Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Demografischer Wandel birgt auch Chancen // Kristina Schröder diskutiert mit Senioren-Union Wiesbaden über Familienpolitik

· Wahlkreis Wiesbaden · Demographischer Wandel

Die Themenpalette war breit: Bedeutung des demografischen Wandels für die Gesellschaft und politische Konsequenzen wie die geplante Familienpflegezeit, Zukunft des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Zivildienstes. Kristina Schröder stellte der Senioren Union Wiesbaden ihre familienpolitischen Ziele vor und beantwortete viele Fragen.

"Der demografische Wandel wurde lange Zeit ignoriert, dann wurden Schreckenszenarien beschworen, mittlerweile werden auch die Chancen für den Einzelnen und die Gesellschaft betont, die darin stecken. Denn die Menschen in Deutschland werden nicht nur immer älter, sie bleiben auch länger gesund und aktiv. Ihre Erfahrung und Kraft wollen sie gerne weiter einsetzen. Daher sind Ältere eine wichtige Säule der Ehrenamtsarbeit in Deutschland", sagte Kristina Schröder, die auf Einladung der Senioren Union Wiesbaden im Haus der Heimat sprach. Das Ehrenamt halte wesentlich unsere Gesellschaft zusammen, allerdings kämen "Angebot" und "Nachfrage" nicht immer zusammen. Daher müssten verstärkt Strukturen geschaffen werden, die ehrenamtliche Arbeit und den Bedarf danach kanalisieren. Ein Handwerker in Rente könnte auch in einer Kita Kindern beibringen, wie man ein Vogelhäuschen zusammenbaut. Er wäre gleichzeitig ein wichtiges männliches Vorbild für Jungen, von denen es in Kitas und Grundschulen meist zu wenig gäbe.

Ehrenamt beginne aber auch schon im Kleinen, wenn z. B. die 70jährige Nachbarin regelmäßig dem über 80jährigen Nachbarn bei kleinen Einkäufen helfe.

Schröder betonte auch den unschätzbaren Wert älterer Menschen bei der Pflege von Angehörigen und bei der Betreuung von Kindern. Zum einen würden zwei von drei Pflegebedürftigen von Angehörigen zuhause gepflegt, zum anderen würden viele junge Paare sich eher für Kinder entscheiden, wenn sie die Unterstützung der Eltern hätten.

"In den 60er Jahren wurde schon die Familie als überholt angesehen. Der Zusammenhalt in der Familie ist heute aber nach wie vor groß. Niemand wird Familie abschaffen können", sagte Schröder.

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