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Bund ermöglicht Hörbücher von Holocaustopfern // Kristina Schröder setzte sich für Museum Spiegelgasse ein
"Ich freue mich unendlich! Jetzt können wir die Geschichten von Zeitzeugen des Holocausts aufzeichnen", rief Prof. Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Lazarus Stiftung Wiesbaden, als er den Anruf der Wiesbadener Bundestagsabgeordneten Dr. Kristina Schröder erhielt. Schröder hatte sich beim Kulturstaatsminister des Bundes, Bernd Neumann, für die finanzielle Unterstützung von bis zu 30 Hörbüchern über die Lebensgeschichte von Opfern des Holocaustes eingesetzt. Mit Erfolg: Der Bund stellt nun eine Förderung über 50.000 Euro in Aussicht. Dafür kann die Stiftung die Lebensgeschichten von Opfern aufzeichnen, die bislang eher unbeachtet geblieben sind. "Die erzählten Geschichten gehen viel mehr unter die Haut als Bücher. Wir müssen sie jetzt aufzeichnen, sonst sind sie wegen des hohen Alters der Opfer unwiderruflich verloren", sagte Schröder. Sie freue sich, dass der Bund die umfassende Aufklärungsarbeit des Aktiven Museums Spiegelgasse Wiesbadens bzw. der von ihm gegründeten Lazarus Stiftung anerkenne, so Schröder.
Das Aktive Museum Spiegelgasse (AMS) besteht seit über 20 Jahren. Es sammelt und bereitet Dokumente und Zeugnisse der deutsch-jüdischen Geschichte Wiesbadens auf und macht sie Interessierten zugänglich. Es bietet verschiedensten Zielgruppen Raum sich mit dem Dritten Reich und dem Holocaust auseinanderzusetzen und leistet vielfältige Aufklärungsarbeit für Jugendliche. Das Museum finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, öffentliche Zuschüsse und Drittmittel. Mitglieder des Museums haben 2009 die Paul-Lazarus-Stiftung gegründet, die die bisher vom Museum durchgeführte Forschung und Publikation ausweiten und professionalisieren soll.







