Neuigkeiten 
Barrierefreiheit für Integrationswillige
Integration von Menschen ausländischer Herkunft findet im Alltag statt - auf der Arbeit, in Schule, Ausbildung und vor allem in der Freizeit. Deshalb leisten Sport- und Kulturvereine, gemeinnützige Organisationen, Bildungseinrichtungen, Kirchen oder Religionsgemeinschaften einen wesentlichen Teil der Integrationsarbeit, sagt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler. Mit der Integrationsvereinbarung habe sich Wiesbaden zu zahlreichen Integrationsmaßnahmen verpflichtet und fordere dies auch von den Religionsgemeinschaften ein. Als nächsten Schritt zu gelebter Integration in Wiesbaden wünscht sich Köhler, dass sich auch andere gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen freiwillig konkrete Integrationsziele setzten. Das könne ähnlich wie beim Integrationsgipfel der Bundesregierung geschehen, sagte die Fachpolitikerin für Integration der CDU/CSU im Bundestag.
Integrationsziele könnten sein, die Zahl der Vereinsmitglieder, ehrenamtlicher Mitarbeiter oder der Übungsleiter ausländischer Herkunft auf einen bestimmten Anteil zu erhöhen - so wie es in vielen Wiesbadener Vereinen bereits vorbildlich geschehe. Auch mehrsprachige Informationsmaterialien zu erstellen oder offizielle Ansprechpartner für Migranten z. B. "Integrationsbeauftragte" zu ernennen, wären sinnvolle Ziele. Eine solche "Barrierefreiheit für Migranten" heißt für Köhler, dass Vereine, Organisationen und Unternehmen Migranten den Zugang zu Informationen und Mitarbeit erleichtern. Migranten müssten dann natürlich diese Chancen aktiv nutzen.
Übungsleiter und Vorgesetzte sind Vorbilder für junge Migranten
"Gerade Übungsleiter, Lehrer oder Vorgesetzte mit Migrationshintergrund sind wichtige Vorbilder für Kinder und Jugendliche ausländischer Herkunft: Sie zeigen, dass es jeder unabhängig seiner Herkunft schaffen kann sportlich, gesellschaftlich oder beruflich anerkannt und erfolgreich zu sein", so Köhler. Das könne den Ehrgeiz in solchen jungen Migranten wecken, die sich bisher wenig um ihre Ausbildung und Zukunft bemüht hätten.
Unternehmen profitieren von Integrationsarbeit
Köhler motiviert auch Unternehmen, sich eigene Integrationsziele zu setzen z. B. den Spracherwerb ausländischer Mitarbeiter zu fördern, Integrationsprojekte in Wiesbaden zu sponsern oder mit Schulen mit hohem Migrationsanteil zu kooperieren. Integrationsarbeit nutze schließlich der Gesellschaft und der Wirtschaft, so Köhler.







