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Bundestag senkt Steuern für Nerobergbahn
· Wahlkreis Wiesbaden · Infrastruktur und Verkehr
Seit fast 120 Jahren ist sie eines der Wahrzeichen Wiesbadens - die Nerobergbahn. Durch eine ausgeklügelte Technik transportiert die Wasserballastbahn jährlich fast 300.000 Besucher auf den Wiesbadener Hausberg. Im Laufe der Zeit wurde das Material, nicht aber die Technik modernisiert, so dass die Bahn ein technisches Kulturerbe darstellt. Bislang war sie war aber nicht nur hinsichtlich Technik und Aussehen etwas Besonderes. Als Seilbahn wurde sie auch steuerlich gesondert behandelt, und kam nicht wie andere Nahverkehrsmittel in den Genuss des ermäßigten Steuersatzes. Auf Betreiben der CDU/CSU-Fraktion wurde diese Gesetzeslücke am Donnerstag vom Bundestag geschlossen, gab die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler bekannt. Im Jahressteuergesetz 2008 werden Seilbahnen mit anderen Nahverkehrsmitteln steuerlich gleichgesetzt und müssen zukünftig nur noch den ermäßigten Umsetzsteuersatz von 7 Prozent zahlen. Dies sei eine der letzten Initiativen Edmund Stoibers gewesen, der mehr Steuergerechtigkeit für die vom Tourismus abhängigen Alpenbahnen erreichen wollte. Davon profitiere jetzt auch Wiesbadens Bergbahn, schmunzelte Köhler.
Die Besteuerung von Seilbahnen mit dem Regelsteuersatz in Höhe von 19 Prozent führte bei den betroffenen Fremdenverkehrsbetrieben zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen, so Köhler. "Ich freue mich, dass die Nerobergbahn als wichtige Touristenattraktion Wiesbadens von der neuen Regelung profitieren wird, und hoffe, dass ESWE den Vorteil über einen niedrigeren Fahrpreis an die Gäste weitergeben wird", sagte Köhler.







