Dr. Kristina Schröder

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Schröder vermittelt Bundesförderung für Hörbuchprojekt der Paul-Lazarus-Stiftung Wiesbaden

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"Es gibt immer weniger Zeitzeugen des Holocausts. Umso wichtiger ist es, ihre Erinnerungen zu erhalten und zu vermitteln", sagte Schröder. Daher habe sich Schröder nachdrücklich beim Bund für die Förderung der Hörbücher "Edition Zeugen einer Zeit" mit Überlebenden des Holocausts eingesetzt. Die Hörbücher sind eines der wichtigsten Projekte der Wiesbadener Paul-Lazarus-Stiftung, die sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Zu dem Empfang waren Kristina Schröder als Gastrednerin sowie Politiker und Unterstützer aus der Landeshauptstadt eingeladen.

"Zu meinen wichtigsten Erlebnissen gehört das Gespräch mit einer Überlebenden des Konzentrationslagers Ravensbrück. Während einer Klassenfahrt nach Berlin hatten wir die Gelegenheit, die Lebensgeschichte dieser Dame hautnah kennen zu lernen", sagte Kristina Schröder. Besonders beeindruckt sei sie von ihrer Lebensfreude gewesen. Als die Paul-Lazarus-Stiftung sie um Unterstützung für ihr Hörbuchprojekt gebeten habe, sei Schröder gleich aktiv geworden. Sie habe den Kontakt zum Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hergestellt, der für einen Zeitraum von drei Jahren 50.000 Euro für die Interviews und die Produktion der Hörbücher bereitgestellt habe.

"Uns war es wichtig, Hörbücher als Zeitzeugnisse herzustellen, da die Stimme des Erzählenden uns seine Geschichte und seine Lebensfreude erst richtig vermitteln kann", sagte Prof. Karlheinz Schneider, Treuhänder der Paul-Lazarus-Stiftung. Der Stiftung sei es wichtig, zu vermitteln, was die Betroffenen in ihrer Kindheit geprägt habe, wie sie den Holocaust erlebt und überlebt haben, und wie ihr weiterer Lebensweg war. Das Zeugnis der Betroffenen sollte nicht nur auf die zwölf Jahre des Holocausts beschränkt werden. Mit der Förderung des Bundes könnten nun acht bis zehn Hörbücher erstellt werden, wofür die Stiftung dem Bund und der Unterstützung von Kristina Schröder sehr danke, so Schneider.

Insgesamt liegen mittlerweile fünf Hörbücher vor, ein sechstes sei in Produktion und weiteres Rohmaterial werde gerade bearbeitet, schilderte Schneider. Die Hörbücher seien für 15 bis 18 Euro im Buchhandel oder bei der Stiftung erhältlich.

Zur Paul-Lazarus-Stiftung in Wiesbaden

Die Paul-Lazarus-Stiftung wurde im Jahr 2010 gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das vielfältige und interessante jüdische Leben in Wiesbaden, das seit dem 16. Jahrhundert besteht, zu erforschen. Dafür macht sie den riesigen Fundus an Dokumenten zum Wiesbadener Judentum für interessierte Laien und Wissenschaftler zugänglich. Die Dokumente wurden in der zwanzigjährigen Tätigkeit des Aktiven Museums Spiegelgasse zusammengetragen. Neben den Hörbüchern arbeitet die Stiftung daher an einer Datenbank, die Bilder und Dokumente erfasst und zugänglich macht, sowie an einer genealogischen Datenbank, die die Lebenswege jüdischer Personen und Familien im Raum Wiesbaden erfasst.

Die Jugendarbeit ist ein weiterer Schwerpunkt der Stiftung und des Aktiven Museums Spiegelgasse. Daher gibt es einen eigenen Jugendbildungsreferenten, der mit Wiesbadener Schülern und Lehrern zahlreiche Projekte umsetzt. Schwerpunkt ist dabei, den Jugendlichen ein Gefühl für die deutsche Geschichte zu vermitteln sowie einen lokalen und einen persönlichen Bezug herzustellen.

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