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Brutaler Überfall in Kloppenheim
Zum brutalen Überfall am Sonntagmorgen in der Kloppenheimer Turnhalle erklären der Wiesbadener Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses Horst Klee und die innenpolitische Berichterstatterin der CDU/CSU für Integration und Extremismus im Bundestag, Kristina Köhler:
"Der brutale Überfall ist ein Schock für uns alle. Wir hoffen, dass die Opfer bald wieder gesund werden. Der Überfall zeigt deutlich, dass die Debatte um einen stärkeren Opferschutz und um die Verhinderung und Bekämpfung von Jugendgewalt konsequent weiter geführt werden muss."
Täterschutz vor Opferschutz?
Die Beschuldigten der Tat wurden vom Haftrichter inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt, weil eine Fluchtgefahr verneint worden war.
Dazu Horst Klee: "Wenn der Richter glaubt, nichts anderes entscheiden zu können, ist dies kaum nachzuvollziehen. Wer mit Vorsatz Stunden nach einem Vorfall mit Schlag- und Stichwaffen ehrenamtlich Tätige überfällt und ihnen 14 bzw. 4 Messerstiche zufügt, kalkuliert auch den Tod von Menschen mit ein. Ich bin gespannt, ob bei Prozessbeginn, der hoffentlich bald angesetzt wird, noch alle Verbrecher anwesend sind."
Beide Politiker betonen: "Ob hier das Strafprozessrecht der Realität noch gerecht wird, muss dringend überprüft werden."
Debatte um Jugendgewalt muss weiter geführt werden
Kristina Köhler hob hervor, dass auch die Debatte um Jugendgewalt weiter geführt werden müsse. Sie unterstrich, dass die Debatte eng mit der Frage der Integration verbunden sei.
"Was in der aufgeregten Diskussion leider oftmals nicht richtig herauskommt, ist, dass es nicht um Nationalitäten geht. Kriminalität ist keine Frage des Passes. Aber es geht offensichtlich um eine Frage der Sozialisation, also des Hereinwachsens in eine Gesellschaft und in ihre Normen des Zusammenlebens. Diese Sozialisation ist sowohl sozial als auch kulturell bedingt. Und da müssen wir endlich die vorliegenden Erkenntnisse auch klar und ohne Tabu aussprechen, völlig egal, ob sich dabei eine bestimmte Gruppe besonders angesprochen fühlt. Der Punkt ist doch, dass wir alle - egal wo wir her kommen und wie wir aussehen - davon profitieren, wenn dieses Machogehabe bei vielen männlichen Jugendlichen aufhört, die glauben, ihre Ehre oder die Ehre ihrer Familie mit Mitteln verteidigen zu müssen, die in dieser Gesellschaft absolut keinen Platz haben."








Olaf61
Sehr geehrte Frau Köhler,
bitte bleiben Sie an diesem Thema dran. Es kann nicht sein, dass aus Furcht davor, von den Linken zum Rassisten, Nazi oder Brandstifter erklärt zu werden, sich niemand m ehr dieses Themas annimmt. Was sind wir für ein Rechtsstaat, in der sich Richter nicht darum kümmern, Verbrechen vorzubeugen? Wo leben denn die alle? In einem fernen Paradies?
am 07.02.2008 geschrieben
Jens72
Sehr geehrte Frau Köhler,
den Worten von Olaf61 kann ich mich nur anschließen; uneingeschränkt.
Der Wunsch, ohne Angst auf die Straße zu gehen, hat mit Rassismus nichts zu tun.
Wenn Gericht e nicht für Gerechtigkeit sorgen, tut es irgendwann der Bürger selber. Ich habe sicher nicht als Einziger den brennenden Wunsch, in Kloppenheim mit ein paar Mann vor Ort gewesen zu sein, um diese Verbrecher mir ihren eigenen Früchten zu konfrontieren.
Dies kann nicht die Fahrtrichtung einer Demokratie sein, aber es wird nicht zu vermeiden sein, wenn Gewalttäter uns alle noch auslachen. Die Wut wächst mit jeder dieser Vorfälle und droht zu explodieren.
Erst wenn der Bürger der Wehrhaftigkeit der Justiz wieder vertrauen kann, verringert sich der Überdruck auf diesem Kessel. Sie leisten darin wertvolle Arbeit, Frau Köhler! Jedes Opfer von Gewalt wird Ihnen dankbar sein.
Viele Grüße, Jens72.
am 13.02.2008 geschrieben
Martin Klocke
Liebe Frau Köhler,
danke für solche Artikel und das Bemühen, bei dieser Art Straftat - die regelmässig vorkommt, regelmässiger als Fremdenfeindlichkeit - am Thema zu bleiben!
Sie sind für mi ch eine Hoffnung für die CDU und die Politik in Deutschland.
Viele Grüße
Martin Klocke
am 24.02.2008 geschrieben