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"Das ist wie Margot Honecker zur Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen zu machen"
Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) muss sich erneut dem Vorwurf der Islamismusfreundlichkeit erwehren. Wie heute bekannt wurde, präsentiert die die Bundeszentrale auf Ihrer Homepage als "Experten für Integrationsfragen" niemanden anderen als den Vorsitzenden der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), Ibrahim El-Zayat. Die IGD wird vom Verfassungsschutz wegen extremistischer Bestrebungen beobachtet.
Laut Bundesverfassungsschutzbericht 2004 gilt die IGD als mitgliedstärkste Organisation von Anhängern der extremistischen Muslimbruderschaft in Deutschland (S. 205). Die Muslimbruderschaft selbst gilt als Mutterorganisation zahlreicher islamistischer Organisationen wie unter anderem der "Jihad Islami" (Islamischer Heiliger Krieg) sowie der palästinensischen HAMAS. Kristina Köhler (Wiesbaden), die Islamismus-Berichterstatterin der CDU/CSU im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, sprach deshalb von einem Skandal. "Einen IGD-Vorsitzenden zum Integrationsexperten zu ernennen, dass ist wie Margot Honecker zur Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen zu machen." Sie forderte die BpB auf, in Zukunft keine vom Verfassungsschutz beobachteten Personen oder Organisationen mehr zu empfehlen.
Die Bundeszentrale für politische Bildung war in letzter Zeit schon einmal wegen einer pro-islamistischen Veröffentlichung in die Kritik geraten. So wurde der BpB vorgeworfen, ihr für die Schulen konzipiertes Begleitheft zum Film "Paradise Now" verherrliche die palästinensischen Selbstmordattentäter und schiebe die Schuld am Konflikt einseitig Israel zu. Auf der von der Bundeszentrale maßgeblich mitgeförderten Internetseite Quantara.de konnte der Regisseur des Films "Paradise Now" sogar unwidersprochen Selbstmordanschläge als "sehr menschliche Reaktion" verherrlichen.
Kristina Köhler forderte Konsequenzen vom Präsidenten der BpB, Thomas Krüger: "Die Bundeszentrale für politische Bildung hat als Leitbild aufgetragen bekommen, das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern. Sie ist nicht der Ort, um falschen Ideologien zu verbreiten. Es wird Zeit, dass man bei der Bundeszentrale über Konsequenzen - auch personeller Art - nachdenkt."
Aktueller Hinweis von Kristina Köhler am 18. November 2005
Inzwischen hat die Bundeszentrale für Politische Bildung die kritisierte Seite aus dem Netz genommen. Gibt man jedoch bei Google "El Zayat" ein und klickt dann auf "Im Cache", kann man die Empfehlung der Bundeszentrale nach wie vor nachlesen.








Dr. Ralf Balke
Sehr geehrte Frau Koehler,
mit großem Interesse habe ich Ihre Pressemitteilung bezüglich der Bundeszentrale für politische Bildung gelesen. Mein eigener Eindruck über die von Thomas Krüger gefü hrte Behörde hat sich damit bestätigt, insbesondere was die Haltung einzelner Mitarbeiter des Hauses zum Thema Nahost, Israel und islamistischen Extremismus angeht. Als Autor der "Jüdischen Allgemeinen" habe ich dies kürzlich in einem Beitrag thematisiert, den Sie gerne auf Hagalil einsehen können:
http://www.hagalil.com/archiv/2005/11/bpb.htm
Insbesondere die Tatsache, dass die Bundeszentrale einen Mitarbeiter wie Herrn Doktor Ludwig Watzal beschäftigt, der regelmäßig auf Webseiten wie antiimperialista.org, die von den USA wegen der Unterstützung des Terrorismus gesperrt wurden, Artikel veröffentlicht, wirft ein weiteres negatives Licht auf die BpB.
Ihr Engagement gegen den Islamistischen Extremismus begrüße ich sehr, weitere Informationen über die BpB und Herrn Watzal kann ich Ihnen gerne zukommen lassen, damt Sie sich gegebenenfalls selbst ein detaillierteres Bild machen können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ralf Balke
am 18.11.2005 geschrieben
Honestly Concerned e.V.
Presseerklärung:
Protest gegen Bundeszentrale für politische Bildung wegen Benennung des Vorsitzenden der extremistischen Islamischen Gemeinschaft in Deutschland als "Integrationsexperten"
Die Medienbeobachtungsgruppe Honestly Concerned e.V. unterstützt den Protest gegen die Empfehlung der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) den Vorsitzenden der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), Ibrahim El-Zayat, als "Experten für Integrationsfragen" zu erwähnen. Diese staatliche Einrichtung führt El-Zayat in einer "Expertendatenbank" an, die "als Scharnier und virtuelle Wissenstransferstelle zwischen Expertinnen und Experten und der politischen Bildungsöffentlichkeit in Deutschland" dienen soll.
Die IGD wird vom Verfassungsschutz wegen extremistischer Bestrebungen beobachtet und als mitgliedsstärkste Organisation von Anhängern der extremistischen Muslimbruderschaft in Deutschland angesehen. Die Muslimbruderschaft selbst gilt als Mutterorganisation zahlreicher islamistischer Organisationen wie "Jihad Islami" sowie der palästinensischen HAMAS.
"Einen IGD-Vorsitzenden zum Integrationsexperten zu ernennen, dass ist wie Margot Honecker zur Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen zu machen", so die Islamismus-Berichterstatterin der CDU/CSU im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, Kristina Köhler in einer Pressemitteilung. Sie forderte die BpB auf, in Zukunft keine vom Verfassungsschutz beobachtete Personen oder Organisationen mehr zu empfehlen sowie "über Konsequenzen - auch personeller Art - nachzudenken".
BpB-Präsident Thomas Krüger leugnet nicht den islamistischen Hintergrund El-Zayats: "Wir können auch kontroverse Personen aus dem islamistischen Bereich nicht gänzlich außen vor lassen, wenn wir eine sachgerechte Meinungsbildung unterstützen wollen.", so Krüger in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Der Begriff "islamistisch" steht im Gegensatz zu "islamisch" für Extremismus und Terror.
Eine politische Kontroverse löste die Bundeszentrale für politische Bildung durch ein von ihr konzipiertes Begleitheft für Schulen zu dem Kinostreifen "Paradise Now" aus. Der BpB wurde vorgeworfen, mit dem aus "filmpädagogischen" Gründen von ihr empfohlenen Film palästinensische Selbstmordattentate zu verherrlichen. In dem Begleitheft werden Schüler aufgefordert, sich in Selbstmordattentäter hineinzuversetzen und deren Motive nachzuvollziehen. Der Regisseur des Films bezeichnete auf der von der BpB geförderten Internetseite Quantara.de unwidersprochen Selbstmordanschläge als "sehr menschliche Reaktion". Eine umfassende Dokumentation zu diesem Thema findet sich unter der Internetadressehttp://www.honestlyconcerned.org/ParadiseNow2.htm.
Dem langjährige Mitarbeiter der BpB Dr. Ludwig Watzal werden Veröffentlichungen im linksextremistischen Spektrum, etwa bei der "Antiimperialistischen Koordination Wien" (antiimperialista.org) angelastet. Die AIK wurde von den USA wegen Unterstützung des Terrorismus gesperrt.
In Berlin tritt die BpB vom 10. bis zum 20. November als Veranstalter des 6. Festival "Politik im Freien Theater" auf. Unter dem Titel "Antifaschismus Vergnügungspark" wird in dessen Rahmen das sogenannte "Betroffenheits-Amüsement" rund um Mahnmale und Holocaust-Ausstellungen thematisiert. Unter anderem können die Besucher hier vor Fotowänden mit Leichenbergen von KZ-Gefangenen posieren. Mit "Attraktionen" wie "Menschenschauen, Lachgaskammer, Galgenringelspiel, Dekonzentrationslager oder Aschenputteldusche" solle dem Publikum, so die Bundeszentrale, die Chance gegeben werden, sich durch seine Beteiligung "mit uns mitschuldig zu machen".
Angesichts der Häufung derartiger Vorkommnisse wirkt Krügers Beharren auf seinem Kurs nicht nur unverständlich sondern für das Ansehen der Bundeszentrale schädlich. Die derzeitige Tätigkeit dieser Institution ist somit ernsthaft in Frage zu stellen. Personelle Konsequenzen wären nunmehr dringend geboten, um das verlorene öffentliche Vertrauen in die Bildungsarbeit wiederherzustellen.
am 18.11.2005 geschrieben
Claudia Karas
am 20.11.2005 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Sehr geehrte Frau Köhler,
Mit Interesse habe ich die Stellungnahme von Herrn Dr. Ralf Balke zu Ihrer Pressemitteilung auf der Internetseite "haGalil.com" gelesen. Soweit es mich betrifft, enthält dieses Schreiben allerdings einige ärgerliche Unwahrheiten, die ich so nicht stehen lassen kann.
Herr Balke schreibt: "Insbesondere die Tatsache, dass die Bundeszentrale einen Mitarbeiter wie Herrn Doktor Ludwig Watzal beschäftigt, der regelmäßig auf Webseiten wie antiimperialista.org, die von den USA wegen der Unterstützung des Terrorismus gesperrt wurden, Artikel veröffentlicht, wirft ein weiteres negatives Licht auf die BpB."
Dazu darf ich feststellen: Ich habe keinen einzigen Originalartikel auf der Website von "antiimperialista.org" veröffentlicht, also schon gar nicht regelmäßig. Richtig ist, dass die Zeitschrift Intifada zwei Artikel im Januar und Dezember 2003 und drei Buchbesprechungen im März und Dezember 2003 leicht gekürzt nachgedruckt hat, die bereits zuvor andernorts erschienen waren. Da, wie Herr Balke schreibt, diese Website angeblich inzwischen gesperrt wurde, brauche ich dem nicht weiter nachzugehen. Die Website "antiimerialista.org" gibt es aber gar nicht, sondern nur "antiimperialsita.com", dort kann man wohl die Artikel einsehen. Bei aik@antiimperialista.org handelt es sich um die E-Mail-Adresse. Wie Sie sehen, fängt die Wahrheit im Kleinen an.
Der in den Worten von Herrn Balke enthaltene Vorwurf, ich gehöre sozusagen zu den Gesinnungsgenossen von "antiimperialista.org", ist eine bösartige Unterstellung. Ich neige allerdings nicht dazu, alles, was der gute Mann schreibt, ernst zu nehmen.
