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Kristina Köhler bringt Väter ins neue CDU-Grundsatzprogramm
"Noch im letzten CDU-Grundsatzprogramm von 1994 war zwischen den Zeilen lesbar, dass Kinder am besten zuhause bei der Mutter und Hausfrau aufgehoben seien. In ihrem neuen Programm fällt die CDU erstmals kein Werturteil mehr, wie Eltern die Betreuung ihrer Kinder am besten zu organisieren haben." sagt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler, die als Mitglied der CDU-Grundsatzprogrammkommission zum Thema Familie diese Entwicklung mit beeinflusst hat. Die CDU habe in den letzten Jahren hart um ein neues Familienbild gerungen. So konnte die junge Politikerin in dem langen Entwicklungsprozess des neuen Programms eigene Formulierungen durchsetzen, die die neue Rolle der Väter betreffen. Auch in ihrem Spezialgebiet Islamismus konnte sie Akzente setzen, wie die Warnung vor dem Einfluss des politischen Islamismus und vor der Gewalt des terroristischen Islamismus.
Erziehende Väter sind keine "Schluffis"
In der Gesellschaft wurden Väter, die zuhause die Kindererziehung übernehmen, während die Mütter arbeiten gehen, oft belächelt. Im neuen Programm erhalten sie die gleiche Anerkennung wie Mütter, so Köhler, die hierzu folgende Sätze formuliert und in die Kommission eingebracht hat:
"Familie und Beruf zu vereinbaren, darf nicht allein als Aufgabe von Frauen wahrgenommen werden. Väter, die die Erziehung ihrer Kinder übernehmen, müssen die gleiche gesellschaftliche Anerkennung erhalten wie Mütter. Partnerschaftliche Aufteilung von Erziehungsarbeit erfüllt das Bedürfnis des Kindes nach Mutter und Vater und kann ein Schlüssel zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein."
Die Politik müsse, wo es geht, die Rahmenbedingungen für Familien und berufstätige Eltern verbessern. Dann liege es an jedem Einzelnen, diese Chancen wahrzunehmen, so Köhler.
Radikaler Islamismus als Gefahr anerkennen
Weiterhin stammt aus der Feder Köhlers die Warnung vor radikalen Muslimen, die das islamische Recht der Scharia über unsere demokratische Verfassung stellen:
"Der politische Islamismus und der terroristische Islamismus, die jeweils ihre radikale Interpretation des Islam über unsere Verfassung stellen, sind eine besondere Gefahr für die Menschen in Deutschland, auch für die verfassungstreue Mehrheit unter den Muslimen. Wir werden den gesellschaftlichen Zusammenhalt aller Demokraten über die Religionsgrenzen hinweg aktiv fördern und zugleich den gewaltbereiten Fundamentalismus konsequent bekämpfen."
CDU-Wiesbaden diskutiert Grundsatzprogramm
Das neue Grundsatzprogramm ist das dritte in der Geschichte der CDU. Eine 69-köpfige Kommission aus Vertretern der Landes- und Bundes-CDU, zu denen auch Kristina Köhler gehörte, hat eineinhalb Jahre das Konzept erarbeitet, Schwerpunkte gesetzt und an Formulierungen gefeilt. Der Entwurf wird auch den Wiesbadener Parteimitgliedern und Interessierten vorgestellt und diskutiert, bevor er auf dem Bundesparteitag Ende des Jahres verabschiedet werden soll.
Köhler und Horst Klee, Vorsitzender der CDU Wiesbaden, laden daher am 31. August um 19 Uhr alle CDU-Mitglieder in das Bürgerhaus Kastel, Zehnthofstraße 41 ein, um mit ihnen umstrittene Aussagen des Grundsatzprogramms zu diskutieren.







