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Neubau der Schiersteiner Brücke schnell umsetzen
· Wahlkreis Wiesbaden · Infrastruktur und Verkehr
"Die Schiersteiner Brücke ist eine unverzichtbare Verkehrsader zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Daher muss ein Brückenneubau höchste Priorität im Bundesverkehrswegeplan erhalten, also mit vordringlichem Bedarf eingestuft werden. Außerdem muss der Bund die nötigen Gelder rechtzeitig zur Verfügung stellen. Dafür werde ich mich beim jetzigen wie auch beim zukünftigen Verkehrsminister einsetzen," erklärte Kristina Köhler, CDU-Bundestagsabgeordnete Wiesbadens. Der geplante sechsspurige Ausbau der BAB 643 zwischen Wiesbaden und Mainz hat derzeit nur die Einordnung des "Weiteren Bedarfs mit Planungsrecht", werde also zu niedrig eingestuft. Für Köhler ist das wegen des zunehmenden Verkehrs nicht akzeptabel. "Wir wollen keinen Flaschenhals, sondern eine Brücke, die das künftige Verkehrsaufkommen staufrei tragen kann. Deshalb sind mindestens sechs und nicht nur vier Fahrstreifen nötig!" so Köhler und der Mainzer Landtagsabgeordnete Gerd Schreiner.
Wie gestern durch Schreiner bekannt wurde, muss die Schiersteiner Brücke in den nächsten zehn Jahren abgerissen werden, weil sie nicht sanierungsfähig ist. Da die täglich rund 80.000 Fahrzeuge, die die Brücke täglich passieren, nicht auf die zwei anderen Brücken zwischen Mainz und Wiesbaden ausweichen können, würde es bei einem Ausfall einer Brücke zu einem Verkehrschaos in und um Mainz und Wiesbaden kommen. Daher fordern Köhler und Schreiner einen rechtzeitigen Ersatz und unterstützen die hessischen Planungen zum Aus- und Neubau.
"Bei diesem Projekt müssen Hessen und Rheinland-Pfalz, Wiesbaden und Mainz sowie CDU und SPD länder- und parteiübergreifend zusammen arbeiten. Das gemeinsame Vorhaben könnte auch die beiden Landeshauptstädte näher zusammen rücken lassen", sagen die beiden Politiker.
Nach Auskunft des Hessischen Verkehrsministeriums ist eine Erneuerung der Brücke unter Aufrechterhaltung des Verkehrs nicht möglich, so dass eine neue Brücke nötig ist. Die Kosten in dreistelliger Millionenhöhe muss der Bund tragen und die Gelder rechtzeitig zur Verfügung stellen. Für die Planung ist das Land Hessen zuständig. Köhler und Schreiner unterstützen ausdrücklich die Absicht der Hessischen Landesregierung durch gesetzliche Änderungen auf Bundesebene eine deutliche Beschleunigung der Planungszeiten für große Verkehrsinfrastrukturprojekte zu erreichen. "Wir müssen in Berlin und Brüssel das Vorschriftendickicht lichten. Eine Halbierung der viel zu langen Planungszeiten ist ohne Verlust der demokratisch unverzichtbaren Beteiligungsmöglichkeiten denkbar. Es wäre wünschenswert, wenn die neue Schiersteiner Brücke ein Vorzeigeprojekt für rasche Planung werden könnte," sagten die beiden Politiker.








Michael Hackh
Es ist durchaus anerkennenwert, wenn sich Politiker Gedanken machen um eine vermeintlich marode Brücke wie diese.
Jedoch meine ich, das wir Bürger oder besser wir tausende von Arbeitnehmern, die wi r jahrelang durch immerwiederkehrende Bauarbeiten bei dem Weg zur Arbeit behindert wurden und somit bereits einen nicht unwesentlichen Teil unseres Lebens in diesen Staus verbracht haben, ein Recht drauf haben wirklich einmal die Fakten und Tatsachen zusehen, die die Politik jetzt veranlaßt ein 200 Millionen Euro Projekt ins Leben zurufen.
Weiterhin weiß ja ein jeder, daß es voraussichtlich nicht bei 200 Millionen bleiben wird.
Letztlich ist es das Geld des Steuerzahlers und auch weitere endlose Zeit Selbiger in Verkehrstaus, die uns belastet.
Daher fordere ich die zuständigen Politiker auf die bestehenden Gutachten mit zugehörigen Bildmaterial der korrodierten Stahlspannelemente im Internet zu veröffentlichen.
Denn wenn dieser Zustand so bedenklich ist, dann gibt es auch sicher derartige Aufnahmen, auch wenn es sich um Rontgenaufnahmen handelt.
mfG
M. Hackh
am 30.11.2005 geschrieben