Was er mit "Webseiten wie antiimperialista.org" meint, bleibt unklar, passt aber zu dieser Denunziationsmethode. Ich könnte Ihnen natürlich jetzt auch meine Dienste anbieten, was ich nicht tue, um mich nicht auf das Niveau von Herrn Balke begeben zu müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Watzal
am 23.11.2005 geschrieben
Christian J. Heinrich
am 24.11.2005 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Sehr geehrte Frau MdB Köhler,
ich bitte um Abdruck der folgenden Gegendarstellung zum Schreiben von Herrn Heinrich:
Erstens: Ich bin kein "führender Vertreter der wichtigsten demokratischen Bi ldungsinstitution in Deutschland".
Zweitens: Ich veröffentliche nicht "wiederholt Artikel" auf einer "pro-terroristischen Website" (antiimperialista.org), die vom "US Department of Homeland Security" wegen "Terrorismusverdachts" verboten wurde. Diese Website gibt es im Internet gar nicht. Wenn "antiimperialista.com" eine "pro-terroristische Website" ist, muss man fragen, warum sie dann nicht auch von der US-Regierung verboten worden ist?
Drittens: Die Annahme, mir sei das durch die Zeitschrift "Intifada" und "antiimperialista.com" geprägte Milieu gerade Recht, ist eine bösartige Unterstellung, die ich auf das Schärfste zurückweise. Ich pflege keinerlei Kontakt zu diesem "Milieu" und kann für das Handeln der dort verkehrenden Personen auch nicht verantwortlich gemacht werden. Von mir wurden lediglich im Jahre 2003 zwei Artikel und drei Rezensionen gekürzt nachgedruckt, die vorher anderen Orts bereits veröffentlicht worden waren.
Viertens: Es gibt im Übrigen keine "Causa Watzal". Hingegen scheinen einige antifaschistische- und antideutsche Extremisten und mit diesem Gedankengut sympathisierende Personen mit der in Artikel 5 GG garantierten Meinungsfreiheit ein Problem zu haben.
Durch das wöchentliche Wiederholen von falschen Behauptungen bringt man zwar sich und mich immer wieder ins Gespräch, von der Wahrheit rückt man dabei aber immer weiter ab.
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Watzal
am 27.11.2005 geschrieben
Justus Jonas
Sehr geehrter Herr Watzal,
sehr geehrte Damen und Herren,
1. natürlich gibt es die Webseite "antiimperialista.org". (einfach mal nachschauen!).
2. Warum distanzieren Sie sich, Her Watzal, da nn nicht eindeutig von diesem "Millieu"? Sie könnten jederzeit verhindern, dass Ihre Artikel dort ebgedruckt werden. Statt dessen verweisen Sie auf Ihrer eigenen Homepage unter "Veröffentlichungen" auf die entsprechenden Internetseiten der "Campo Antiimperialista" http://www.watzal.com/f_pub.html).
3. Recht haben Sie hingegen mit Ihrem Verweis auf Artikel 5 GG. Allerdings gilt der ja zunächst mal gegenüber dem Staat - der aber auch die Meinungsfreiheit "der anderen Seite" zu gewährleisten hat. Was hier also passiert, ist zunächst mal keine Frage von Art. 5 GG (Ihre Gegendarstellung wurde ja anscheinend abgedruckt), sondern hier prallen ganz einfach unterschiedliche politische Ansichten aneinander. Das muss man eben aushalten, wenn man sich zu bestimmten Themen (hier etwa dem Palästina-Konflikt) äußert.
Mit freundlichen Grüßen, J. Jonas (weder zionistisch noch islamismus-freundlich)
am 28.11.2005 geschrieben
i-fish
Herr Watzal!
Distanzieren Sie sich unzweifelhaft vom Linksextremismus, Antiisraelismus und Antisemitismus. Dann haben sie auch nicht ständig das Problem "missverstanden" zu werden. Wer seine Texte d urch extremistische Gruppen veröffentlichen läßt, muß sich gefallen lassen, mit diesen identifiziert zu werden. In Spanien gibt es das passende Sprichwort "Wer sich mit Hunden hinlegt, muß sich nicht wundern, wenn der Flöhe bekommt".
am 30.11.2005 geschrieben
Martin S. Hagen
Hallo Frau Köhler,
Es freut mich sehr zu sehen, dass sie sich als Parlamentarierin diesem Thema annehmen. Es war überfällig!
Mit den besten Wünschen von einem FDP-Mitglied.
Martin Hagen
am 01.12.2005 geschrieben
Samuel Wilderspin
Sehr geehrte Frau Köhler,
über die islamistische Verquickung BpB vs. Ibrahim El-Zayat hinaus wird nicht bloß beim Muslim-Markt, sondern auch bei der "Islamischen Gemeinschaft in Deutschland" (I GD) mit Strafen gedroht. Wer sich davon überzeugen will, kann dies am 3.Dezember erfahren, wenn die IGD zu ihrer "27. Jahres Konferenz" nach Leverkusen ruft. Predigen wird dort Amr Khaled, der seinen Kritikern nichts weniger als den Tod an den Hals wünscht. Und Predigen wird dort auch der Diplomat Allahs, Murad Hoffmann ("Göttliches Recht - ja! Menschliches Recht - nein!"), der von seinen Glaubensbrüdern fordert, sie sollten die Deutschen darauf aufmerksam machen, dass sie, die Deutschen, Antisemiten seien. - Ich zitiere Hoffmann nach dem "II. Strategiepapier" von Samir Mourad zur islamischen Konvertierung der deutschen Gesellschaft (S.13) und dessen "Deutscher Informationsdienst über den Islam e.V.". Der Grund hierfür ist, dass Samir Mourad am Wilhelm-Schickard-Institut in Tübingen arbeitet, weshalb sich im Schatten von Mohammed Atta die Frage stellt, wie verbreitet die Rückendeckung ist, die der Islamismus an deutschen und auch schweizerischen Universitäten erfährt. Denn z.B. Claudia Karas, Sabine Schiffer und Yavuz Özoguz stehen bzw. standen dort in Lohn und Brot. Wäre dieser Umstand ein Thema für "Report Mainz"?
Interessant ist auch, dass man als Geldspender für die "Grünhelme" von Rupert Neudeck sich bewusst sein sollte, dass man nicht bloß humanitäre Projekte, sondern auch den Islamismus unterstützt. Denn sollten die Grünhelme sich mal auflösen, so fällt (§ 15 der Satzung) eine Hälfte des Vereinsvermögens dem Zentralrat der Muslime und seinem Vorsitzenden Nadeem Elyas zu. Das kommt, weil Aiman Mazyek sowohl Mitglied der Vollversammlung des Zentralrates der Muslime ist, als auch im Vorstand der Grünhelme sitzt. Im September dieses Jahres befolgte Aiman Mazyek den Ratschlag von Murad Hoffmann, der seinerseits Ehrenmitglied im Zentralrat der Muslime ist, und veröffentlichte in der "Islamischen Zeitung" einen Aufsatz mit dem Titel: "Ist Arabisch sprechen jetzt strafbar?" In diesem Erlebnisbericht schildert Mazyek, wie er in einem Zugabteil durch sein Verhalten Mitreisende in Angst und Schrecken versetzt. Aus dieser Reaktion schließt Mazyek (Eigenmotto: "Provokation als Strategie") auf antisemitische Ressentiments bei den Deutschen generell. Zwar verschwand der prekäre Aufsatz dann, er ist unter diesem Link
http://groups.msn.com/UMCHALED/general.msnw?action=get_message&mview=1&ID_Message=157
aber noch nachzulesen.
Das zweite Interessante an dieser Geschichte ist der Umstand, dass diese islamistischen Umtriebe vom prominent besetzten Kuratorium der Grünhelme offensichtlich völlig ignoriert werden.
Die Frage ist also, ob Thomas Krüger und seine akademischen Gehhilfen nur die Spitze eines Eisbergs sind bzw. wie umfassend die deutsche Gesellschaft von (un)gewollter islamistischer Korruption durchdrungen ist?
Herzliche Grüsse - Samuel Wilderspin
am 02.12.2005 geschrieben
Samir Mourad
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen
dies ist eine kleine Richtigstellung des letzten Leserbriefes:
Lieber Samuel Wilderspin,
hiermit möchte ich korrigieren, dass ich nicht am W ilhelm-Schickard-Institut arbeite, sondern dort nur externer Doktorand bin.
Meinen Lebensunterhalt verdiene ich als selbständiger Ingenieur.
Ausserdem finde ich diese Verleumdungen nicht schön.
Meiner Meinung nach wird hier ziemlich pauschalisiert. Aber gut, das 2.Strategiepapier habe ich soeben vom Netz genommen, weil dort wirklich missverständliche Sachen drinstehen. Es soll schliesslich nicht die Gesellschaft konvertiert werden, sondern ihr nur die Botschaft des Islam überbracht werden. Was die Deutschen dann damit machen, ist die Sache des deutschen Volkes.
Alles Gute,
Samir Mourad
am 04.12.2005 geschrieben
Samuel Wilderspin
Richtigstellung der Richtigstellung von Samir Mourad
Unlieber Samir Mourad,
ich behauptete ja nicht, Sie würden Ihren Lebensunterhalt am Wilhelm-Schickard-Institut verdienen.
Sie sind aber am Wilhelm-Schickard-Institut im Arbeitsbereich "Simulation biologischer Systeme" von Prof. Dr. Oliver Kohlbacher als Mitarbeiter angeführt. In einem "Arbeitsbereich", davon gehe ich aus, wird gearbeitet. Wenn nicht, dann ist der Arbeitsbereich eine Schimäre.
Zur genauen Klärung der Sachlage habe ich mit Ihrem Einverständnis die Universität Tübingen bzw. das Wilhelm-Schickard-Institut angeschrieben sowie - da es aus öffentlichen Geldern finanziert wird - dessen Dienstherrn, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Beiden Schreiben habe ich Ihr "II. Strategiepapier" hinzugefügt.
Nicht "missverständlich", wie Sie behaupten, sondern unmissverständlich erscheint mir darin das Textstück, aus welchem ich nur die Fußnote zitiert habe. Auch hier Ihr Einverständnis voraussetzend zitiere ich nun den ganzen Absatz, der deutlich macht, wie Sie dem deutschen Volk "die Botschaft des Islams" überbringen wollen:
Da die Muslime heute die Aufgabe der Gesandten Gottes haben, nämlich Seine Botschaft den Menschen zu überbringen, müssen sie die Menschen auch als ihre Brüder betrachten. Hasan al-Banna sagte: "Die Menschen sind wie Kranke, darum liebt die Kranken und hasst die Krankheit."
