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Deutsch auch auf Wiesbadens Schulhöfen!
· Wahlkreis Wiesbaden · Integration von Migranten
Die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und innenpolitische Berichterstatterin für Integration der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kristina Köhler, hält freiwillige Selbstverpflichtungen mit dem Ziel, auch auf Wiesbadens Schulhöfen nur noch Deutsch zu sprechen, für sinnvoll. Sie forderte Lehrer, Eltern und Schüler auf, an ihren Schulen gemeinsam über ein solches Projekt, wie es zurzeit erfolgreich an einer Berliner Realschule stattfindet, zu beraten.
Köhler betonte, dass die Situation in Wiesbaden natürlich nicht mit der in Berlin zu vergleichen sei. "Aber auch in Wiesbaden gibt es einige Schulen, in denen bereits mehr Kinder mit Migrationshintergrund sind als deutsche Kinder." Vor allem an den Wiesbadener Grundschulen sei dies inzwischen keine Ausnahme mehr. Dies sei insofern problematisch, da die Kinder zu Hause mit ihren Eltern oftmals nur in der Heimatsprache miteinander reden, und die Schule für viele die einzige Chance sei, Deutsch zu sprechen. Aber auch an den Haupt- und Realschulen in Wiesbaden sehe die Lage nicht viel anders aus.
"Dabei ist doch eines klar", so Köhler, "ohne hinreichende Deutschkenntnisse haben die jungen Wiesbadener später keine Chance auf eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland." Sie nannte es deshalb "schlichtweg unfair", so zu tun, als könnten die Kinder ausländischer Eltern mit der Sprache ihrer Vorfahren - die sie in der Regel auch nur rudimentär beherrschen - in der Bildungs- und Arbeitswelt in Deutschland bestehen. Damit wandte sie sich auch gegen die Kritik aus den Reihen der GRÜNEN und der LINKSPARTEI, die erneut von "Diskriminierung" sprachen: "Es ist nicht diskriminierend, die deutsche Sprache im Alltag junger Migranten stärker zu verankern und damit ihre Integration zu fördern," stellte Köhler klar. "Sondern es ist diskriminierend, diese jungen Menschen anzulügen und ihnen ihre Zukunft zu verbauen, nur um die eigene veraltete Multi-Kulti-Ideologie nicht hinterfragen zu müssen." Unfair sei es aber auch gegenüber den Kindern deutscher Eltern, die an Schulen mit hohem Migrantenanteil selbst große Probleme hätten, zumal das Gesamtniveau der Klassen natürlich auch vom Sprachniveau abhängig sei. "Solch eine freiwillige Selbstverpflichtung brächte damit auch für die deutschen Kinder Vorteile mit sich. Zudem werden Vorurteile und Misstrauen abgebaut, wenn man versteht, was die anderen miteinander reden."
Köhler appellierte deshalb direkt an die Eltern der Jugendlichen: "Regen Sie in Ihrer Schule an, dass eine freiwillige Vereinbarung nach dem Berliner Vorbild eingeführt wird! Niemand verlangt von Ihnen, Ihre Wurzeln zu vergessen. Aber Ihre Kinder leben in Deutschland und werden in Deutschland bleiben. Geben Sie Ihren Kindern eine Zukunft!"







