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Kristina Köhler besucht die Wiesbadener Bildungseinrichtung FRESKO
Nicht zum Sozialfall zu werden, sondern sein Leben selbst bestimmt zu führen, ist für allein erziehende junge Mütter ohne Schulabschluss oder Ausbildung eine große Herausforderung, weil sie auf dem Arbeitsmarkt fast keine Chance haben. Die Kinderbetreuung, persönliche und psycho-soziale Probleme, Alltagsbewältigung und Berufsorientierung überfordern viele. Auch Schulabbrecher oder Migranten mit mangelnden Deutschkenntnissen brauchen Sprach- oder Stützunterricht und besondere Betreuung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bzw. während der Ausbildung.
Kristina Köhler und Ulrich Weinerth, der sozialpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, besuchten am 6. Dezember 2006 FRESKO e. V., eine einzigartige Einrichtung der Jugendberufshilfe in Wiesbaden. Der Verein leistet seit 20 Jahren jungen Menschen bis 27 Jahren mit schlechten Arbeitsmarktchancen umfassende Unterstützung. Dazu gehören neben den genannten Aufgaben auch die psycho-soziale Betreuung, Hilfe und Beratung in Alltagsfragen oder bei der Organisation der Kinderbetreuung. "Viele Mütter stehen zwischen allen Stühlen: Bleiben sie zu Hause, müssen sie sich Vorwürfe anhören, sie seien faul und lägen dem Staat auf der Tasche. Machen sie eine Ausbildung, lauten die Vorwürfe, sie kümmerten sich nicht um ihr Kind. Mit Problemen werden sie meist alleine gelassen", sagte Alexandra Ahr, Projektleiterin Jamba, einem Projekt für Teilzeitausbildung junger allein erziehender Mütter.

Kristina Köhler bewunderte, dass die Mitarbeiter neben der umfangreichen Projektarbeit Ansprechpartner für alle Fragen der Teilnehmer seien. "Wir sind für alle Fragen offen, die unsere Teilnehmer betreffen, denn wir wollen Hindernisse ausräumen, die die Aus- oder Weiterbildung gefährden könnten", erklärte Ahr. Ulrich Weinerth, der als Kreisgeschäftsführer der CDU Wiesbaden eine aktuelle und eine ehemalige Teilnehmerin von Jamba beschäftigt, bestätigte, dass FRESKO für Viele die berufliche Heimat darstellt. Ein Vertrauensverhältnis und gute persönliche Beziehungen seien gerade für diese Frauen wichtig.

Der politisch und konfessionell unabhängige Verein ist ein anerkannter Träger der Jugendberufshilfe für Wiesbadener und zum Teil Teilnehmer aus dem Rheingau-Taunus-Kreis. Der Verein finanziert seine vielen Projekte und die 20 fest angestellten Mitarbeiter sowie die Honorarkräfte über Projektarbeit aus Mitteln der Europäischen Union, des Landes Hessen, der Stadt Wiesbaden und der Agentur für Arbeit.
Ein weiteres Arbeitsgebiet von FRESKO ist die Präventionsarbeit für Schüler, die drohen, durch das "Leistungsraster" in Schule und Ausbildung zu fallen. Dazu gehören Assessment Center in Hauptschulen oder das Schülercafé FRESKO an der Kerschensteiner Schule. Mehr Infos unter www.fresko.org







