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Arbeit der Hospize in Wiesbaden sicherstellen // Advena bittet Kristina Köhler um Unterstützung
Todkranke brauchen besondere Pflege und möchten umsorgt und in Würde sterben können. In Wiesbaden hat sich das vorbildlich arbeitende ambulante PaliativNetz e. V. gebildet, dem auch das Hospiz Advena angehört. Der Leiter, Lothar Lorenz, bat Kristina Köhler um Unterstützung bei der Bundesregierung, weil er wie andere Mitglieder des PalliativNetzes befürchtet, dass die ambulanten Dienstleister nicht ausreichend im neuen Gesetz berücksichtigt werden.

"Wir haben gute Arbeit geleistet, wenn ein todkranker Patient bis zum Tod gut betreut wird und in Frieden sterben kann. Für uns ist nicht der Tod die Niederlage, sondern wenn Patienten unzureichend versorgt, alleine oder unter unnötigen Schmerzen sterben müssen", sagte Lothar Lorenz, Leiter des Wiesbadener Hospizes Advena. Das Hospiz besteht seit elf Jahren und konnte in dieser Zeit rund 1750 schwerstkranken Patienten ein würdevolles und friedliches Sterben ermöglichen. Der Bedarf an professioneller Sterbebegleitung wachse stetig, so Lorenz. Während Advena 2006 rund 200 Patienten versorgte, wurden bis Mitte 2007 schon 240 Patienten aufgenommen. Die Patienten können nicht oder nicht mehr zuhause betreut werden, bedürfen aber auch keines Krankenhausaufenthaltes mehr. Sie leben im Durchschnitt noch rund 23 Tage im Hospiz. "Es gibt aber auch Ausnahmen", sagte Lorenz. "Wir hatten auch schon eine Patientin, deren Gesundheitszustand sich bei uns so stabilisierte, dass wir sie wieder in ihr Pflegeheim entlassen konnten, wo sie noch 9 Monate in ihrer alten Umgebung gelebt hat."
Lorenz begrüßte die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur Stärkung der Palliativmedizinischen Versorgung, die ab Oktober 2007 in Kraft tritt. Danach haben Todkranke Anspruch auf ambulante spezialisierte palliativmedizinische Versorgung. Lorenz und andere Vertreter des PalliativNetzes in Wiesbaden befürchten aber, dass die allgemeine palliativmedizinische Versorgung nicht ausreichend berücksichtigt ist, und dass bestehende ambulante Netzwerke, die vorwiegend in der Fläche arbeiten, nicht genügend berücksichtigt werden.
Kristina Köhler konnte die Argumente nachvollziehen und versprach Unterstützung. Sie wird mehrere schriftliche Fragen an die Bundesregierung stellen, um Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten, und gegebenenfalls gezielt Nachbesserungen anzuregen - z. B. die Definition verschiedener palliativmedizinischer Versorgungsmodelle und die Betonung der verstärkten Kooperation von ambulanter und stationärer Modelle.