? Bei der Dawa nicht einen Schwerpunkt auf außenpolitische Themen setzen, wo möglicherweise die Regierung des westlichen Landes gegen ein muslimisches Land Krieg führt (gilt z.B. für die Dawa in der USA)
? Aber: Die Unterdrückung von Seiten der Nichtmuslime herausstellen. Dies ist oft der Dawa dienlich, da die Muslime nicht mehr ungerechtfertigterweise als die Aggressoren angesehen werden. So wurden z.B. viele Götzendiener zur Zeit des Propheten (s.a.s.) Muslime, nachdem sie die Unterdrückung der Muslime in Mekka (unter diesen Umständen wurden z.B. Hamza (r.a.) und Umar ibn al-Khattab (r.a.) Muslime) und die Grausamkeit der Götzendiener bei Uhud sahen. "Heute soll man die Deutschen darauf aufmerksam machen, dass sie antisemitisch (gegen Araber) sind."8
8 Aussage von Dr. Murad W. Hofmann am 16.3.05 im DMK Karlsruhe
Die Methode Ihrer "Dawa" (Missionsarbeit), zu der Sie auch Ihre Glaubensbrüder aufsticheln, gehorcht also dem Motto: Becircen durch Lügen und Falschaussagen. Circe, wie Sie vielleicht wissen, war aber eine jämmerliche Figur. Und Allah sagt in Sure 2, Vers 190: "Übertretet nicht.."
Ihre "Botschaft des Islams", Herr Mourad, ist, dass es auf der einen "Gesandte Gottes" gibt und auf der anderen Seite "die Menschen, die wie Kranke sind".
"Alles Gute wünschen die Freunde Allahs ihren Feinden" (Zitat aus Ihrem Papier "Schönes Verhalten bei Diskussionen und Meinungsunterschieden").
Folglich kann ich mich als Ihr kranker Feind betrachten. Ihren Wunsch im o.g. Zitat, ich möge Ihr Bruder sein, kann ich verstehen; die Sache ist jedoch nicht im Sinne meiner Eltern und Geschwister.
Das von Ihnen und anderen Islamisten angedachte Plebiszit, ob und wie die Deutschen sich zum islamischen Glaubensbekenntnis (Schahada) bekennen sollten, ist im Wesentlichen aus drei Gründen überflüssig:
- Allah sagt in Sure 2, Vers 256: "Es gibt keinen Zwang im Glauben."
- Das heißt, dass nach erfolgter Wahl nicht ein Teil der Deutschen den anderen Deutschen vorzuschreiben hat, zu welchem Glauben sie sich zu bekennen haben. Den von Ihnen hier angedachten Gruppenzwang halte ich für vulgär, diktatorisch und engstirnig, weil er die Freiheit des Individuums niederwalzt.
- Die Entscheidungsfreiheit in der Bekenntniswahl haben wir hier bereits. Auch Nichtdeutsche haben in der deutschen Gesellschaft dieses Freiheitsrecht.
- Odysseus, um im Bild zu bleiben, hat den Deutschen bereits in vorislamischer Zeit die Entscheidung abgenommen, indem er Circe sitzen ließ und zu Penelope zurückkehrte.
Der grundlegende ideologische Gedanke Ihres der islamischen Tradition verpflichteten Plebiszits ist, dass nichtislamische Regierungen grundsätzlich ungerechte Regierungen wären und durch "Fehlleitung" auch ihr Volk "fehlleiten". Und daraus leiten Sie und der zeitgenössische Islamismus ein grundlegendes Motiv zu ihrer "Dawa" ab. Ich halte daher und auch im Zusammenhang mit Ibrahim El-Zayat und der Bundeszentrale für politische Bildung nicht bloß eine Fernsehreportage über islamistische Aktivitäten an deutschen Universitäten für geboten, sondern eine gründliche Studie für längst überfällig.
Ich sehe im übrigen nicht, wo ich jemanden verleumdet hätte. Dieser Vorwurf trifft Sie vielmehr selber ganz besonders, weil Sie, wie ich zeigte, Worte Allahs hintergehen, mißbrauchen und somit verleumden.
Am Jüngsten Gericht, möchte ich nicht an Ihrer Stelle stehen. Allah möge Ihnen gleichwohl gnädig gestimmt sein.
Alles Liebe - Sam W.
am 08.12.2005 geschrieben
Samir Mourad
Hallo, Herr Wilderspin
Auch Ihnen alles Gute.
Wissen Sie, der einzige richtige Feind der Menschen ist der Teufel, der gerne die Leute mit ins Feuer nehmen will.
Wir beide , denke ich wollen das Gute, kamen aber nur zu verschiedenen Meinungen. Jedenfalls wünsche ich für das deutsche Volk das Beste.
Ich nehme Ihnen das nicht übel, dass Sie das Wilhelm-Schickard-Inst. anschreiben. Allerdings finde ich es nicht schön, dass Sie das 2.Strategiepapier (in der jetzigen Fassung) anhängen, da ich einige Sachen dort anders schreiben wollte, da sie missverständlich sind - und das habe ich auch öffentlich geschrieben.
Allerdings tue ich das nicht, weil ich irdendwie Angst hätte, etwas an irdischen Gütern zu verlieren.
Man arbeitet ohnehin daran, mich aus Deutschland rauszuekeln. Wenn Sie unbedingt auch ihren Anteil daran haben wollen...vielleicht sind Sie dann zufriedener..
Gut, wenn den Leuten die Argumente ausgehen, greifen Sie zu Gewalt.
Jedenfalls leben seit über tausend Jahren grosse christliche Minderheiten in der muslimischen Welt.
Wären die Muslime (abgesehen von einigen über die Geschichte gesehen wenigen negativen Ausnahmen) auch so untolerant, gäbe es wohl schon längst keine Christen, Juden und Hindus usw. mehr dort. Aber übrigens: Wenn die Muslime schlecht sind - was sie grossensteils leider sind - hat das nichts mit dem Islam zu tun.
Übrigens können Sie sich mal www.eifdik.de ansehen. und bezüglich der Frage mit den Atomwaffen auch die Themenliste der DIdI-Studienarbeiten.
Wissen Sie, Sie haben anscheinend viel Energie. Wollen Sie sie nicht positiv einsetzen. Arbeiten wir doch zusammen für die abschaffung der Atomwaffen. Wenn Sie mal richtig nachdenken, dann sind diese auch aus Ihrer Sicht gefährlicher für das deutsche Volk als ich es bin.
Alles Gute und gute Nacht,
Samir Mourad
am 08.12.2005 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Sehr geehrte Frau MdB Köhler,
als Nachtrag zu den Artikeln von Herrn Balke vom 18. 11. und Herrn Heinrich vom 24. 11. 2005 möchte ich anmerken, dass entgegen beider Behauptungen sowohl die Websit e www.antiimperialista.org als auch www.antiimperialista.com in den USA abrufbar sind.
Mit freundlichen Grüßen
L. Watzal
am 11.12.2005 geschrieben
Dr. Ralf Balke
Sehr geehrte Frau Koehler,
anbei noch eine Kostprobe, wie die Islamistenversteher der Bundeszentrale fuer politische Bildung, allen voran Herr Watzal so ticken. Der Text stammt von dem gewiss auch Ih nen bekannten Kollegen Henryk Broder:
Henryk M. Broder 12.12.2005 16:09Feedback
"Ich bin nicht offen anti-israelisch"
Dr. Ludwig Watzal antwortet auf einen Text von Christian J. Heinrich.
Dr. Ludwig Watzal bittet uns um den Abdruck einiger "Richtigstellungen" auf einen Text von Christian J. Heinrich, der sich auf "achgut.de" kritisch mit dem Wirken und den Werken von Dr. Ludwig Watzal beschäftigt hat. Wir kommen der Bitte von Dr. Ludwig Watzal gerne nach. Erstens sind wir Meinung, daß ein Kritisierter die Gelegenheit haben sollte, seinem Kritiker zu antworten, zweitens wollen wir Dr.
Ludwig Watzal nicht die Chance vermasseln, sich bis zur Kenntlichkeit zu entblößen.
Der vor ein paar Tagen verstorbene Hanns Dieter Hüsch läßt in einem seiner Texte zwei Reisende miteinander reden. "Entschuldigen Sie bitte", fragt der eine, "fahren Sie nach Turin?" - "Nein", antwortet der andere, "ich fahre nach Turin". - "Ach so", sagt der erste, "ich dachte schon, Sie würden nach Turin fahren".
Das ist auch die Methode Watzal, nur ohne den Witz von Hanns Dieter Hüsch. Hat man seine "Richtigstellungen" gelesen, reibt man sich verwundert die Augen und fragt
sich: Was hat der Mann nur? Der bestätigt doch alles, was er nicht gesagt haben will.
In einem Punkt freilich hat unser Kollege Christian J. Heinrich, der gerade Indien und China bereist und deswegen nicht selbst antworten kann, zu hoch gegriffen. Dr. Ludwig Watzal ist in der Tat kein "führender Mitarbeiter" der Bundeszentrale für
politische Bildung, sondern nur ein Rädchen im Getriebe der angewandten Umtriebigkeit, ein Experte für alles und nichts, der mit großer Hingabe über
Dinge schreibt, von denen er keine Ahnung hat, einer von drei Redakteuren der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte", die als Beilage zur Wochenzeitung
"Das Parlament" erscheint.
Watzal hat, nach eigener Zählung, im Jahre 2oo3 sechs Texte auf antiimperialista.org/intifada" veröffentlicht, findet es aber "abwegig", aus dieser Tatsache "eine Nähe zu dieser Website" abzuleiten. Er hat aus großer
Entfernung zugesehen, wie seine Texte, die er per e-mail eingeschickt hatte, veröffentlicht wurden.
Dabei hat er nicht einmal mitbekommen, daß die Betreiber von "antiimperialista.org/intifada" den "Widerstand" im Irak unterstützen und zu Geldspenden für die Widerständler aufrufen, die fast jeden Tag Zivilisten in die Luft jagen.
Gegen eine Nähe zudieser Website spricht auch, daß Watzal auf seiner Homepage noch vor kurzem jede seiner Geschichte auf "antiimperialista.org" verlinkt hatte. Diese Links hat er erst entfernt, als seine Connection ruchbar wurde. Besonders apart
ist der Hinweis, was denn an den "Vorwürfen" zutreffend sein soll, wenn "die Organisation und die Zeitschrift" "frei arbeiten bzw. erscheinen können".
Diese Frage müßte Watzal an die zuständigen österreichischen Stellen richten.
