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Köhler für Erhaltung ICE-Anbindung Wiesbadens
Die Bahn soll endlich mit offenen Karten spielen, ob sie Wiesbaden als ICE-Bahnhof langfristig erhalten oder schrittweise von den ICE-Direktverbindungen abkoppeln will, fordert die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler, nachdem bekannt wurde, dass die Deutsche Bahn AG ab dem nächsten Fahrplanwechsel zwei weitere ICE-Verbindungen von und nach Wiesbaden streichen will. Es sei unerträglich jedes halbe Jahr erneut um weitere ICE-Verbindung mit der Bahn zu streiten. Sie unterstützt damit den Wiesbadener Oberbürgermeister Hildebrand Diehl, der die Bahn aufforderte erst nach der zugesagten Überprüfung der Entwicklung der Passagierzahlen über weitere ICE-Streichungen von und nach Wiesbaden zu entscheiden.
Wiesbaden habe viel in die Infrastruktur, in Veranstaltungshäuser, Stadtteile und Innenstadt investiert, um als Wohnort, Wirtschafts- und Messestandort attraktiv zu bleiben. Dazu gehöre unverzichtbar eine direkte Anbindung an das ICE-Netz der Bahn. Köhler akzeptiert es nicht, dass die Hessische Landeshauptstadt zunehmend abgeschrieben werde zugunsten Frankfurts und Mainz. Für Berufspendler, Messegäste und andere Reisende von und nach Wiesbaden sei es kein ausreichender Ersatz, dass sie fast nur noch über Mainz und den Frankfurter Flughafen an das Schnellzugnetz angebunden seien. "Das bedeute häufige Verspätungen, Verpassen der Anschlusszüge und Wartezeiten", so Köhler.
Zudem dürfe die erst vor wenigen Jahren eröffnete, millionenschwere ICE-Anbindung Wiesbadens nicht zunehmend brachliegen. "Das sei eine Verschwendung öffentlicher Gelder", sagte Köhler.







