Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Kindergeldkürzung bei nachlässiger Vorsorge

· Wahlkreis Wiesbaden · Kinder- und Jugendschutz

Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung in Wiesbaden sind alarmierend: Jedes 10. Kind ist übergewichtig, davon rund 5 Prozent fettsüchtig. Migrantenkinder leiden fast doppelt so häufig unter Übergewicht wie deutsche Kinder. Fast jedes sechste Kind hat Wahrnehmungsstörungen - auch hier sind besonders Migrantenkinder betroffen. "Übergewicht bei Vorschul- und Schulkindern ist kein Babyspeck, der sich verwächst, sondern Risikofaktor für Übergewicht im Erwachsenenalter und für Folgekrankheiten wie Arterienverkalkung", urteilt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler (CDU). Die vorgelegte Untersuchung hat gezeigt, dass etwa jedes dritte Kind nicht an allen kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen teilnimmt. Gerade die Untersuchungen ab dem 5. Lebensjahr zeigten Entwicklungsstörungen der Kinder, die ihre gesamte Schulleistung beeinträchtigen könnten. Was zu diesem Zeitpunkt erkannt würde, könne oft noch rechtzeitig vor dem Schulstart behandelt werden, meint Rose-Lore Scholz, schulpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion und selbst Lehrerin.

Köhler und Scholz unterstützen daher den Vorschlag des familienpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Johannes Singhammer, Kindergeld nur voll zu zahlen, wenn die Eltern alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen der Kinder durchführen lassen. "Auf Eltern, die aus Nachlässigkeit die Untersuchungen nicht wahrnehmen, kann eine drohende Kürzung des Kindergeldes als Anreiz dienen, mit den Kindern zum Arzt zu gehen", so Köhler. Es habe sich gezeigt, dass Appelle alleine nicht genügen.

Vor dem Hintergrund, dass jedes dritte Migrantenkind unzureichend Deutsch spricht und sogar jedes vierte Probleme mit der deutschen Grammatik hat, unterstützen die beiden Politikerinnen auch den Vorschlag, dass sich Schulen und am besten auch Kindergärten freiwillig dazu verpflichten, dass während des gesamten Schul- und Kindergartentages deutsch gesprochen wird. Immer noch besucht jedes sechste Migrantenkind den Kindergarten nicht ab dem dritten Lebensjahr. Bei den Vorsorgeuntersuchungen könnten Ärzte auch darauf drängen, dass Eltern ihre Kinder regelmäßig in den Kindergarten bringen – zum Wohl der sprachlichen und sozialen Entwicklung Kinder, so Köhler und Scholz.

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