Dr. Kristina Schröder

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Faire Chance für jedes Kind // Kristina Schröder stellt Leitantrag der Bundes-CDU vor und wirbt für kommunale Lösungen

· Wahlkreis Wiesbaden · ·

In Wiesbaden leben rund 10.000 Kinder mit ihren Familien von Sozialleistungen und gelten als arm oder von Armut bedroht. Das hat der aktuelle Sozialbericht der Stadt ergeben. "Aber nicht die materielle Armut, sondern die Bildungsarmut ist die schlimmste Form der Kinderarmut", sagte Dr. Kristina Schröder, CDU-Bundestagsabgeordnete und Bundesfamilienministerin, in ihrer Rede auf dem Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe. Sie stellte dort den Leitantrag des CDU-Bundesvorstands "Faire Chancen - Für jedes Kind" vor. Fast immer habe Kinderarmut ihre Ursache in den mangelnden Chancen und Perspektiven der Eltern, so Schröder. Das gilt auch für Wiesbaden, wo Kinderarmut vor allem bildungsferne Schichten, kinderreiche Familien und Alleinerziehende betrifft.

Für Schröder ist nicht der Staat, sondern die Familie der wichtigste Motor für faire Chancen im Leben der Kinder. Der Leitantrag, der unter Vorsitz von Kristina Schröder und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe von einer Kommission erarbeitet wurde, stellt daher klare Forderungen: Durch ein Maßnahmenpaket in den Bereichen Elternverantwortung, Bildung, ehrenamtliches Engagement und Integration sollen Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe für jedes Kind verbessert werden.

Eltern zur Verantwortung befähigen

"Eltern sind hauptverantwortlich für die Erziehung und Bildung der Kinder. Damit auch benachteiligte Familien diese Aufgabe erfüllen können, müssen wir sie stärken. Zum Beispiel durch ein Anreizsystem, das Eltern motiviert, Hilfen in Anspruch zu nehmen", sagte Schröder im Anschluss an ihre Rede. In Wiesbaden gäbe es schon erfolgreich arbeitende Familienhebammen, die sehr junge, überforderte Familien unterstützen. Schröder unterstützt den Ausbau dieser kommunalen Hilfen zur Selbsthilfe, denn die Kommunen wüssten am ehesten, wie effektive Lösungen vor Ort aussehen sollten.

Schröder befürwortet auch den Ausbau von Kindertagesstätten zu Familienzentren, wo sich Eltern unkompliziert und wohnortnah Rat in Erziehungsfragen holen können, sowie die Vernetzung von Maßnahmen der frühen Hilfe gegen Kindesvernachlässigung. Auch langfristige Partner, die Familien begleiten, aber auch deren Verantwortung einfordern, sind sinnvoll.

Im Bereich Bildung sieht der Antrag vor, die frühe Sprachförderung bei Kindern voranzutreiben sowie verstärkt lokale Bündnisse für Bildung zu etablieren, damit Bildungsinhalte verschiedener Bildungseinrichtungen aufeinander abgestimmt werden, und der Übergang von der Kita bis zur weiterführenden Schule möglichst reibungslos verläuft. Zudem begrüßt Schröder die geplante Initiative "Stoppt den Schulabbruch".

Vereine als Orte der Bildung und Integration stärken

Kinder aus unteren sozialen Schichten und Kinder aus Zuwandererfamilien sind im Vergleich zu anderen Gruppen unterdurchschnittlich in Vereinen aktiv. Dabei fördere Sport oder Musik im Verein nicht nur die Entwicklung der Kinder, so Schröder. Die Kinder seien auch Teil einer Gemeinschaft und würden erfahren, wie wertvoll es ist, sich für andere zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.

Schröder unterstützt daher die geplante Kampagne der Bundes-CDU zugunsten von Vereinen. Dabei sollen Maßnahmen forciert werden, die bedürftigen Kindern Mitgliedschaften in Vereinen ermöglichen. „In Wiesbaden können Bürger durch die Aktion Mittelpunkt bedürftigen Kindern eine Mitgliedschaft in Sportvereinen ermöglichen. Verschiedene Vereine übernehmen auch Mitgliedsbeiträge für sozial schwache Kinder oder suchen Sponsoren vor Ort. Diese kommunalen Lösungen wollen wir unterstützen“, sagte Schröder. Außerdem sollen Kooperationen zwischen örtlichen Vereinen und Schulen gefördert werden. Hierfür seien der Sportverein und die Grundschule in Erbenheim ein gutes Beispiel, sagte Schröder.

Mit dem Maßnahmenpaket der CDU wird es Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern leichter, sich aus dem Teufelskreis aus Bildungsarmut und materieller Armut zu lösen, so Schröder.

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