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Ministerium empfiehlt Temporeduzierung auf B54 // Köhler und CDU für Umsetzung
· Wahlkreis Wiesbaden · Infrastruktur und Verkehr
Mehrere Bewohner des Trommlerwegs haben sich an die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler gewandt, um gegen die aus ihrer Sicht unerträgliche Lärmbelastung durch die stark befahrene B 54 vorzugehen. Köhler bat daraufhin das Hessische Verkehrsministerium zu prüfen, ob die Lärmbelastung der B54/ Aarstraße im Bereich des parallel verlaufenden Trommlerwegs über dem zulässigen Grenzwert liegt und durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung verringert werden kann.
Mit Erfolg: Das Ministerium beauftragte die Stadt Wiesbaden, eine Lärmberechnung durchzuführen. Der Lärmpegel liegt demnach nachts über dem Grenzwert von 60 Dezibel. Das Ministerium empfiehlt daher der Stadt, in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr die zulässige Höchstgeschwindigkeit von derzeit 80 auf 60 Stundenkilometer zu senken. Eine Reduzierung auf 50 Stundenkilometer würde den Lärm nicht spürbar mindern.
Köhler hat daraufhin den zuständigen Dezernenten, Professor Joachim Pös in einem Brief gebeten, die Empfehlung des Verkehrsministeriums umzusetzen, damit die Anwohner des Trommlerwegs und der oberen Aarstraße wieder ruhiger schlafen können.
Die CDU-Rathausfraktion befürwortet ebenfalls die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung. "Wir werden einen entsprechenden Antrag für den Planungs- und Verkehrsausschuss vorbereiten. Darin werden wir den Magistrat auffordern, die Empfehlung des Ministeriums umzusetzen, und die Geschwindigkeit nachts auf 60 Stundenkilometer zu beschränken", sagt Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Seit Jahren macht der zunehmende Verkehr auf der B 54 zwischen Taunusstein und Wiesbaden den Anwohnern der Aarstraße und des Trommlerwegs schwer zu schaffen. Viele sind nach Aussagen der Anwohner, die sich an Köhler wandten, schon weggezogen. Das könne aber keine Lösung sein, so Köhler. Der Verkehr könne kurzfristig nicht verringert werden, denn schließlich sei für Wiesbaden der Pendler- und Wirtschaftsverkehr unverzichtbar. Die Bedingungen sollten aber möglichst erträglich gestaltet werden. Wenn nachts die zulässige Geschwindigkeit an dieser Stelle gesenkt werde, sei das ein wesentlicher Schritt in diese Richtung. Darin sind sich Köhler und Kessler einig.