Auch das ist die Methode Watzal. Er argumentiert am liebsten über die Bande.
"antiimperialista.org/intifada" darf frei arbeiten und erscheinen, also ist nichts dabei, wenn Dr. Ludwig Watzal dort veröffentlicht, was er aber genau genommen
nicht getan hat, weil er seine Texte nicht persönlich abgegeben, sondern nur per e-mail hingeschickt hat. Und was die Frage nach dem "Inhalt" der Beiträge
angeht: die Terror-versteher und Unterstützer von "antiimperialista.org/intifada" haben die Texte von Dr. Ludwig Watzal wohl nur deswegen übernommen, weil sie mit der Tendenz der Beiträge nicht einverstanden waren. Wie das so üblich ist bei Überzeugungstätern, die ihre Theorie in die Praxis umsetzen wollen.
So gelingt es Watzal, sich selbst davon zu überzeugen, daß er mit seinen eigenen Texten nichts zu tun hat. Die Überschrift "Eine Israelisierung der Welt" wurde
"von der Redaktion bestimmt". Das wird sicher stimmen, nur handelt der Text genau davon, was in der Überschrift steht. Die "US-Besatzer im Irak" haben von
der "israelischen Besatzungs-macht" gelernt. Und natürlich macht es für Watzal einen Riesenunterschied aus, ob der Titel in Wirklichkeit der Untertitel war oder umgekehrt. Auf solche Feinheiten legt Watzal größten Wert. Er habe nie darüber spekuliert, ob
Israel als "Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten" haben müsse, sondern geschrieben: "Daß die israelische Armee sich nicht scheute, diesen hilflosen
Rollstuhlfahrer anzugreifen, sprengt alle Maßstäbe. Warum hatte eine Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten?"
Hmm? Worin liegt der Unterschied zwischen dem Satz, den er nicht gesagt hat, und dem Satz, zu dem er sich bekennt? Worauf will Watzal hinaus?
Da der Spasti im Rollstuhl, dort die Atommacht. Das sprengt alle Maßstäbe. Leider war der Spasti nicht nur hilflos, sondern auch ein Drahtzieher des Terrors.
Aber das zählt nicht für Dr. Ludwig Watzal, der ein Herz für hilflose Rollstuhlfahrer hat, die Terror predigen und andere in den Tod schicken.
Und so könnte man jede der Watzalschen "Richtigstellungen" auf ihren Kern zurückführen: Der Mann weiß nicht, was er tut und erst hinterher fällt ihm ein, wie er es nicht gemeint hat. Er zitiert ja nur - u.a. solche Kapazitäten wie den irren
"amerikanischen Politikwissenschaftler Norman Finkelstein", der genau das sagt, was Watzal denkt, daß nämlich die Erinnernung an den Holocaust mißbraucht wird, um die israelische Politik gegenüber den Palästinensern zu rechtfertigen.
Im Gegenzug desinfiziert er die Taten und Untaten der Palästinenser.
Scheich Yassin war nur ein "hilfloser Rollstuhlfahrer", und wenn bei einem Terroranschlag auf eine Disko in Tel Aviv 21 Teenager getötet werden,
dann spricht Dr. Ludwig Watzal von einer "Explosion in der Diskothek", (FREITAG, 3.6.2oo5), als wäre eine undichte Gasleitung für das Unglück verantwortlich.
Von Terror ist da keine Rede, nicht einmal die Zahl der Opfer wird genannt. Mit der gleichen Logik könnte man sagen, die Menschen in Auschwitz seien an akuter
Atemnot gestorben, faktisch stimmt es ja, und schon Adorno wußte, daß man auch mit der Wahrheit lügen kann.
"Mir kann kein Antisemitismus vorgeworfen werden", sagt Dr. Ludwig Watzal als Zeuge in eigener Sache. Der Antisemit, der sich zu seinem Ressentiment fröhlich
bekennen würde, ist inzwischen freilich eine Rarität, seltener noch als die blaue Mauritius. Möllemann war es nicht, Hohmann will es auch nicht sein. Der neueste
Trick der praktizierenden Antisemiten besteht im Gegenteil darin, den Holocaust zu historisieren, um auf die akuten Verbrechen der Israelis hinzuweisen.
Ob Watzal ein Antisemit ist oder nicht, ist zudem vollkommen zweitrangig. Entscheidend ist, daß er massive Inkompetenz mit einem unheilbar guten Gewissen
verbindet und Kritik an seinem Auftreten als "Diffamierung" empfindet. Dabei findet er, der den Art. 5 des GG "für jeden Staatsbürger", also vor allem für Watzal gelten lassen will, nichts dabei, hinter den Kulissen zu intervenieren, sobald er Wind davon
bekommt, daß etwas über ihn geschrieben werden soll.
Hier also Dr. Ludwig Watzals "Richtigstellungen" auf den Text von Christian J. Heinrich. Weitere Richtigstellungen werden unsererseits stets gerne
entgegen genommen:
= Betr.: Artikel auf Ihrer Website "Achse des Guten: Michael Miersch"
Deutscher Bildungsbeauftragter arbeitet für eine pro-terroristische Webseite
Von VoKo Christian J. Heinrich (gekürzt von mm)
"Sehr geehrte Damen und Herren der "Achse des Guten"
Ich bitte um Abdruck folgender Richtigstellungen:
Beim Artikel von Herrn Christian J. Heinrich (gekürzt von mm) handelt es sich um Collagen, die aus falschen Tatsachenbehauptungen und aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen bestehen. Sie dienen einzig und allein dazu, mich zu diffamieren.
- Die falschen Behauptungen beginnen bereits mit der Überschrift des Beitrages. So behauptet Herr Heinrich, "Ludwig Watzal, ein führender Vertreter der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution in Deutschland, der Bundeszentrale für politische Bildung, veröffentlicht wiederholt Artikel auf einer pro-terroristischen Webseite, der "antiimperialista.com" und arbeitet für deren Internetmagazin "Intifada".
- Dies ist falsch: Ich bin kein führender Mitarbeiter "der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution", sondern einer von drei Redakteuren der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte". In dem Beitrag wird suggeriert, ich veröffentlichte wiederholt auf einer "pro-terroristischen Website" und in deren Internetmagazin "Intifada". Auch das ist falsch. Richtig ist, dass von mir ausschließlich im Jahr 2003 zwei Artikel und vier Buchbesprechungen gekürzt in der Zeitschrift "Intifada" nachgedruckt wurden. Alle Beiträge waren vorher bereits in renommierten Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Daraus eine Nähe zu dieser Website herzuleiten, ist abwegig. Abgesehen von der Zusendung dieser Beiträge per e-mail hatte ich weder vorher noch nachher irgendwelchen Kontakt zu dieser Zeitschrift, zu der Website schon gar nicht. Es ist schon seltsam, dass sich Herr Heinrich nicht mit dem Inhalt meiner Beiträge auseinandersetzt. Wenn diese Vorwürfe gegen die Organisation und die Zeitschrift zutreffend sein sollten, frage ich mich, warum beide in Österreich noch frei arbeiten bzw. erscheinen können.
- Falsch ist weiterhin, dass ich an eine »Israelisierung der Welt« glaube und "antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien" verbreite. Mir sind alle Verschwörungstheorien ein Greuel. In keinem meiner Bücher oder zahlreichen Artikel verbreite ich "antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien". Außerdem glaube ich nicht an "Eine Israelisierung der Welt". Dieser Titel wurde von der Redaktion bestimmt. In dem Beitrag in der Zeitschrift "International" (3/2004) geht es konkret um Unterdrückungsmaßnahmen der US-Besatzer im Irak, die denen der israelischen Besatzungsmacht sehr ähneln.http://www.watzal.com/f_pub.html- also um nichts "Verschwörungstheoretisches", sondern nur Politisch-konkretes.
- Weiterhin falsch ist die Behauptung, ich agierte "nicht nur im linksextremistischen Umfeld" und sei "offen anti-israelisch". Weder agiere ich in diesem Umfeld, noch bin ich "offen anti-israelisch". Ich habe mich noch nie in diesem Milieu bewegt. Auch habe ich mich immer nur kritisch gegenüber der Besatzungspolitik Israels, den Menschrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern und den Verstößen Israels gegen das Völkerrecht geäußert. Was soll darin "offen anti-israelisch" sein?
- Falsch ist ebenfalls, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit für die Bundeszentrale als "Redakteur" für die Zeitschrift "Das Parlament" arbeite. Im Rahmen der "Bundeszentrale" arbeite ich für die Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)". Die Wochenzeitung "Das Parlament" wird vom Deutschen Bundestag herausgegeben. In dieser Wochenzeitung bespreche ich von Zeit zu Zeit Bücher und schreibe manchmal einen Beitrag als "freier Journalist". Ob Herr "Thomas Krüger Anfang 2005 mehrfach erklärt" habe, Watzal dürfe sich nicht zu Israel äußern, kann ich nicht beurteilen. Gilt Artikel 5 GG nicht für jeden Staatsbürger?
- Ebenso falsch ist Folgendes: Der Titel des Kommentars im "Freitag" vom 26. März 2004 lautete nicht "Öffentliche Hinrichtung von Scheich Ahmed Yassin", wie behauptet, sondern "Auch Arafat ist gemeint". Ersterer Titel war nur der Untertitel. Falsch ist ebenfalls, dass ich in diesem Beitrag Hamas als "soziale Bewegung" gewürdigt habe. Diese Bezeichnung taucht in dem Kommentar überhaupt gar nicht auf. Ich berufe mich in diesem Beitrag auf zwei israelische Wissenschaftler, wenn ich Folgendes schreibe: "Andere Stimmen - etwa die der beiden israelischen Sozialwissenschaftler Shaul Mishal und Avraham Sala, die Hamas vorzugsweise als ein soziales Netzwerk qualifizieren, das für ein beachtliches Bildungs- und Beschäftigungsprogramm in den palästinensischen Autonomiegebieten Sorge trägt - bleiben unbeachtet." Auch spekulierte ich nicht, ob Israel als "Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten" haben müsse", sondern ich schreibe: "Dass die israelische Armee sich nicht scheute, diesen hilflosen Rollstuhlfahrer anzugreifen, sprengt alle Mäßstäbe. Warum hatte eine Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten?"
