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Miteinander der Generationen heute wichtiger denn je
· Wahlkreis Wiesbaden · Demographischer Wandel, Freiwilliges Engagement
Das Nachbarschaftshaus Biebrich ist seit über 40 Jahren Begegnungsstätte für Wiesbadener unterschiedlichen Alters und sozialen Hintergrunds. "Ich freue mich, dass das Haus durch einen gezielten Ausbau seines Angebotes offiziell als Mehrgenerationenhaus anerkannt und vom Bundesfamilienministerium in den nächsten fünf Jahren mit 200.000 Euro gefördert wird", freut sich die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler anlässlich der offiziellen Titelübergabe "Mehrgenerationenhaus" am Mittwoch. "Jetzt hat auch Wiesbaden wie Frankfurt, Mainz, Langen oder Darmstadt ein offizielles Mehrgenerationenhaus."
Nachdem Wiesbaden in der ersten Ausschreibungsrunde 2006 keinen Zuschlag erhalten hatte, informierten Köhler und Dr. Doris Jentsch im Februar 2007 alle in Frage kommenden Wiesbadener Institutionen in einer Veranstaltung über die genauen Anforderungen für ein förderfähiges Mehrgenerationenhaus. Da das Nachbarschaftshaus eine Bewerbung erarbeitete, besuchten Köhler und Ulrich Weinerth, sozialpolitischer Sprecher der CDU Wiesbaden, kurz vor Ende der Bewerbungsfrist das Nachbarschaftshaus und erläuterten erneut die sieben Mindestkriterien für eine Förderung. Außerdem habe Köhler das Bundesfamilienministerium mehrfach auf die überzeugende Bewerbung des Nachbarschaftshauses hingewiesen. Beim zweiten Anlauf habe es dann für Wiesbaden geklappt, so Köhler.
Mehrgenerationenhäuser als zweite Familie
"Mit dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser gibt die Bundesregierung eine Antwort auf die demographischen Herausforderungen unserer Zeit. Die offenen Treffs könnten Aufgaben übernehmen, die früher die Familie innehatte; sie sind nachhaltig geplant und in die Stadtteilplanung eingebunden", sagte Köhler. Insgesamt haben 500 Mehrgenerationenhäuser ihre Arbeit aufgenommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wiesbadener Haus haben es sich zur Aufgabe gemacht, Anlaufstelle für Begegnungen zwischen allen Generationen zu sein. Konkrete Angebote erstrecken sich von Kinderbetreuung bis hin zu Computerkursen. "Diese Form des Miteinanders ist heute wichtiger denn je. Besonders vor dem Hintergrund der steigenden Anonymität in den Städten leisten Mehrgenerationenhäuser als offene Treffpunkte einen wertvollen Beitrag.", erklärt Köhler.
Insgesamt engagieren sich bundesweit Menschen fast jeden Alters in rund 8000 attraktiven Angeboten in Mehrgenerationenhäusern. Damit sind flächendeckend in ganz Deutschland Dienstleistungsdrehscheiben entstanden, die das Miteinander der Generationen intensivieren.







