Dr. Kristina Schröder

Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Wiesbaden
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Bürgersprechstunde in Sonnenberg mit Dr. Werner Jopp

· Wahlkreis Wiesbaden · Bürgersprechstunde

Am Donnerstag Nachmittag veranstaltete Kristina Köhler ihre Bürgersprechstunde, die regelmäßig in einem immer anderen Stadtteil Wiesbadens stattfindet. Diesmal stand sie zusammen mit dem Sonnenberger Ortsvorsteher Werner Jopp in der Ortsverwaltung Rede und Antwort.

Ganz unterschiedliche Themen wurden von den Wiesbadenern in den persönlichen Gesprächen angesprochen: Hochschulpolitik, die Verkehrssituation in der Parkstraße, Möglichkeiten des Schüleraustauschs nach Osteuropa, eine mietrechtliche Problematik und Möglichkeiten der Würdigung von Adam Elsheimer, einem bedeutenden deutschen Maler des 17. Jahrhunderts.

Kommentare

  • Helen Manteuffel, Berlin

    Liebe Frau Köhler,
    Es freut mich sehr, dass Sie nun Bundesministerin geworden sind - das Ressort der Familienministerin wird sicherlich eine spannende Aufgabe sein. Dass einige Medien etwas seltsam kritisch sind, darf Sie nicht schrecken, das war damals bei Frau Merkel ja noch viel stärker, und niemand wagt es mittlerweile aus den Kreisen der Journalisten, ihr ihre Kompetenz in Frage zu stellen. So wird es auch bei Ihnen sein.
    Übrigens ist aus meiner Sicht auch Frau von der Leyen eine echte Bereicherung für die Regierung gewesen - sie war eigentlich die erste Familienministerin, die sich wirklich stark für den Ausbau der Kitas einsetzte. Unter Schröder - aber auch schon unter Kohl - ist das sehr vernachlässigt worden. Frau von der Leyen hat es geschafft, das erstmals die Geburtenrate Deutschlands leicht wieder angestiegen ist.
    Dieses Thema beschäftigt mich zur Zeit am Stärksten. Die von der CSU so vehement geforderten 150 Euro für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken wollen, wären nämlich eine absolut kontraproduktive und integrationsfeindliche Maßnahme.
    Erstens wäre der Betrag nicht wirklich eine Entlastung für Leistungsträger. Eine so geringe Summe würde bei der Entscheidung, das Kind zu Hause zu versorgen, kaum eine Rolle spielen. Wohl aber würden in den sozial schwachen Schichten dieses Geld eine gewisse Verlockung darstellen. In Berlin ist es schon jetzt so, dass in bestimmten Kreisen das Kindergeld ein Hauptmotiv für eine grosse Kinderzahl darstellt - und das, obwohl die Eltern in keiner Weise einer kompetenten Erziehung gerecht werden. In dieser Frage hat der Bezirksbürgermeister von Neukölln 100% Recht.
    Man darf nicht durch eine Geldprämie bestimmte Fehlentwicklungen noch zusätzlich unterstützen. Das Geld sollte lieber direkt in die Kitas fliessen - in den Parallelgesellschaften müsste man im Gegenteil den Druck auf die Eltern erhöhen, damit diese ihre Kinder in Kitas geben. Die Zustände in Berlin sprechen ohnehin für sich. Aber die CSU macht einen grossen Fehler, wenn sie glaubt, ihre Wähler mit dieser Massnahme zu gewinnen - die Leistungsträger in Bayern wollen ebenfalls lieber gute Einrichtungen haben, in die man die Kinder getrost schicken kann. Wer aber sein Kind zu Hause erziehen möchte, braucht dafür kein solches Taschengeld.
    Ich plädiere bei diesem Thema nachdrücklich dazu, sich an Frankreich und Skandinavien zu orientieren. Ein grosses Kindergeld gibt es dort nicht, wohl aber vorbildliche Kitas und Ganztagesschulen, in die auch die muslimischen Kinder aus den Parallelgesellschaften integriert werden können. Wenn man diese Aufgabe vernachlässigt, werden die Problem in 20 Jahren noch viel grösser sein.
    Nun aber genug geschrieben - alles Gute und viel Kraft und Erfolg für Ihre neue Aufgabe.
    Viele Grüsse,
    H. Manteuffel

    am 27.11.2009 geschrieben

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