- Die falschen Behauptungen treffen auch auf meinen Kommentar im "Deutschlandradio" vom 16. September 2004 zu: Der Titel lautete nicht, wie von Heinrich behauptet, "Haim Sabans Geschäfte in Deutschland", sondern "Haim Saban, die Medien und Israel". Auf die Frage: "Was haben Michel Friedman, Michael Wolffsohn und Haim Saban gemeinsam?" soll ich geantwortet haben "Israel". Richtig ist: "Allen drei liegt Israels Zukunft am Herzen." Weiter geht es mit falschen Behauptungen, dass ich "in diesem Zusammenhang von ´Holocaust Industrie`" gesprochen habe. Heinrich beruft sich hierbei auf Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Berliner Technischen Universität, die in einem Beitrag der Tageszeitung "Die Welt" vom 20. September 2004 wie folgt zitiert wurde: Watzal benutze die typischen antisemtischen Klischees vom "jüdischen Kapital" und "jüdischer Macht". Die Bezeichnung "Jude" oder "jüdisch" taucht in meinem Kommentar an keiner Stelle auf. Im Original heißt es dagegen: "Kritisiert der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein nicht zu Recht, dass die Holocaust-Erinnerung für politische Ziele instrumentalisiert werde, um z. B. die israelische Okkupationspolitik und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten gegenüber den Palästinensern zu rechtfertigen? Die Eskapaden der sogenannten Holocaust-Industrie sind jedenfalls ziemlich bizarr und eine Beleidigung für die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Die Aktionen Sabans haben aber nichts mit Verschwörungsdenken zu tun, sondern sie sind ein Beleg dafür, wie symbiotisch das Verhältnis von Macht und Geld ist." In meinem Leserbrief an "Die Welt" vom 1. Oktober 2004 habe ich folgendes geschrieben: "Ein solches Verhältnis ist in einer kapitalistischen Gesellschaft nichts besonderes, es ist allgegenwärtig - in den USA, Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien etc. Dankenswerterweise erwähnt Mülder, dass ich Berlusconi als ein Beispiel für diese Liaison genannt habe. In unserem Gespräch habe ich auch das Verhältnis zwischen Leo Kirch und Helmut Kohl genannt, was er leider nicht erwähnt hat." In der "Tageszeitung" (taz) vom 6. Oktober 2004 habe ich zu diesem Verhältnis von Macht und Geld gesagt: "Das beste Beispiel für die Symbiose von Macht und Geld war Helmut Kohl im Zusammenspiel mit Leo Kirch."
Abschließend möchte ich noch einmal wiederholen, dass ich weder eine "pro-terroristische Website" "unterstütze" und für diese "arbeite", noch als "radikaler ´antizionistischer` Aktivist bekannt" bin. Diese Behauptungen sind ein Hirngespinst. Meine Publikationen und Vorträge geben dafür keinerlei Anlass. Mir kann kein Antisemitismus vorgeworfen werden.
Was die angehängten Informationen in meinem Fall beweisen sollen, bleibt das Geheimnis von Herrn Heinrich und dem für Kürzungen Verantwortlichen mm.
Mit freundlichen Grüßen..."
am 13.12.2005 geschrieben
Christian J. Heinrich
Im Juli 2005 berichtete ANTIIMPERIALISTA:
"Website des Antiimperialistischen Lagers gesperrt wegen 'Unterstützung des Terrorismus'. 'Heimatschutz' wird den Befreiungskampf gegen das US-Imperium ni cht stoppen. Am 1. Juli 2005 sperrte der US Provider Westhost unsere Website antiimperialista.org welche dort seit 2000 existiert hatte. Der Grund der hierfür vom Vizepräsidenten angegeben wurde, waren 'terroristische Aktivitäten (oder noch genauer, das Sammeln von Geld für den irakischen Widerstand)'."
Inzwischen hat die Seite, auf der auch Watzal so ausgiebig zu publizieren beliebt(e), einen neuen Provider. Damit kann der "Befreiungskampf gegen das US-Imperium" weitergehen. Der Bonner Bundeszentralen-Doktor muß sich also keine Sorgen um seine Publikationsmedien machen.
am 13.12.2005 geschrieben
Samuel Wilderspin
Ausgeschlafen, Herr Mourad?
Ich danke Ihnen für Ihren Liebesbrief, obwohl es ja ein bisschen arg abstrus ist, was Ihnen da beim Überqueren der Bettkante von den Fingern fiel.
Während Sie schl iefen und von mir träumten, ging ich mit dem Teufel ein Bier trinken. Ich soll Sie von ihm grüßen. Er hat seinen Job hingeschmissen. War ihm zu schweißtreibend da im Feuer. Allah erledigt die Sache jetzt wieder selber.
Sie handeln übrigens wie Herr Özoguz und Herr Watzal, Herr Mourad. Sie verteilen Watschen und schreien auch noch selber "Aua!" Sie koinzidieren "Missverständliches", nehmen Texte vom Netz und bejammern sich selbst als Opfer, als wären Sie unglücklich darüber, dass Allah Ihnen die Hand führte (Sure 9, Vers 14: "Allah wird sie strafen durch eure Hand"). Warum wenden Sie sich mit Ihrem Weltekel nicht an einen seelsorgerischen Notdienst? Wer wie Sie so von "kranken Menschen, Feinden Allahs und schlechten Muslimen" umgeben ist, der hat kein Wohlgefallen in der Welt und ist dem Paradies sicher näher als einer Trinkstätte.
Über Personen wie Sie, Herr Mourad, heißt es in der zweiten Sure, Vers 9: "Sie versuchen, Allah und die Gläubigen zu betrügen, und doch betrügen sie nur sich selbst, ohne dass sie dies empfinden." Denn Sie wünschen den Deutschen das Böse, Herr Mourad, und nennen es das Beste - deshalb unmissverständlich und nochmals: "Man soll die Deutschen darauf aufmerksam machen, dass sie antisemitisch (gegen die Araber) sind." Was soll daran missverständlich sein?
Oder daran ("Muslime im Westen", S.16): "Muslime müssen sich an Abmachungen halten, die in einem künftigen Staatsvertrag zwischen den Muslimen und dem deutschen Staat getroffen werden." - Was soll daran missverständlich sein?
Oder (in Lösung 1, S.5): "Die islamische Kultur beruht auf moralischen Grundsätzen; die westliche Kultur auf dem Materialismus. Es gibt natürlich auch noch andere, weniger bedeutende Elemente der westlichen Kultur."
Oder daran ("Ahadith al-Ahkam, S.89): "Alles, was man ?Reise? nennt, ist einer Frau verboten."
Oder ebd., S.88: "Es ist verboten, mit einer fremden Frau alleine zu sein."
Oder (in Lösung 1, S.6): "Die hier im Westen übliche ?Liebesheirat? gibt es im Islam auch, ist aber eigentlich nur eine ?Unfalllösung?, wenn durch zu engen und somit zumeist unislamischen Kontakt zwischen einem Mann und einer Frau Verliebheitsgefühle aufgekommen sind, die einer schweren Krankheit ähneln und die nur sehr schwer wegzubekommen sind."
Sind doch alles unmissverständliche Aussagen - oder? Sie nageln Ihre "kranken Menschen" schon ans Kreuz (in: "Herangehensweise beim Studium des Islam": ?Erkenne nicht die Wahrheit an den Menschen, sondern den Menschen durch die Wahrheit.?"), noch ehe der "Staatsvertrag" unterschrieben ist. Lernt man diese Form des Erkenntniszwangs beim externen Promovieren über Simulationen biologischer Systeme?
Wahrlich, wahrlich, Samir Mourad, von einem guten Menschen sind Sie weiter entfernt als Allah vom Teufel. Sie werden ja von Kranken und Feinden umschwirrt wie Ihre Nachttischlampe von Motten. Zu Beginn Ihres "I. Strategiepapiers" heißt es: "Es gibt bei vielen Menschen ein verzerrtes Bild über den Islam und feindselige Gefühle gegenüber den Muslimen. Dieser Hass gegenüber den Muslimen und dem Islam ist erstens auf die oft schlechten Umgangsformen seitens vieler Muslime und zweitens auf die Unheil stiftenden Medien zurückzuführen, die oft in den Händen von Leuten sind, die den Muslimen feindlich gesinnt sind - wie z.B. den Zionisten. Der Hass der westlichen Gesellschaft gegenüber den Muslimen wird von den Medien geschürt."
"Die Medien" und "die Zionisten" - aha! Dank dieser Medien machen Sie jetzt die Deutschen darauf aufmerksam, dass nicht sie (die Deutschen), sondern Sie selber "antisemitisch (gegen die Araber)" sind, indem Sie auf Ihrer DIDI-Seite die Idee des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad unterstützen, Deutschland möge einen Teil seines Territoriums an Israel abtreten - und zwar unmissverständlich: "Der Vorschlag für die Verlagerung Israels wäre mit dem Völkerrecht in Einklang".
Mit ihrem Verständnis vom Völkerrecht befinden Sie sich in schöner Gesellschaft zu Herrn Özoguz und zu anderen "Antiimperialisten", "Antizionisten" und "Antiamerikanern", die hier in diesen Foren einen Protest und eine Solidaritätserklärung von Kristina Köhler nutzen, um antiamerikanische, antiisraelische und antijüdische Propaganda zu betreiben. Dabei ist dieser vermeintliche Linksextremismus nur eine Variante rechten Sektierertums, das - anstatt mit neobraunen Horden einen Brudertrunk zu kippen - sich mit diesen schlägt. Denn der mit dem Islamismus kopulierende Antisemitismus und Antiamerikanismus ist spätestens seit 9/12 ein reaktionärer Swingerclub - ein "Jihad against the infidels and crusaders". Daher ließe sich auch Osama bin Laden, von dem dieses Zitat ist, zum Politberater küren, der als "kontroverse Person aus dem islamistischen Bereich die sachgerechte Meinungsbildung" (Thomas Krüger) die "Bundeszentrale für politische Bildung" (BpB) sicher nicht weniger schlecht stützen würde als Ibrahim El-Zayat oder Sie, Herr Mourad.
Mit welcher Legitimation z.B. sprechen Sie von einem "künftigen Staatsvertrag" bzw. mit welcher Legitimität spricht Ibrahim El-Zayat in dieser Deutschland-Predigt von einer "Pflicht", Deutschland "der islamischen Ummah und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen": "Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Es gibt keinen Grund, nicht aktiv an der Neugestaltung dieser Gesellschaft mitzuwirken. Mit der Hilfe Allahs werden wir dieses Land zu unserem Paradies auf der Erde machen, um es der islamischen Ummah und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen."? (Jugendmagazin der Muslimischen Jugend (MJ) TNT, Nr. 1/9,1996, S.2).
