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Antisemitische Zerstörungen an der Humboldt-Universität kein Zufall
Die zuständige innenpolitische Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Antisemitismus und Linksextremismus, Kristina Köhler, zu den Zerstörungen der Ausstellung über das Unrecht an jüdischen Unternehmern in der Nazi-Zeit im Rahmen der "Schülerproteste" am 12. November 2008:
"Die Zerstörungen und ihre vermutlich antisemitischen Hintergründe müssen vorbehaltlos aufgeklärt werden. Auch der Antisemitismus von Links ist Antisemitismus. Die Zerstörungen sind kein Zufall. Sie können niemanden überraschend. Wer, wie die Linke, den Hass auf Israel sät, wird den Hass auf Juden ernten. Über der Randale wehen die Fahnen der Linksjugend, der Jugendorganisation der Partei 'Die Linke'."
Köhler erinnerte an die harsche Kritik, die die Union noch vor wenigen Wochen dafür einstecken musste, dass sie nicht mit der Linken zusammen einen den linken Antisemitismus verschweigenden Antisemitismusantrag machen wollte. "Machen Sie die Augen auf!", appellierte Köhler. "Das waren keine wütenden Schüler sondern waschechte Linksextremisten."
Hintergrund sind die Ausschreitungen an der Humboldt-Universität in Berlin im Rahmen der großen Schüler-Demonstration am 12. November 2008. Dabei zerstörten Demonstranten eine Ausstellung über jüdische Unternehmer im Nationalsozialismus. "Selbst ein Legastheniker müsste anhand der Bilder erkennen, worum es bei dieser Ausstellung geht", sagte Peter-Michael Haeberer, Chef des Landeskriminalamtes, Berlin, laut Berliner Morgenpost. Und: "Wer jetzt versucht, diesen Zwischenfall als allgemeinen Vandalismus zu deklarieren, bedient sich einer billigen Ausrede." Spiegel-Online berichtete von antiisraelischen Äußerungen der Demonstranten. Sie zitieren einen Zeugen, nachdem ein schwarzgekleideter Demonstrant "Scheiß Israel" gerufen und ihn mit einer Fahnenstange angegriffen habe. Auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, erklärte gegenüber Spiegel-Online, dass nach ihren Informationen auch antisemitische Äußerungen gefallen seien.








Jens Thole
Hallo Frau Köhler,
klare Worte, klares eindeutiges Statement. Völlig selbstverständlich sollte man meinen. Ist es aber nicht! Linker Antisemitismus - ja gibt's denn sowas? Viele n Dank also für Ihren Mut, das Selbstverständliche in Zeiten der linken Gesinnungsdiktatur auszusprechen.
Anti-Zionismus ist nunmal (meist) nur ein anderes Wort für Antisemitismus, eine Form des Versuches diesen Antisemitismus PC-gerecht wieder gesellschaftfähig zu machen. Leider ein erfolgreicher Versuch...
Wenn offen aus dieser Ecke grundsätzlich alle Israelbekämpfer den Status von Freiheitskämpfern bekommen und Isreal selbst von der Linken als Unterdrückerstaat gesehen wird, dann fällt mir persönlich fast nichts mehr ein, wie man die Geistesrelationen in diesem Land noch zurechtrücken könnte. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen - die einzige funktionierende Demokratie im nahen Osten als Unterdrückerstaat gegen eine komplette Umgebung aus Israel- und Judenfeinflichen Diktaturen /Autokratien / Terrororganisationen als Freiheits- und Friedenskräfte. Das gebiert dann eben auch diesen Überfall der nicht weniger antisemitisch motiviert war als jede andere z.B. rechtsextremistische Grabschändung.
Die Juden sind eben an allem schuld. Ich warte nur auf die ersten Sprüche aus linker Ecke (und diese Ecke reicht mittlerweile weit ins bürgerliche Lager hinein) zum Thema Finanzkrise und internationales Finanzjudentum...
Danke noch einmal für ihre deutlichen Worte. Und behalten Sie sich Ihre geistige Unabhängigkeit .
Jens Thole
am 23.11.2008 geschrieben