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290.000 Euro für bessere Ausbildungschancen Jugendlicher // Bundesforschungsministerium fördert Modellprojekt in Wiesbaden
· Wahlkreis Wiesbaden · Arbeitsmarktpolitik
Vielen Jugendlichen gelingt der Übergang in eine Berufsausbildung nach der Schule nicht. Vor allem sogenannte Altbewerbern gilt es, einen Einstieg in eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Das Projekt "Jobstarter Connect" des Bundesforschungsministeriums soll durch die Erprobung von Ausbildungsbausteinen dazu beitragen, die Chancen der Jugendlichen auf eine betriebliche Ausbildung zu verbessern und Übergangszeiten zu verkürzen. Durch ein finanzkräftiges Förderprogramm des Bundesforschungsministeriums sollen jetzt diese Gruppe Jugendlicher besser in eine qualifizierte Ausbildung gebracht werden. Für Köhler ist das Modellprojekt eine wichtige Investition - besonders in der Krise.

Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium übergab in einer Feierstunde in Wiesbaden den Förderbescheid 290.000 Euro an Michael Vorreiter, Vorsitzender von Fresko e. V. (dem Verein für Bildungs- und Kulturarbeit im Berufsschulzentrum). Das Projekt ist an der Kerchensteinerschule Wiesbaden angesiedelt.
Auch nach Ende des Berufsvorbereitungsjahres fänden nur wenige Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss direkt einen Ausbildungsplatz. Die Mehrheit der Absolventen werde im Anschluss ausbildungsplatzsuchend, begänne Minijobs oder Aushilfstätigkeiten. Mit jedem Jahr nach dem Schulbesuch verschlechterten sich ihre Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Erprobung der Ausbildungsbausteine und deren Umsetzung im Berufsvorbereitungsjahr sollen diesen Entwicklungen entgegenwirken, erklärte die Projektleiterin von Fresko e.V., Cornelia Fuchs.
Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wird eine Modellklasse mit 16 Schülerinnen und Schülern an der Kerschensteinerschule Wiesbaden eingerichtet. Auf Basis der Ausbildungsbausteine für drei Berufe (Verkäufer, Lagerist und Objektbeschichter) wird den Jugendlichen Wissen und Können vermittelt, das auch innerhalb einer dualen Ausbildung erworben wird. Betriebe werden in den Prozess der beruflichen Qualifizierung mittels Ausbildungsbausteinen eingebunden. Für die Kammern und für potenzielle Ausbildungsbetriebe werden die im Zusammenhang der Ausbildungsbausteine erworbenen Kompetenzen nachvollziehbar und überprüfbar. Die Jugendlichen bekommen die Ausbildungsbausteine dann dokumentiert und bestätigt, wenn sie es schaffen, langfristig, aktiv und kontinuierlich im Betrieb mitzuarbeiten und im berufsspezifischen Unterricht der Berufsschule erfolgreich zu sein.
Für die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Dr. Kristina Köhler ist das Projekt ein wichtiges Signal in der Krise, in die Ausbildung Jugendlicher zu investieren. Sie ist stolz, dass Fresko in Wiesbaden ein so finanzkräftiges Modellprojekt durchführen kann, weil die Mitarbeiter über langjährige Erfahrung verfügen und viel ehrenamtliches Engagement zeigen.
Das Projekt stelle keine weitere Warteschleife dar, so Dr. Peter Binstadt, Direktor der Kerchensteinerschule. Ziel sei es Jugendliche nicht nur über einen Job in die Arbeitswelt zu integrieren, sondern mit einer Berufsausbildung den Einstieg in einen anerkannten Beruf zu ermöglichen.