Was bedeutet diese paradiesische "Neugestaltung dieser Gesellschaft" überhaupt für die Deutschen? Die Antwort gibt Sabiha El-Zayat, die Frau von Ibrahim El-Zayat: "Für die deutschstämmige Mehrheit bedeutet das eine Re-Integration in die neu entstehende Kultur." Denn es sei "eine genuine Eigenschaft des Islams?, dass die muslimische Kultur fähig war, Sitten und Gebräuche anderer Kulturen, mit denen sie in Kontakt kam, in die eigene zu integrieren, sofern sie nicht gegen essentielle Prinzipien der Gerechtigkeit verstießen."http://www.hgdoe.de/pol/elzayat04-00.htm
Diese "essentiellen Prinzipien der Gerechtigkeit" sind freilich nichts anderes als die feuilletonistische Phrasierung von "Sharia".
Integration im Sinne der Eheleute El-Zayat, anderer führender Islamisten hierzulande und auch von Ihnen, Herr Mourad, ist eine Form des Jihads - eine Graduation der eigenen Bedingtheit vor dem Auge Allahs, die in der Reibung mit den "Nichtmuslimen" unentwegt Forderungen an diese zu stellen hat, um der eigenen politischen Dominanz Vorschub zu leisten und um die "Nichtmuslime", wie der Islamismus schwülstig predigt, "vor dem Feuer zu retten". Integration in diesem Sinn ist keine Forderung an die Muslime, sich in die "Residenzgesellschaft" (Sabiha El-Zayat) einzufügen, sondern eine Forderung an die Deutschen bzw. an die "Nichtmuslime", sich in die "muslimische Kultur" einverleiben zu lassen. "Die deutschstämmige Mehrheit", Herr Mourad, will aber sicher nicht noch mal totalitär absorbiert und zwangsbeglückt werden.
Merkwürdig bleibt indes, weshalb Ibrahim El-Zayat im Frühjahr ausgerechnet gegen Kristina Köhler klagte (hat er was gegen - christdemokratische - Frauen?) und nicht gegen den Verfassungsschutz, die Kölner Polizei, EMMA oder gegen "Sicherheit heute". Dort heißt es (25.03.2005): "Arabische und auch deutsche Muslime sind vielfach in der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) vertreten. Sie ist Mitglied im ZMD (Zentralrat der Muslime). Die Vorläufer-Organisationen der IGD (Moscheebau-Kommission e.V. und Islamische Gemeinschaft in Süddeutschland) sind maßgeblich von Mitgliedern der Muslimbruderschaft (MB) gegründet und geleitet worden. Ziel der Muslimbruderschaft ist die Umgestaltung von Politik und Gesellschaft auf der Grundlage der Sharia, der islamischen Rechts- und Lebensordnung, insbesondere in so genannten islamischen Staaten."
Zwar nennt Ibrahim El-Zayat die hier angesprochene Umgestaltung "Neugestaltung", eine morphologische Therapie ist das aber allemal auch und steht Ihrem ideologischen Entwurf nahe, Herr Mourad, der gleichfalls auf Künftiges - den "Staatsvertrag" - zielt, also ebenso eine revolutionäre "Neugestaltung" der gesellschaftlichen Verhältnisse vorsieht.
Freilich gibt es außer Ihnen und Ibrahim El-Zayat noch andere, die ihr ideologisches Süppchen im Topf der Muslimbruderschaft kochen. Zum Beispiel der Vorsitzende vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), Nadeem Elyas. Er sagt in "ZMD stellt sich vor" http://www.islam.de/: "Es ist ein Anliegen des Zentralrates der Muslime in Deutschland?in unserem Land am Aufbau einer neuen ethischen Kultur und eines moralischen Grundgerüstes mitzuwirken." Auch hier ist an eine "Neugestaltung" im Sinn von Ibrahim El-Zayat gedacht und an einen "künftigen Staatsvertrag" in Ihrem Sinn, Herr Mourad. Das einzige "Missverständliche", das es m.E. übrigens gibt, ist der Umstand, dass man Ihren "Informationsdienst" für ein seriöses akademisches Institut halten könnte.
Woher rührt aber dieses sichtlich unbescheidene, totalitär-anmaßende, politische Verwandlungsbegehren, dieses "revolutionäre-rückschlägige" (Thomas Mann) Sendungsbewusstsein? Es rührt vom Menschenbild im Islam, das seine Hauptquelle natürlich im Koran hat. Denn im Islam ist ein Mensch von Natur Muslim. Mit dem islamischen Bekenntnis (Schahada - "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet") wird aus einem Muslim als Zeichen der Schöpfung zusätzlich ein Muslim der Bezeugung. Der "echte" Muslim ("Mu?minun") bekennt in einer Tautologie, was für ihn ohnehin der Fall ist, während die Verleugnung der islamischen Glaubenswahrheit dem Verleugner den Titel "Kafirun" (Nichtmuslim) einträgt. Selbst die uneingestandene Weigerung nagelt den Kafirun an dem Verdikt fest, das er ein "fehlgeleitetes" Leben führe und permanent falsch handle. Das heißt, dass die menschliche Würde im Islam an ein göttliches Naturrecht gekoppelt bzw. versklavt ist, das dem Muslim eine ganz andere Seinsqualität zuspricht als dem Kafirun und den Grund abgibt zu einem totalitären, religiös fundierten Rassismus. Ich verweise dazu nachdrücklich auf die Internetseite der IGD von Ibrahim El-Zayat, wo unter den Links "Grundlagen des Islam/Was ist Islam?" und dem Titel "Islam - Gesetz des Universums/Wie äußert sich Kufr?"
http://www.ig-d.com/html/grundlagen/GESETZ%20DES%20UNIVERSUMS.htm#1
sich eines der menschenfeindlichsten Pamphlete findet, das je in deutscher Sprache geschrieben worden ist. Ich zitiere aus dem etwa dreiseitigen Skript jetzt lediglich die ersten beiden Sätze:
"Im Gegensatz zum vollkommenen Moslem gibt es den Menschen, der, obwohl er ein geborener Moslem ist und es unbewusst sein Leben lang bleibt, die Fähigkeiten seines Verstandes, seines Intellekts und seiner Intuition nicht zur Erkenntnis seines Herrn und Schöpfers benutzt und seine Freiheit der Wahl missbraucht, indem er sich dafür entscheidet, Ihn zu verleugnen. Solch ein Mensch wird zu einem Ungläubigen - in der Sprache des Islams zu einem Kafir."
Entsprechend gibt es z.B. in Zeugnissen des Religionsunterrichts von Burhan Kesici von der Islamischen Föderation in Berlin "zwei Arten von Menschen. Die einen sind unsere Geschwister im Glauben, mit den anderen sind wir durch das Menschsein verbunden". (taz vom 1.12.04).
Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) kennt sogar drei Menschenarten, weil es neben der Geschwisterlichkeit im Glauben auch die Geschwisterlichkeit im Blut gibt (Freitagspredigt vom 30. September 2005): "Nachbarn teilen sich in drei Gruppen auf: Nachbarn, die Anspruch auf mindestens ein Recht haben. Das sind diejenigen, die das wenigste Anrecht haben. Dann gibt es solche, die Anspruch auf zwei oder drei Rechte haben.
Die Nachbarn, die nur ein Recht besitzen, sind die, die weder Muslim noch Verwandte sind, aber noch ihre Rechte als Nachbarn haben.
Die Nachbarn, die zwei Rechte haben sind solche, die Muslime sind, aber nicht verwandt sind. Diese haben ihre Rechte als Nachbarn und Glaubensgenossen.
Diejenigen, die ein dreifaches Recht besitzen, sind solche, die verwandt und gläubig sind. Gegenüber dieser Gruppe Nachbarn hat man eine dreifache Verantwortung: als Glaubensgenosse, Nachbar und Verwandter." (El-Camiussagir, s.222, Hadis no:3656)." - "NOCH!" Noch haben also diejenigen ein Recht, die nur Nachbarn, aber keine Verwandten oder Glaubensgenossen sind. Aber: Wie lange noch? - Überdies ist an diesem Predigtzitat schön zu sehen, wie ein im Grunde irrelevanter Sachverhalt innerhalb der Glaubensgemeinschaft - ob man familiär verwandt ist oder nicht -, zu einer Sache von juristischem Belang aufgebauscht wird. Dies spiegelt sich dann nicht bloß in religionsgeschichtlichen, sondern eben auch in stammesgeschichtlichen und nationalistischen Bezügen wider, weshalb die erlauchte Ummah (Gemeinschaft aller Muslime) nichts weiter als eine Fiktion tätiger Glaubensbezeugung ist und deren Sinnerfüllung sich, wie man an vielen Weltecken beobachten kann, mehr gegensätzlich denn gemeinschaftlich gestaltet.
Ein Kafirun, ein Ungläubiger bzw. ein Nichtmuslim ist aber nicht nur ein weitgehend Rechtloser (IGMG) und Einzuverleibender (IGD), sondern auch ein Sünder, dem gemäß den Worten von Nadeem Elyas die Vernichtung droht: "Jede Reklame, die man sieht, ist eine Sünde, fast jede Reklame. Jeder Film, den man sieht im Fernsehen, ist eine Sünde. Auch die wichtigen Sachen in unserem Leben, nehmen wir die "Tagesschau", nehmen wir die Nachrichtenmagazine usw. Wenn das Übel, wenn das Verderbnis, wenn die Sünden so zunehmen, dann werdet ihr vernichtet" (am 19.3.1994, zitiert nach REPORT MAINZ vom 21. Juli 2003).
Nadeem Elyas lehnt sich hierbei an die Sure 3, Vers 187 an, wo es heißt: "Die Ungläubigen sollen nicht wähnen, dass das, was Wir ihnen an Frist gewähren, für sie gut sei; Wir geben ihnen nur langes Leben, so dass sie in Sünde wachsen. Und für sie ist eine schändende Strafe (bestimmt)."
Nimmt man das weiter o.g. Zitat hinzu, wonach Nadeem Elyas der "Aufbau einer neuen ethischen Kultur" in einem Deutschland "ohne moralischem Grundgerüst" ein "Anliegen" ist sowie eine Äußerung von ihm in Hamburg, wonach die deutsche Verfassung so lange zu akzeptieren sei wie die Muslime in der Minderheit seien, dann wird klar, dass Nadeem Elyas Deutschland im Ringen mit dem Islam als ein Moratorium betrachtet.
