Dr. Kristina Schröder

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Kristina Schröder: Priorität künftig für Familie und Abgeordnetenmandat

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Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

bei der Wahlparty der CDU hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder soeben nach ihrem Dank für ihre Wiederwahl zur Wiesbadener Bundestagsabgeordneten folgendes erklärt:

Liebe Parteifreunde, ich möchte heute Abend aber auch ein privates Wort an Sie richten. Ich habe mich entschieden, für das nächste Kabinett nicht wieder als Ministerin zur Verfügung zu stehen.

Diese Entscheidung steht für mich schon lange fest. Angela Merkel, unsere Bundeskanzlerin, habe ich schon zu Beginn dieses Jahres darüber informiert.

Den Grund für meine Entscheidung können sich viele von Ihnen, die mich schon lange und gut kennen, sicher denken: Ich möchte zukünftig mehr Zeit für meine Familie haben, vor allem für meine Tochter Lotte.

In den letzten vier Jahren habe ich mein Bundestagsmandat und gleichzeitig mein Ministeramt ausgeübt. Beide Aufgaben stellen schon für sich genommen hohe zeitliche Ansprüche. Zusammen lassen sie wenig Zeit für die Familie übrig. Es gab viele Situationen, in denen ich schöne Momente im Leben meiner Tochter verpasst habe.

Natürlich ist mir klar, dass manche jetzt sagen werden: Eine Familien- und Frauenministerin, die für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in Führungspositionen kämpft, dürfe nicht aus familiären Gründen auf ein mögliches künftiges Amt im Kabinett verzichten.

Aber ist das der springende Punkt? Ob ich es politisch darf? Oder ist nicht vielmehr entscheidend, was ich persönlich will?

Ich habe als Familien- und Frauenministerin immer für Wahlfreiheit gekämpft.

- Dafür, dass Frauen selbst entscheiden können, wie sie leben wollen und sich nicht von anderen vorschreiben lassen müssen, wie sie zu leben haben.
- Dafür, dass wir unterschiedliche Formen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich machen, statt nur einen angeblich richtigen Weg zu propagieren.
- Dafür, dass es möglich ist, in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedliche Prioritäten selbst zu setzen.

Wahlfreiheit heißt,

nach persönlichen Prioritäten entscheiden zu können.

Und deswegen bedeutet mein Schritt auch nicht, dass ein Ministeramt prinzipiell nicht mit einer Familiengründung vereinbar ist. Ich habe das ja in den letzten Jahren selbst hinbekommen, zusammen mit meinem Mann.

Sondern mein Schritt heißt nur, dass die persönlichen Prioritäten, die ich in der kommenden Zeit setzen möchte, nicht mit beiden Ämtern zufriedenstellend in Einklang zu bringen sind.

Meine Prioritäten gelten künftig: Einmal meiner Familie, besonders meiner Tochter, und zum anderen meinem Abgeordnetenmandat, das ich heute dank Ihrer Unterstützung wieder gewonnen habe.

Sie haben ja sicher mitbekommen, dass es in den letzten Monaten auch immer wieder Spekulationen in den Zeitungen über meine persönliche Zukunft gab. Ich war da natürlich in einem Dilemma: Dementieren konnte ich das nicht. Klar war aber auch, dass Menschen, mit denen ich nie ein Wort darüber gesprochen habe, dieses Gerücht gestreut haben, um mir zu schaden.

Aus diesem Dilemma gab es für mich bis heute keinen Ausweg, weil ich es als meine Pflicht verstanden habe, mein Amt mit voller Autorität bis zum Wahltag zu führen.

Mein Wunsch war, Euch und Ihnen, meiner CDU Wiesbaden, diesen Entschluss am Wahlabend als erstes offiziell mitzuteilen.

- Sie haben für mich im Wahlkampf gekämpft,
- Sie haben auch in den letzten Jahren für meine Politik gestritten,
- viele von Ihnen kenne ich seit meiner Anfangszeit in der Jungen Union.

Es ist mir eine Ehre und ich bin froh, Sie und die Wiesbadener weiter als direkt gewählte Abgeordnete im Deutschen Bundestag vertreten zu dürfen.

Da haben wir noch viel gemeinsam vor, und ich freue mich auf die nächsten vier Jahre!

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