Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Fairer Lohn ist Wettbewerbsvorteil // Kristina Schröder ruft Wiesbadener Firmen zum Mitmachen auf

· Wahlkreis Wiesbaden · Wirtschaftsstandort Wiesbaden, Gleiche Chancen für Frauen und Männer

Frauen und Männer haben in Deutschland häufig ein unterschiedliches Gehaltsniveau. Frauen steigen häufiger und länger als Männer aus dem Beruf aus oder arbeiten Teilzeit, um Verantwortung für die Familie zu übernehmen. Die Folge: Während Männer im Alter 30 plus beim Gehalt noch einmal richtig zulegen, stagniert das Einkommen bei gleichaltrigen Frauen - auch dann noch, wenn die Frauen wieder in ihren Beruf zurückgekehrt sind. "Das muss sich ändern!", sagte die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder. "Wenn wir den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken wollen, dürfen wir nicht zulassen, dass Menschen, die Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige übernehmen, das auch im Nachhinein mit geringerem Gehalt und schlechterer beruflicher Entwicklung 'bezahlen'." Frauen seien heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Unternehmen könnten es sich im Wettbewerb um Fachkräfte nicht leisten, dieses Potential brach liegen zu lassen, so Schröder. Faires Entgelt und gleiche Aufstiegschancen für Frauen und Männer bedeuteten einen klaren Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen.

Das Bundesfamilienministerium bietet daher Arbeitgebern eine kostenlose Software an, mit der sie schnell und anonym die individuelle Entgeltstruktur im Betrieb analysieren können. Die Software Logib-D ("Lohngleichheit im Betrieb - Deutschland") ermittelt den durchschnittlichen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen und bereinigt ihn um Einflussfaktoren wie Ausbildung, Betriebszugehörigkeit oder Berufserfahrung. So kann ein Betrieb den Einfluss des Geschlechts auf das Gehalt unter sonst gleichen Bedingungen feststellen. Danach wird geprüft, ob es sich um einen Zufall oder einen systematischen Effekt handelt, der statistisch signifikant ist. Die Unternehmen erhalten so Klarheit und eine Basis für eine gerechte Lohnstruktur.

Zusätzlich können sich 200 Unternehmen für ein umfangreiches Beratungspaket bewerben. Es umfasst eine detaillierte Auswertung der ermittelten Daten sowie eine Unternehmensberatung zur Verbesserung der Entgeltstruktur. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2010.

"Im Rhein-Main-Gebiet ist die Konkurrenz um Fachkräfte besonders hoch. Wiesbadener Unternehmer sollten sich rechtzeitig Vorteile verschaffen", so Schröder. Sie ruft daher alle Wiesbadener Unternehmer - auch mittelständische - dazu auf, Logib-D auszuprobieren und sich mit ihrem Unternehmen für ein Beratungspaket zu bewerben.

Kostenloser Download der Software und Infos zum Beratungspaket unter www.logib-d.de