Man liegt nämlich nicht falsch, wenn man das fehlende moralische Grundgerüst, das Nadeem Elyas für Deutschland konstatiert, als eine Krankheit sowohl im Sinne des Korans als auch seines geistigen Ziehvaters Hassan al-Banna interpretiert. In Sure 2, Vers 10 heißt es nämlich über die Ungläubigen: "In ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit, und für sie ist eine schmerzliche Strafe dafür (bestimmt), dass sie logen." Hassan al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft und im übrigen auch der geistige Ziehvater von Ibrahim El-Zayat, nimmt dieses Motiv auf und schenkt selbst Ihnen, Herr Mourad, dieses von mir bereits zitierte Wort: "Die Menschen sind wie Kranke?":
Zur Verneinung der republikanischen Öffentlichkeit in Deutschland (die er gleichwohl gerne selber nutzt) und zum programmatischen "Anliegen" von Nadeem Elyas vom "Aufbau einer neuen ethischen Kultur" in Deutschland schrieb daher Jürgen Schmude (DIE WELT vom 28.2.02): "In Deutschland hat man die Erfahrungen mit Gruppierungen nicht vergessen, die sich nur so lange an die Verfassung halten, bis sie die Mehrheiten zu ihrer Abschaffung erreicht haben."
Festzuhalten bleibt also nochmals, dass die so genannten "Nichtmuslime" von den wichtigsten muslimischen Verbänden in Deutschland als weitgehend rechtlose (IGMG), zu vernichtende (ZMD) und einzuverleibende Individuen (IGD) angesehen werden. Und ich betone: die Verbände verabreichen (sich) die Denunziation selbst, es ist keine Sache der Interpretation oder Projektion.
Zu dieser Einsicht gelangt man freilich nicht, Herr Mourad, wenn man wie Sie den Islam als ausgelutschte Worthülse benutzt, indem Sie Nadeem Elyas und anderen nachplappern, mit den Schlechtigkeiten der Welt, besonders mit Terroranschlägen hätte "der Islam nichts zu tun", er trage daran keine Schuld, es ließe sich keine Rechtfertigung in ihm dafür finden etc. Das ist so trivial wie wahr! Aber Handelnde haben Rechtfertigungsgründe für ihre Taten, und solche Rechtfertigungsgründe stehen im Koran und können darin stehen. Der Koran ist im Rechtfertigungszusammenhang "Islam" jedoch ein isoliertes Element, weshalb die negierende Bezugnahme zum "Islam" etwas ausgesprochen Hohles und Belangloses hat und dem Einlullen der Nichtmuslime dienlich sein mag (Sure 16, Vers 125: "Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung auf, und streite mit ihnen auf die beste Art?"), aber nicht der Wahrheitsfindung.
Wir sind weit davon entfernt, dass der Islam sowohl als Religion als auch als staatliches Ordnungsgebilde in einer aufklärenden Relativierung der Dichotomie Muslim/Nichtmuslim über seinen Schatten zu springen vermag. Dazu müsste der Islam als kulturelles Weltbild u.a. ein religionssoziologisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass seine gerade auch politischen Selbstlegitimationen und Chiffren arachaisch-mythologischen Ursprungs sind. So aber bleibt die Dichotomie "Muslim/Nichtmuslim" mit all ihren politischen Implikationen das elementar konstituierende Element im Islam, das natürlich im Koran wurzelt, wo die Trennung der Menschheit in Gläubige und Ungläubige, Muslime und Nichtmuslime vorgenommen wird. Zwar gibt es dort unter den Ungläubigen auch "Götzendiener", aber diese zusätzliche Differenzierung ist bei den Erben des Propheten, also z.B. im Zentralrat der Muslime, in der Islamischen Gemeinschaft von El-Zayat und in der Islamischen Föderation verschwunden, und trotz des Etiketts "Nachbar mit dem wenigsten Anrecht" auch bei Milli Görüs eliminiert. Entscheidend ist dabei die Deutung des Begriffs "Islam". Denn die bekennende Selbstschöpfung (neben der naturrechtlichen durch Allah) des Muslims zum Muslim in der Schahada geschieht ja nicht in der Distanznahme zum ungläubigen Gegenüber, sondern in der Unterwerfung - "Islam" - unter Allah und der Fusion mit dessen Willen. Dieses spirituell-mystische Element ist das religiöse Gütesiegel des Islams als Religion. Das Ziel und das Ergebnis dieser Fusionsleistung gipfelt in der annähernden Synchronisation des eigenen Willens mit dem von Allah, d.h. die gelebte Einheit mit dem Willen Allahs erschafft den Islam als Lebensform fortwährend neu und erzeugt den Moslem als ein narzisstisches Spiegelprodukt von Allah. Ein Moslem ist in dieser Schicksalsgemeinschaft dank des göttlichen Angebots sowohl Opfer als auch Nutznießer, der sich, wie es vielleicht ein aufgeklärter Europäer gesagt haben würde, religionskapitalistisch ausbeuten lässt. Am Ende nämlich erntet Allah - "zu ihm kehrt alles zurück" - seine Schöpfung wieder, und der Moslem steht trotz arkadischer Verheißungen mit leeren Händen da. Schöpfungsgeschichtlich ist ein Muslim somit allenfalls ein Risikofaktor, dem Allah misstraut, da er ein Mensch ist. Aber an dieser Stelle geschieht etwas Unerwartetes: Wie Allah mit dem Muslim umspringt, so springt der Muslim bzw. der Gläubige mit dem Ungläubigen um, d.h. auch die "Parallelgesellschaft" ist im Koran bereits konstitutionell angelegt. Denn den Gehorsam, den Allah vom Gläubigen fordert, fordert der Gläubige vom Ungläubigen. Aus diesem doppelten Zugzwang bzw. aus dessen Transgression erklärt sich, weshalb der Islam wie keine zweite Religion sein Selbstverständnis über denunzierende Distanznahmen zu anderen Religionen begründet und in seinem daraus resultierenden Absolutheitsanspruch dann (auch) in obskuren faschistischen Denkmodellen, Sozialphantasien und Ansprüchen mündet und dort sein Auskommen sucht. Das heißt: der Islam sieht sich von Geburt an als ein Opfer der Weltgeschichte. Schuld daran hat jenseits gegebener Realitäten stets ein feindliches Gegenüber, das in nationalen, ethnischen oder eben "nichtmuslimischen" Identitäten greifbar wird. Diese Identitäten werden in argumentativen Zusammenhängen stets zu Gunsten eines imaginierten Islams gegeneinander ausgespielt, weshalb es selbst in Bezügen innerhalb der "arabischen Weltliga" nie ein befriedetes oder friedliches "islamisches Land" geben kann, weil es immer einen Islam als Rechtssystem geben wird, der mutmaßlich besser ist als der gerade herrschende. Nur ein entfesselter innerislamischer Religionskrieg ist hier eine Lösung - oder aber eine Aufklärung, die u.a. eine Korankritik auch als Textkritik toleriert und selbst einem nichtmuslimischen Kritiker nicht gleich nach dem Leben trachtet. Wenn aber selbst ein gemäßigter muslimischer Kritiker - ich erinnere an Farag Foda - seine Kritik mit dem Leben bezahlt und dieser Mord von der islamischen Kurie gutgeheißen wird, dann ist der Islam vom Anspruch, als ein Synonym für Frieden zu gelten, sehr, sehr weit entfernt.
Frohe Weihnachten - Samuel Wilderspin
am 20.12.2005 geschrieben
Samir Mourad
Lieber Herr Wilderspin,
ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute.
Kommen Sie gut ins neue Jahr.
Samir Mourad
am 20.12.2005 geschrieben
Samir Mourad
noch ein kleiner Zusatz:
danke für die Kritik, Herr Wilderspin. Dann hat man die Gelegenheit, sich zu verbessern.
Umar, der zweite Kalif des Islam, hat einmal gesagt: "Gott möge mit dem barmherzi g sein, der uns unsere Fehler aufzeigt."
Alles Gute,
Samir Mourad
am 20.12.2005 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Betr.: Die Anmerkung des Volkskorrespondenten (VoKo) Christian J. Heinrich vom 13. 12. 2005.
Sehr geehrte Frau MdB Köhler,
ich bitte um Abdruck meiner Erwiderung auf die Einlassung des VoKo Hei nrich.
Natürlich mache ich mir keine Sorge um dieses Publikationsmedium, da ich dort nie originär publiziert habe. Vielleicht akzeptieren der Volkskorrespondent und seine Auftrageber einmal die Tatsache, dass die Nachdrucke meiner Artikel und Rezensionen in der Zeitschrift "Intifada" erfolgten; sie waren vorher alle in renommierten Tageszeitungen und Zeitschriften nachzulesen.
Der Beitrag des VoKo Heinrich auf der so genannten Achse des Guten besteht aus Collagen und falschen Tatsachenbehauptungen. Diese in altbekannter Blockwartmentalität verfasste denunziatorische Meldung an eine unheilige "Inquisitionsbehörde" wird von einigen ihrer Mitglieder wie eine Ex-Kathetra-Entscheidung exekutiert. Im "finsteren" Mittelalter wurden die Delinquenten wenigstens noch angehört!
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Watzal
am 21.12.2005 geschrieben
i-fish
sehr komisch nur, saß Watzal nie offenlegt, welche renommierten Zeitungen das wohl waren, die seine Texte im Original abdruckten...
am 09.01.2006 geschrieben
Justus Jonas
Lieber Herr Dr. Watzal,
als Beobachter der Diskussion ist mir Folgendes noch nicht ganz klar geworden:
1. Warum haben Sie zugelassen, dass Ihre Artikel in einem Organ wie der Intifada abgedruckt werden?
2. In welchen renommierten Zeitungen waren die Artikel zuvor zu lesen? (Ich habe sie nicht gefunden)
Herzlichen Dank!
