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Kristina Köhler beim Statistischen Bundesamt Wiesbaden
· Wahlkreis Wiesbaden · Demographischer Wandel, Sichere Zukunft von Bundesbehörden
Die Daten zur Bevölkerungszahl in Deutschland sind völlig veraltet, sie basieren immer noch auf der letzten Volkszählung im Jahr 1987 . Genaue Bevölkerungszahlen sind aber für eine Vielzahl von Bereichen von zentraler Bedeutung: Zum Beispiel für den Finanzausgleich zwischen den Bundesländern, die Einteilung der Bundestagswahlkreise anhand der Einwohnerzahlen, aber auch für die Planung neuer Schulen, Krankenhäuser oder Senioreneinrichtungen. Fehlen verlässliche Bevölkerungszahlen, kann es zu Fehlentscheidungen kommen.
2011 soll ein registergestützter Zensus erhoben werden, der aktuelle Informationen liefern soll über die Einwohnerzahl in Deutschland, aber z. B. auch über Staatsbürgerschaft, Beruf und andere wichtige Lebensumstände der Deutschen . Kristina Köhler, die Berichterstatterin der CDU /CSU u. a. für Statistik ist, informierte sich bei einem Besuch im Statistischen Bundesamt (destatis) über den Sachstand der Zensus- und Mikrozensuserhebung sowie die Sanierung der Behördengebäude. Anschließend besprach Köhler auch mit dem Personalrat wichtige Anliegen.

"Wir freuen uns über Ihren schon traditionellen Besuch im Statistischen Bundesamt, weil wir Promotoren für das Thema Datenerhebung brauchen", begrüßte Roderich Egeler, Präsident der Behörde, Kristina Köhler bei deren Besuch. Die Soziologin Köhler freute sich darüber besonders, denn sie sieht sich schon "von Haus aus" als Anwältin der Statistik.
Dr. Sabine Bechtold, Leiterin der Abteilung Bevölkerung, Bildung, Staat, schätzt, dass durch den Zensus die Bevölkerungszahl in Deutschland um ca. 1,3 Millionen Menschen nach unten korrigiert werden müsse. Sie mahnte aber an, dass der Zensus in Deutschland nur dann rechtzeitig erhoben werden könne, wenn das entsprechende Gesetz rechtzeitig bis zum Sommer verabschiedet würde.
Ein besonderes Anliegen war für Frau Köhler auch der Mikrozensus, eine repräsentative Erhebung, bei der im Gegensatz zur Volkszählung nur ein Prozent der Haushalte befragt werden . Der Mikrozensus dient dazu, die im Rahmen von umfassenden Volkszählungen erhobenen Daten in kurzen Zeitabständen mit überschaubarem organisatorischem Aufwand zu überprüfen, gegebenenfalls zu korrigieren und weitere Merkmale abgefragt werden. Krsitina Köhler hatte im vergangenen Jahr eine Gesetzesänderung durchgesetzt, nach der im Mikrozensus nun endlich auch die Zahl der Kinder, die eine Frau geboren hat, abgefragt wird. Bisher wurde diese für die Demographie entscheidende Zahl geschätzt.







