Dr. Kristina Schröder

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Karstadt Wiesbaden wirbt für Staatsbürgschaft für Arcandor // Kristina Köhler spricht mit Betriebsrat und Geschäftsführung

· Wahlkreis Wiesbaden · Wirtschaftsstandort Wiesbaden

Der Betriebsrat und die Geschäftsführung der Wiesbadener Karstadt-Filiale baten Kristina Köhler um ein Gespräch. Sie wollten die Folgen einer möglichen Insolvenz aufgrund verweigerter Bankkredite für die Wiesbadener Filiale und die Mitarbeiter sowie ihr eigenes Engagement für den Erhalt des Unternehmens darlegen. Kristina Köhler und Petermartin Oschmann, CDU-Rathausfraktion, würdigten die attraktive, neue Filiale und deren Anziehungskraft für die gesamte Innenstadt Wiesbadens sowie das Engagement der "Karstädter" für das soziale Leben in der Stadt. Köhler sagte zu, daß der Antrag von Karstadt sorgfältig geprüft wird. Allerdings müssten für Arcandor die selben Maßstäbe gelten, wie für jedes mittelständische Unternehmen.

Alle 200 Mitarbeiter hatten den Aufruf des Betriebsrates der Wiesbadener Karstadt-Filiale unterzeichnet. Damit wandte sich der Betriebsrat an Kristina Köhler mit der Bitte, ihr persönlich die Hintergründe und möglichen Folgen einer drohenden Insolvenz für die Filiale und die Stadt Wiesbaden aufzuzeigen. Köhler erklärte die strengen Kriterien der Bundesregierung, nach denen Anträge für Staatsbürgschaften geprüft würden. Sie seien unverzichtbar und würden immer die Basis für die Entscheidung darstellen, egal wie groß das Unternehmen sei.

Der Geschäftsführer, Eckhard Schröder, betonte, dass die Karstadt Warenhäuser sehr gute wirtschaftliche Ergebnisse hätten, und die derzeitige Finanzklemme daher nicht die Folge mangelnden Umsatzes sei. Hauptursache sei die starke Zurückhaltung und verschärften Kriterien der Banken bei der Vergabe von Krediten. Die Kredite würden aber für das operative Geschäft benötigt, da ohne sie keine Waren eingekauft werden könnten. Er und der Betriebsrat waren überzeugt davon, dass vor der Finanzkrise die Banken die Kredite gewährt hätten.

Oschmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion, fragte, inwiefern die Eigentümer ihrer Verpflichtung nach Kapitalerhöhung nachkämen oder Erlöse durch Unternehmensverkäufe erzielt werden könnten. Neu war für beide Politiker in diesem Zusammenhang, dass sowohl Geschäftsführung als auch Mitarbeiter auf einen beachtlichen Teil ihres Jahreseinkommens zugunsten des Unternehmens verzichten. Beide wissen, wie wichtig Karstadt mit seiner neuen, attraktiven Filiale für das Leben und die Attraktivität der gesamten Fußgängerzone in Wiesbaden ist. Köhler sieht auch keinen Grund, warum das Geschäftsmodell des gut sortierten Warenhauses überholt sein solle. Es sei sehr angenehm, in einem Haus viele verschiedene Waren guter Qualität kaufen zu können. Das sei eine gute Ergänzung zum Fachhandel in der Umgebung.

Köhler versprach, sie werde sich in Berlin dafür einsetzen, dass der Arcandor-Antrag sachlich und vorurteilsfrei geprüft würde. Die neuen Argumente des Gespräches wolle sie dabei zur Sprache bringen.

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