MfG,
Justus
am 09.01.2006 geschrieben
Dr. Ralf Balke
Sehr geehrte Frau Köhler,
reichlich absurd finde ich es, dass sich Herr Dr. Watzal als Opfer einer Denunzierungskampagne empfindet und auf das Recht pocht, seine Meinung frei äußern zu dürfen. Andererseits verklagt er jeden, dem die Distanzlosikeit des Mitarbeiters der Bundeszentrale für politische Bildung zum radikalen Islamismus nicht ganz geheuer ist. Erst zerrte er den Politologen Dr. Lars Rensmann vor den Kadi, dann Samuel Laster von www.juedische.at, versuchte es bei Matthias Küntzel, ebenfalls Politologe, und ferner gegen den Herausgeber eines Bonner Studentenmagazins. Vielleicht handelt es sich ja dabei um ein neues Geschäftsmodell, weil die Honorare für Auftritte bei Veranstaltungen wie der extremistischen Gruppe "Linksruck" eine Spur zu mager ausfallen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ralf Balke
am 10.01.2006 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Sehr geehrter Frau MdB Köhler,
ich bitte um Abdruck des folgenden Leserbriefes:
mit dem Geschreibsel des Herrn Balke lohnt sich nicht die Auseinandersetzung. Es scheint, als habe er ein grundsà ¤tzliches Problem mit der Wahrheit. Darauf habe ich bereits in meinem ersten Brief vom 23. November 2005 hingewiesen. Auch in seinen letzten Bemerkungen liegt er wieder einmal knapp neben der Wahrheit. So habe ich Herrn Rensmann natürlich nicht "vor den Kadi" gezerrt. Der Anwalt von Herrn Rensmann hat schon am 13. Juli 2005 eine Unterlassungsverpflichtung im Auftrag seines Mandanten unterzeichnet, weil der Autor in seinem Buch "Demokratie und Judenbild" zwei Zitate zu meinen Ungunsten falsch "zitiert" hatte, um es freundlich auszudrücken. Diese Stellen wurden dann von zahlreichen Bibliotheken weltweit geschwärzt. Oder die Unterlassungsverpflichtung wurde mit dem Buch fest verbunden, wie in der Bibliothek des Deutschen Bundestages. Herr Balke sollte also mit falschen Tatsachenbehauptungen vorsichtiger umgehen. Auch die anderen von Balke erwähnten Fälle sind differenzierter, als er sich dies wahrscheinlich vorstellen kann. In Kürze werde ich eine ausführliche Dokumentation vorlegen, um u. a. die grotesken Einlassungen des Herrn Küntzel zurechtzurücken.
Mit freundlichen Grüßen
L. Watzal
am 15.01.2006 geschrieben
Dr. Ralf Balke
Sehr geehrte Frau Köhler,
wenn sich mein Geschreibsel nicht der Auseinandersetzung lohnt, bleiben wir beim Wesentlichen und werfen noch einmal einen Blick auf das des Herrn Dr. Watzal. Jüngst verfa sste er im "Freitag" eine Jubelrezension zu einem Buch aus der Feder Israel Shamirs - einer mysteriösen Gestalt, die mehrfach ihren Namen und ihre Staatsbürgerschaft wechselte. Nun könnte man Herrn Shamir einfach nur unter der Rubrik "durchgeknallter Antisemit" abhaken, doch dank seiner Einstellung steht er mit Horst Mahler und einigen anderen Geistesgrößen auf der Gästeliste des iranischen Staatspräsidenten Achmadanidschad, der bekanntlicherweise demnächst eine Konferenz in Teheran abhalten will, um endlich die "Wahrheit" über den Holocaust rauszufinden. Herr Watzal jedenfalls geriet bei der Lektüre des Buches von Israel Schamir "Blumen aus Galiläa" vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen. Aber lesen Sie bitte selbst:
Freitag 22
03.06.2005
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Ludwig Watzal
Die echten und die falschen Juden
KONVERTITDer israelische Publizist Israel Shamir kritisiert sein Land
Es gibt immer wieder Israelis, die sich aus moralisch-ethischen Gründen dem nationalen Konsens verweigern, indem sie die Menschrechtsverletzungen und die brutale Unterdrückung der Palästinenser mutig anprangern. Zu ihnen gehört Israel Shamir, der 1947 in Novosibirsk geboren wurde und 1969 nach Israel kam. Als Soldat einer Fallschirmjägereinheit kämpfte er im Yom Kippur-Krieg 1973. Lange Zeit verlief sein Leben in Israel unspektakulär. Er übersetzte den Talmud, James Joyce, Homer und andere Klassiker ins Russische. Er arbeitet für das israelische Radio, und schreibt für eine Zeitungen in Israel, Russland und Japan.
Das brutale Vorgehen des israelischen Militärs gegen die Al-Aqsa-Intifada der Palästinenser bewirkte in ihm 2001 einen Sinneswandel. Er beschreibt ihn durch folgende Anekdote: Eine jüdische Geschichte erzählt von einen stummen Kind, das trotz intensiver ärztlicher Bemühungen niemals ein Wort sprach. Eines Tages, im fortgeschrittenen Alter von zehn Jahren, ließ es bei Tisch plötzlich seinen Löffel fallen und rief: "Die Suppe ist salzig!" Die Eltern fragten ihr Kind erstaunt, warum es all die Jahre geschwiegen hatte und es antwortete: "Bis jetzt war immer alles in Ordnung." Shamir begann, über die Menschenrechtsverstöße, die angeordneten, gezielten Hinrichtungen von Palästinensern durch die israelische Armee und die Zerstörung ihrer Existenzgrundlagen zu schreiben. Hinzu kam, dass er zum Christentum konvertierte, wie dies auch Mordechai Vanunu tat; dies wird ihm seitens des Judentums niemals verziehen. Damit begannen seine Schwierigkeiten. Hinzu kam, dass er dem Beirat von "Deir Yassin Remembered" angehört, einer Organisation, die das Massaker jüdischer Terrororganisation an den Bewohnern des Dorfes Deir Yassin vor dem Vergessen bewahren will.
Shamir vertritt wie der verstorbene palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said die Einstaatenlösung für Israel/Palästina. In der vorliegenden Essaysammlung spricht sich der Autor für die "Befreiung Palästinas" von israelischer Okkupation aus. Er setzt sich aber noch für eine weitere Befreiung ein, und zwar der des öffentlichen Diskurses über dieses Thema. Für ihn findet eine bizarre Debatte über den Antisemitismus in Europa statt. "Ich bin besonders besorgt über die Anti-Antisemitismus-Propaganda, die den erhöhten Stellenwert der Juden in den Köpfen noch verstärkt, als ob der Hass auf einen Türken oder einen Deutschen besser wäre als der auf einen Juden." Die Deutschen hätten die wichtigste Lektion des Zweiten Weltkrieges nicht verinnerlicht: "Juden oder Nichtjuden - seien es nun Deutsche, Polen oder Palästinenser - sollten alle gleich behandelt werden." Die Organisatoren der OSZE-Konferenz gegen Antisemitismus 2004 in Berlin hätten auch Shamir einladen sollen. "Der unaufhörliche ?Kampf gegen den Antisemitismus? ist in der Tat nicht die Verteidigung einer kleinen, verfolgten Nation. Wenn dem so wäre, dann würden Sie die belagerten Palästinenser verteidigen. Es ist auch kein Kampf gegen den Rassismus, denn Sie verteidigen das rassistische System der Apartheid in Palästina ... Es handelt sich eher um einen umgekehrten Antisemitismus, da den Juden Gleichheit abgesprochen wird und sie über die Normalsterblichen erhoben werden."
Der Autor macht in seinen Essays einen Streifzug durch seine Wahlheimat und kommentiert die groteske Situation freimütig und bissig-literarisch. So beschreibt er die Lage der russischstämmigen Israelis als hochgradig frustriert und "konfus". Die meisten von ihnen hätten nie Kontakt zum Judentum gehabt und interessierten sich auch nicht dafür. Viele von ihnen werden nicht als "wahre Juden" betrachtet, und ihre Toten müssen sie hinter der Friedhofsmauer begraben, auf einem Fleck, der für Personen mit "zweifelhaften Ursprung" reserviert ist. Nach der Explosion in der Diskothek in Tel Aviv wurde dies für alle sichtbar: Die jüdisch-orthodoxen Totengräber weigerten sich, die toten russischen Mädchen auf einem jüdischen Friedhof zu begraben. Nicht viel besser ergeht es den nordafrikanischen Einwanderern; sie sind "gebrochene Menschen". 75 Prozent der Gefängnisinsassen sind Sepharden. Politiker wie Arie Deri, Yitzhak Mordechai, Aaron Abu Hatzera, Schlomo Ben Ami oder der Verleger Ofer Nimrodi scheiterten wegen ihrer sepharischen Abstammung. "Sobald sich ein orientalischer Jude nach oben arbeitet, wird er vom System wieder zurückgestuft."
Sehr freimütig schreibt Shamir auch über die brutale Gewalt der Siedler. Indem sie das Land zerstören, "bereiten sie sich ihr eigenes neues Exil". Neben den "Chauvinisten" gebe es aber auch "gute Israelis". Der Unterschied zwischen beiden Gruppen ist aber nur ein marginaler. "Die jüdischen Chauvinisten wollen ein Palästina ohne Palästinenser. Sie wollen Chinesen für die Feldarbeit ins Land holen und Russen, die die Chinesen überwachen sollen." Die liberalen Israelis können sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen, "in der die Palästinenser ihre bewachten Ghettos verlassen und zur Arbeit nach Tel Aviv kommen dürfen". Beiden sei jedoch die "Zurückweisung Palästinas" gemeinsam.
Shamir vertritt die These, dass die Welt zurück ins Mittelalter befinde und Israel dabei seine "feindselige Haltung gegenüber dem Christentum wieder aufleben lässt". Als Beleg dafür zitiert er einen Vorfall, bei dem ein Soldat aus seinem Merkava Panzer eine Rakete auf die Madonnenstatue auf der Kirche der Heiligen Familie in Bethlehem abfeuerte. Zu Recht behauptet der Autor, dass die westliche Welt "ein getrübtes Bild der Geschehnisse im Mittleren Osten" habe. Israelis begehen "terroristische Taten an Palästinensern, doch die Bezeichnung ?Palästinenser? ist heute ein Synonym für Terrorismus geworden ... Israel und die USA missachten die internationalen Gesetze, doch ihre Gegner werden als ?Schurkenstaaten? dargestellt." Das Buch ist eine freimütige Darstellung Israels und seiner Politik, die viele so nicht sehen und wahrhaben wollen.
Israel Shamir: Blumen aus Galiläa. Schriften gegen die Zerstörung des Heiligen Landes, ProMedia, Wien 2005, 214 S., 17,90 EUR
am 20.01.2006 geschrieben
Dr. Ludwig Watzal
Sehr geehrte Frau MdB Köhler,
mir fällt bald nichts mehr zu Herrn Balke ein. Wie ein kleiner Schulbub rennt er zur Lehrerin und petzt: Frau Abgeordnete ich weiß noch was! Bevor er sich wieder me ldet, möchte ich Ihnen einen Beitrag zu Israel Shamir übersenden, der vielleicht ein wenig zur Aufklärung über die Person beiträgt:http://www.freitag.de/2006/06/06061502.php
Mit freundlichen Grüßen
L. Watzal
am 09.02.2006 geschrieben