Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Mehrgenerationenhaus für Wiesbaden - Bewerbungsfrist endet

· Wahlkreis Wiesbaden

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes fördert in jedem Landkreis und kreisfreien Stadt ein Haus, das generationenübergreifende Angebote macht und allen Altersgruppen einen offenen Treffpunkt bietet. "Private, kirchliche und öffentliche Einrichtungen in Wiesbaden haben noch bis zum 11. Mai die Möglichkeit, sich um die bis zu 200.000 Euro Fördermittel zu bewerben", sagte die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler. Köhler und Ulrich Weinerth, der sozialpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, informierten sich heute über die Arbeit und die Pläne des Nachbarschaftshauses Biebrich, das seit über 40 Jahren Angebote für verschiedene Altersgruppen im Stadtteil anbietet.

Für Köhler und Weinerth ist die demografische Entwicklung in Wiesbaden eines der entscheidenden Themen der Zukunft: In den nächsten vierzig Jahren wird sich die Zahl der über 80-jährigen Menschen voraussichtlich verdreifachen. Viele von ihnen werden kinderlos sein. "In einigen Stadtbezirken sind schon jetzt rund ein Drittel der Bewohner über 60 Jahre alt. Auf der anderen Seite brauchen Familien Kinderbetreuung und Kinder und Jugendliche den Austausch mit älteren Menschen!" sagte Weinerth. Beide Politiker sind sich einig: Mehrgenerationenhäuser mit offenen Treffs könnten Aufgaben übernehmen, die früher die Familie innehatte; sie müssen nachhaltig geplant und in die Stadtteilplanung eingebunden werden.

Mehrgenerationenhäuser müssen sieben Kriterien erfüllen

Das Aktionsprogramm fördert generationenübergreifende Treffpunkte, die sieben Mindestkriterien erfüllen müssen. Dazu zählen generationenübergreifende Angebote für alle Altersstufen, Kinderbetreuung, gleichberechtigte Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen, Einbeziehung der lokalen Wirtschaft und eine offene Cafeteria. Einrichtungen, die z. B. Angebote für Migranten haben oder Kooperationen mit Kultur- und Bildungseinrichtungen vor Ort eingehen, verbesserten darüber hinaus ihre Bewerbungschancen, so Köhler. Der Kriterienkatalog fasse zusammen, was heute als wichtige soziale Angebote angesehen würden. Er könne daher auch zur Kontrolle der eigenen Arbeit dienen, betonte Weinerth. Generationenübergreifende Wohnprojekte können sich bewerben, wenn sie zusätzlich die oben genannten Kriterien erfüllen. Baumaßnahmen werden nicht gefördert. Nähere Infos unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

Nachbarschaftshaus bietet breites Angebot in Biebrich

"Das Nachbarschaftshaus Biebrich spricht seit 40 Jahren verschiedene Generationen an und versucht Alt und Jung zusammen zu bringen", erklärte Karin Müller, Leiterin des Hauses. Das Angebot reiche von der Kinderbetreuung über Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche bis hin zum Seniorentreff. Das neueste Projekt seien die "Stadtteilmütter". Dabei werden erfahrene Mütter geschult, um "Brennpunkt-Familien" zu helfen, Alltagsprobleme zu lösen. Ziel sei es, Familien aus der sozialen Isolation zu holen, Alltagskompetenz zu vermitteln, Hilfsangebote im Stadtteil zu erschließen und Kinder vor Verwahrlosung zu schützen. Das Projekt Parkfeld hilft daneben älteren Menschen möglichst lange eigenständig in Biebrich zu leben.

Köhler und Weinerth waren beeindruckt von dem breiten Angebot, der fachlichen Kompetenz und der Vernetzung des Nachbarschaftshauses in Biebrich.

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