sondern den Trend beizubehalten und weitere Fortschritte zu erzielen. So habe ich zum Beispiel zunächst die Aufgabe, den Ausbau der Kinderbetreuung konsequent weiter umzusetzen, damit junge Menschen ihren Kinderwunsch auch verwirklichen können. Und ich will neben den Müttern verstärkt auch die jungen Väter beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Darüber hinaus möchte ich mich für die Jungs einsetzen, damit sie in Kindergarten und Grundschule in Zukunft besser gefördert werden.
Ein großes Querschnittsthema ist für mich der demographische Wandel: Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns noch stärker den Herausforderungen stellen und die Potentiale nutzen müssen, die das Altern unserer Gesellschaft mit sich bringt. Das Thema „Altern ist noch immer viel zu negativ behaftet. Es gibt viele fitte, kompetente Siebzig- und Achtzigjährige, die noch sehr viel Energie haben, um unsere Gesellschaft auf verschiedensten Wegen zu bereichern.
Die nächsten Monate werden ohne Zweifel viel Neues für mich bereithalten. Mir stehen nun viele neue Herausforderungen und Verantwortungen bevor, denen ich mit Freude, Zuversicht, aber natürlich auch mit einem gesunden Respekt entgegensehe. Über meine Arbeit als Ministerin hinaus ist es mir aber ein besonderes Anliegen, mich als Bundestagsabgeordnete aus Wiesbaden auch weiterhin für die Belange der Bürger unserer Stadt einzusetzen und Termine in meinem Wahlkreis wahrzunehmen. So habe ich beispielsweise im Dezember die Schultze-Delitzsch-Schule und das Integrations- und Konversationsprojekt „Tandem“ in der Evangelischen Bergkirchengemeinde besucht. Zudem habe ich mich bei den Wiesbadener BauHaus Werkstätten über das Sozialkaufhaus und die Betreuung von Arbeitslosen mit starken Vermittlungshemmnissen informiert. Diese Institution profitiert besonders von Wiesbadens Status als Optionskommune. Ich werde mich auch künftig im Bund dafür stark machen, dass die Optionskommunen bestehen bleiben und die Kompetenz der Kommune für die Betreuung von Arbeitslosen weiter genutzt werden kann.
Meine Bürgersprechstunde in Wiesbaden wird auch weiterhin stattfinden und die Organisation von Informationsbesuchen im Deutschen Bundestag für Wiesbadener Bürger möglich sein. Zur Kontaktaufnahme stehen ihnen selbstverständlich mein Wahlkreisbüro und mein Abgeordnetenbüro in Berlin zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an meiner Arbeit haben, so können Sie sich wie gewohnt gerne auf www.kristina-koehler.de und nun auch auf www.bmfsfj.de kundig machen.
Ihre Kristina Köhler







